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Drei von sechs Gründungen haben in der sechsten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen am Montagabend ein Geschäft vereinbart. Den größten Scheck holte das Zürcher Startup FoodFor: 300.000 Euro von Carsten Maschmeyer, allerdings für 20 statt der angebotenen 10 Prozent. Cropsta und Hottey fanden ebenfalls einen Löwen, Ajambow, Señor López und HyEx verließen die Höhle ohne Geschäft.

Wer hinter den sechs Startups steckt und was die Produkte kosten, steht in unserem Beitrag zur Folge 6. Die Vorwoche steht in den Deal-Highlights der Folge 5, alle Termine in unserer Übersicht zu Staffel 20, alles Weitere im Themenbereich Höhle der Löwen.

Die Deals der Folge 6 im Überblick

Startup Forderung Deal Löwe Summe Anteil Quelle
FoodFor 300.000 Euro für 10 Prozent ja Carsten Maschmeyer 300.000 Euro 20 Prozent TV Movie, web.de
Cropsta 70.000 Euro für 20 Prozent ja Ralf Dümmel 70.000 Euro 30 Prozent TV Movie, dhdl.info
Hottey 60.000 Euro für 10 Prozent ja Andreas W. Herb 60.000 Euro 17,5 Prozent TV Movie, web.de
Ajambow 300.000 Euro für 10 Prozent nein – – – TV Movie, viply
Señor López 60.000 Euro für 15 Prozent nein – – – TV Movie
HyEx 250.000 Euro für 25,1 Prozent nein – – – TV Movie, web.de

Der größte Deal: 300.000 Euro für FoodFor

Das Zürcher Trio Teresa Cramer, Franziska Kuenburg und Raphael Thurn und Taxis verkauft Shots, die auf den Kopf wirken sollen: vier Sorten mit den Namen Thinking, Boost, Euphoria und Calm. Gefordert waren 300.000 Euro für 10 Prozent, also eine Bewertung von drei Millionen Euro. Carsten Maschmeyer hielt das vorhandene Wandeldarlehen in seiner Form für nicht investierbar und legte nach der Beratung ein eigenes Angebot auf den Tisch: dasselbe Geld, dafür 20 Prozent. Die Gründer stimmten zu, wie TV Movie berichtet. Damit halbiert sich die Bewertung auf 1,5 Millionen Euro, und FoodFor hat den größten Scheck des Abends.

Im eigenen Shop gibt es die Sorten inzwischen nicht mehr einzeln. Wer bestellen will, nimmt mindestens acht Shots für 29,95 Euro, das sind 3,75 Euro je Flasche, Stand Oktober 2026. Mehr zum Team und zur Studienlage steht in unserem Porträt zu FoodFor.

Das Produkt mit der meisten Nachfrage: Bieterduell um Cropsta

Das jüngste Team des Abends holte den Deal, der am längsten verhandelt wurde. Mike Leon Lichtenberg, 24, und Charlotte Lieben, 20, aus Kleinmachnow bei Berlin verkaufen ein elastisches Band, mit dem sich Oberteile kürzen lassen, ohne zur Schere zu greifen. Judith Williams und Johannes Kliesch boten erst 70.000 Euro für 40 Prozent plus einen Euro je verkauftem Band, dann gar keine Anteile, dafür 140.000 Euro über Lizenzgebühren zurück. Den Zuschlag bekam am Ende Löwe Ralf Dümmel, mit 70.000 Euro für 30 Prozent und ohne Lizenzgebühr, wie TV Movie schreibt.

Heller Oversize-Pullover, der mit dem elastischen Cropsta-Band auf Taillenhoehe gekuerzt getragen wird
Foto: Cropsta, Pressefoto des Startups, von der eigenen Seite cropsta.de

Das Band kostet 12,99 Euro, die kleinere Fassung Cropsta Mini 11,99 Euro, Stand Oktober 2026. Es liegt im eigenen Shop und bei Amazon, dort zum Einzelpreis ohne die Mengenrabatte des Shops. Was das Produkt kann und wie es getragen wird, steht in unserem Porträt zu Cropsta.

Hottey gewinnt das Battle und holt Andreas W. Herb

Zwei Startups mussten in 90 Sekunden gegeneinander antreten, nur eines durfte danach um Geld verhandeln. Die Dresdner Maximilian Voigt und Julian Herrlich setzten sich mit ihrem scharfen Honig gegen das Hamburger Startup Señor López durch, nach Darstellung von TV Movie denkbar knapp. In der Verhandlung stiegen die anderen Löwen aus, übrig blieb Andreas W. Herb, der vor allem bei jüngerer Kundschaft Potenzial sah. Die Gründer boten 15 Prozent, Herb konterte mit 17,5 Prozent, und dabei blieb es.

Andreas W. Herb, seit Staffel 20 Investor in der Hoehle der Loewen, bei einer Veranstaltung in Oberhausen

Ein Glas kostet rund 10 Euro im eigenen Shop, im Einzelhandel 8,99 Euro; ein Bundle gibt es ab 24 Euro mit kostenlosem Versand, Stand Oktober 2026. Bei Amazon war der Honig zuletzt nicht lieferbar, wie TV Movie notiert. Beide Seiten des Battles stellen wir einzeln vor, im Porträt zu Hottey und im Porträt zu Señor López. Die Salsa Macha aus Hamburg gibt es weiter im eigenen Shop, für 9,99 Euro.

Das überraschendste Nein: Ajambow und ein Heiratsantrag

Simon Werner und Susan Schmidt wollten 300.000 Euro für 10 Prozent, bewerteten ihren Fitnessbogen mit Wassertank also mit drei Millionen Euro. Mitten im Auftritt ging Werner auf die Knie und machte seiner Partnerin nach 33 gemeinsamen Jahren einen Heiratsantrag, besiegelt mit einem Kuss, wie Viply beschreibt. Beim Geld half das nicht. Carsten Maschmeyer verwies auf die bis dahin verkauften 20 Abonnements, Judith Williams stieg ebenfalls aus, und Ralf Dümmel als letzte Hoffnung kam mit der Bewertung nicht zusammen. Das Paar verließ die Höhle verlobt und ohne Investor, Einzelheiten im Porträt zu Ajambow.

HyEx scheitert an Studien und Bewertung

Leonie Steinhauer und Ines Frey aus München verlangten 250.000 Euro für 25,1 Prozent ihrer Hyaluron-Behandlung für zu Hause, Preis 89 Euro. Maschmeyer fand das Ergebnis zu unnatürlich, Dagmar Wöhrl die Bewertung deutlich zu hoch, Ralf Dümmel sah den Preis als Hürde für den Einzelhandel. Judith Williams sorgte sich um junge Frauen mit kosmetischen Korrekturen. Janna Ensthaler blieb am längsten offen, hielt die Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen aber für zu eng und sagte ebenfalls ab. Nach der Sendung ist das Gerät in keinem Shop zu finden, auch nicht bei Freys Kosmetikfirma, wie TV Movie festhält. Wie der Pitch verlief, steht in unserem Porträt zu HyEx.

Was aus einem Handschlag in der Höhle wird

Ein Ja im Studio ist noch kein Vertrag. Nach der Sendung prüfen die Investoren die Zahlen, und erst danach fließt Geld. In dieser Staffel gibt es dafür schon ein Beispiel: Bei CompactGreens aus Folge 3 boten Carsten Maschmeyer und Dagmar Wöhrl die gesuchten 180.000 Euro, die Gründer entschieden sich für Wöhrl, und am Ende kam das Geld nach Angaben von kino.de nicht zustande. Wie viele Zusagen in dieser Staffel bisher gefallen sind, führen wir in unserer Deal-Quote zur Staffel 20 mit. Was aus den drei Geschäften der Folge 6 wird, tragen wir nach, sobald es belegt ist.

Häufige Fragen zu Höhle der Löwen Folge 6

Wer hat in Folge 6 der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Drei von sechs Startups: FoodFor einigte sich mit Carsten Maschmeyer, Cropsta mit Ralf Dümmel und Hottey mit Andreas W. Herb. Ajambow, Señor López und HyEx gingen leer aus.

Wie viel Geld bekam FoodFor in der Höhle der Löwen?

Carsten Maschmeyer investierte die gesuchten 300.000 Euro, verlangte dafür aber 20 Prozent der Anteile statt der angebotenen 10 Prozent. Die Bewertung sank damit von drei Millionen auf 1,5 Millionen Euro.

Was kostet das Cropsta-Band, und wo kann man es kaufen?

Das Band kostet 12,99 Euro, die Variante Cropsta Mini 11,99 Euro, Stand Oktober 2026. Verkauft wird es im eigenen Onlineshop mit Mengenrabatten und bei Amazon zum Einzelpreis.

Warum bekam HyEx keinen Deal?

Den Löwen fehlten Studien zur Wirksamkeit, und die Forderung von 250.000 Euro für 25,1 Prozent hielten mehrere für zu hoch. Dagmar Wöhrl nannte die Bewertung deutlich zu hoch, Janna Ensthaler die Zielgruppe zu eng.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich mit Kurzprofil und Pitch-Video bei der Produktionsfirma, danach folgen Gespräche und eine Vorauswahl. Die Einzelheiten stehen in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.

Beitragsbild: Frittiertes Hähnchen mit Hot Honey, Foto: Oinkers42, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.