Inhalt dieses Artikels
Mit Fryzza steht am Montag, 19. Oktober 2026, ein Gründerteam aus Baesweiler bei Die Höhle der Löwen auf der Bühne, in Folge 7 der Staffel 20 ab 20:15 Uhr auf VOX. TV-Moderator Dieter Könnes, Sternekoch Alexander Wulf und Sommelier Ronny Schreiber verkaufen eine rechteckige Tiefkühlpizza, die eigens für die Heißluftfritteuse entwickelt wurde. Für zehn Prozent der Firmenanteile verlangen sie 350.000 Euro, was das Unternehmen mit 3,5 Millionen Euro bewertet. Bei RTL+ läuft die Folge seit dem 12. Oktober 2026.
Was ist Fryzza?
Fryzza ist eine Tiefkühlpizza im Doppelpack, die nicht in den Backofen wandert, sondern in den Korb einer Heißluftfritteuse. Dafür ist sie rechteckig statt rund. Nach Angaben der Gründer braucht sie dort fünf bis sechs Minuten, und dieser Zeitvorteil ist das eigentliche Verkaufsargument. Der Teig ist ein handgezogener Weizensauerteig, der 24 Stunden reift und vor dem Einfrieren im Steinofen vorgebacken wird, so das Unternehmen auf seiner Website.
Vier Sorten gibt es: Salami, Thunfisch, Veggie und Margherita. Die Salami arbeitet laut Zutatenliste mit Puten- und Rindersalami in Halal-Qualität und bringt 260 Kilokalorien je 100 Gramm. In jeder Packung liegen zwei Pizzen, zusammen 320 bis 360 Gramm, je nach Sorte.
Wer steckt hinter Fryzza?
Die Idee entstand an einem Abend im Erkelenzer Restaurant Troyka, dem Haus von Sternekoch Alexander Wulf. Der 43-Jährige entwickelte die Rezeptur. Dazu kamen der 54-jährige Fernsehmoderator Dieter Könnes, bekannt als Gesicht der RTL-Sendung „Stern TV“, und der 44-jährige Sommelier Ronny Schreiber, der zuletzt als bester Sommelier Deutschlands ausgezeichnet wurde. Das berichtet t-online aus der Region Aachen, gestützt auf eine Mitteilung der Sendung vom 13. Oktober 2026. Dieselben Zahlen nennt eine Vorschau von StartupValley.
Zwei weitere Gesellschafter kommen aus dem Lebensmitteleinzelhandel. Die eigene Website nennt Lars Jansen und Josef Kirisits, die Erfahrung in Handel und Logistik mitbringen. Im Impressum steht die Fryzza GmbH mit Sitz in der Friedensstraße 4 in 52499 Baesweiler, vertreten von den Geschäftsführern Lars Jansen und Dieter Könnes.
Wie funktioniert die Pizza in der Heißluftfritteuse?

Eine runde Tiefkühlpizza passt schlecht in einen eckigen Fritteusenkorb. An den Rändern wird sie dann entweder zu trocken oder gar nicht fertig. Fryzza dreht das um und schneidet das Format auf das Gerät zu. Den ersten Teil des Backens übernimmt der Steinofen beim Hersteller, den letzten die Heißluftfritteuse in der Küche. Deshalb reichen nach Herstellerangaben fünf bis sechs Minuten, während eine klassische Tiefkühlpizza im Ofen eine Viertelstunde und mehr braucht, Vorheizen eingerechnet.
Die Eckdaten des Pitches im Überblick:
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Startup | Fryzza GmbH, Baesweiler |
| Produkt | Rechteckige Tiefkühlpizza für die Heißluftfritteuse, vier Sorten |
| Forderung in der Sendung | 350.000 Euro für zehn Prozent |
| Bewertung | 3,5 Millionen Euro |
| Umsatz | Nach eigenen Angaben mehr als 500.000 Euro in den ersten sechs Monaten |
| Vertrieb | Nach eigenen Angaben rund 700 Märkte in sieben Handelsketten in Deutschland und Österreich |
Was kostet Fryzza, und wo kann man sie kaufen?

Fryzza liegt im Tiefkühlregal des Handels und beim Heimdienst. Bei bofrost kostet die Veggie 3,99 Euro, bei Globus beginnt die Salami bei 2,99 Euro. Die Preise haben den Stand Oktober 2026 und können je Markt abweichen.
| Sorte | Packung | Preis | Händler |
|---|---|---|---|
| Margherita | 2 Stück, 260 g | ab 1,99 Euro (7,65 Euro je Kilo) | Globus |
| Salami | 2 Stück, 320 g | ab 2,99 Euro (9,34 Euro je Kilo) | Globus |
| Veggie | 2 Stück, 360 g | ab 2,99 Euro (8,31 Euro je Kilo) | Globus |
| Veggie | 2 Stück, 360 g | 3,99 Euro (11,08 Euro je Kilo) | bofrost |
Die eigene Website führt neben bofrost unter anderem Edeka, Rewe, Lidl und Hit für Deutschland sowie Billa Plus, Spar und MPreis für Österreich als Vertriebswege auf. Einen eigenen Shop betreibt das Startup nicht, der Weg führt über den Handel.
Markt und Vergleich: Wie groß ist die Nachfrage?
Der Markt, in den Fryzza hineinstößt, ist groß. Tiefkühlpizza bleibt das beliebteste Produkt der Branche im Lebensmittelhandel. 2025 setzte die Tiefkühlwirtschaft davon knapp 400.000 Tonnen ab, gut ein Prozent mehr als im Jahr davor, wie das Deutsche Tiefkühlinstitut mitteilte und t-online berichtet. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Tiefkühlkost stieg im selben Jahr auf 51,6 Kilogramm und damit auf den höchsten Wert bisher.
Den Rückenwind liefert ausgerechnet das Gerät, auf das Fryzza setzt. Sabine Eichner, Geschäftsführerin des Tiefkühlinstituts, nennt den zunehmenden Einsatz von Airfryern ausdrücklich als positiven Einfluss, weil die Heißluftfritteuse oft schneller und sparsamer arbeitet als der Backofen. Eine Pizza, die eigens für dieses Gerät gemacht ist, hat im Regal bisher niemand etabliert. Genau diese Lücke ist das Versprechen des Pitches.
Unsere Einschätzung: Hat Fryzza Potenzial?
Drei Dinge sprechen für das Team. Es hat ein Produkt, das man heute kaufen kann, und zwar für unter drei Euro. Es hat die Listungen schon, statt sie erst zu versprechen. Und es bringt mit Könnes eine Reichweite mit, die kein Werbebudget ersetzt. Dagegen steht die Frage, die in der Höhle fallen dürfte: Ist die Airfryer-Pizza eine eigene Produktkategorie, oder nur eine Form, die jeder große Hersteller binnen eines Jahres nachschneiden kann? Über das Angebot entscheiden in dieser Folge Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen.
Die Bewertung von 3,5 Millionen Euro bei gut 500.000 Euro Umsatz in sechs Monaten ist ambitioniert, liegt aber im Rahmen dessen, was in der Sendung regelmäßig verhandelt wird. Wie oft daraus ein Handschlag wird, zeigt die Deal-Quote dieser Staffel. Wer einen Vertriebslöwen sucht, pitcht mit 700 Märkten im Rücken aus einer guten Position.
Wir bleiben dran
Ob ein Löwe einsteigt, steht erst am Sendeabend fest. Wir ergänzen dieses Porträt am 19. Oktober 2026 während der Ausstrahlung um das Ergebnis. Wie die Vorwoche ausgegangen ist, steht in den Deal-Highlights der Folge 6. Alle Startups und Termine sammeln wir auf der Staffelseite zur Staffel 20, alles zur Sendung im Themenbereich Höhle der Löwen.
Häufige Fragen zu Fryzza
Wann läuft Fryzza bei Die Höhle der Löwen?
Fryzza pitcht in Folge 7 der Staffel 20 am Montag, 19. Oktober 2026, ab 20:15 Uhr auf VOX. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 12. Oktober 2026 abrufbar.
Hat Fryzza einen Deal bekommen, und mit welchem Löwen?
Das Ergebnis liegt bis zur Ausstrahlung am 19. Oktober 2026 nicht vor. In der Sendung fordert das Team 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile. Wir tragen das Ergebnis am Sendeabend hier nach.
Wer hat Fryzza gegründet?
Hinter Fryzza stehen Sternekoch Alexander Wulf (43), TV-Moderator Dieter Könnes (54) und Sommelier Ronny Schreiber (44), dazu die beiden Handelsprofis Lars Jansen und Josef Kirisits. Die Firma heißt Fryzza GmbH und sitzt in Baesweiler bei Aachen.
Was kostet Fryzza, und wo kann man sie kaufen?
Bei Globus beginnt die Margherita bei 1,99 Euro je Doppelpack, Salami und Veggie bei 2,99 Euro. Bei bofrost kostet die Veggie 3,99 Euro, Stand Oktober 2026. Erhältlich ist Fryzza nach eigenen Angaben in rund 700 Märkten in Deutschland und Österreich.
Wie kommt man in die Höhle der Löwen?
Bewerben kann sich jedes Startup selbst, mit Produkt, Zahlen und einer klaren Forderung. Welche Unterlagen die Produktionsfirma erwartet und wann die Bewerbungsfenster offen stehen, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.


















