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Am Montag, 12. Oktober 2026, zeigt VOX um 20:15 Uhr die sechste Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen. Darin pitchen Maximilian Voigt (26) und Julian Herrlich (28) aus Dresden ihre Marke Hottey, eine scharfe Honig-Chili-Sauce für Pizza, Burger und Gegrilltes. Sie fordern 60.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent der Firmenanteile. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 5. Oktober 2026 abrufbar.

Ihr Auftritt ist kein gewöhnlicher Pitch. Hottey tritt in einem Battle gegen das Hamburger Startup Señor López an. Zwei Startups, 90 Sekunden, ein Sieger: Wer gewinnt, darf weiter um einen Deal verhandeln, der Verlierer muss die Höhle sofort verlassen. Das Programm zur sechsten Folge führt beide Startups als Food-Marken und nennt Señor López mit 60.000 Euro für 15 Prozent, also mit derselben Summe bei höherem Anteil.

Was ist Hottey?

Hottey ist Hot Honey. Dahinter steckt eine simple Mischung: Blütenhonig, Apfelessig und Chili, nach Angabe des Herstellers mit einem Honiganteil von 93 Prozent und ohne künstliche Zusätze. Das Ergebnis ist eine flüssige Sauce, die süß anfängt und scharf endet. Sie wird nicht gekocht, sondern geträufelt, über Pizza, Smash Burger, Hähnchen, Käse oder Bowls.

Es gibt drei Sorten, die sich nur in der Chilisorte unterscheiden. Original arbeitet mit Cayenne, Extra Scharf mit Habanero, Barbecue mit Chipotle und zusätzlich Rauchsalz. Das Produkt ist vegetarisch, aber wegen des Honigs nicht vegan. Hottey bezeichnet sich auf der eigenen Seite als erste und als Nummer eins unter den Hot-Honey-Marken aus Deutschland. Beides ist eine Eigenaussage und von außen nicht belegt.

Frittiertes Haehnchen mit Hot Honey und Suesskartoffelpommes auf einem Teller
Foto: (Oinkers42), CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Wer hat Hottey gegründet?

Hinter der Marke stehen zwei Gründer aus Dresden. Maximilian Voigt ist 26 Jahre alt, Julian Herrlich 28. Die Altersangaben und die Stadt stehen im Programmtext zur Folge. Auf der eigenen Seite stellen sich die beiden als Julian und Max vor, als zwei Chili-Fans, die Hot Honey so gern mochten, dass sie ihn selbst herstellen wollten.

Die Firma hinter der Marke ist die hottey GmbH mit Sitz in der Jüngststraße 23 in 01277 Dresden, eingetragen beim Amtsgericht Dresden unter HRB 48464. Geschäftsführer sind Voigt und Herrlich. In älteren Händlereinträgen taucht als Hersteller noch eine GbR unter derselben Adresse auf, etwa in der Produktangabe bei Amazon. Ein Gründungsjahr nennt die Firma öffentlich nicht.

Was kostet Hottey, und wo kann man es kaufen?

Hottey verkauft direkt im eigenen Onlineshop. Eine Flasche mit 250 Gramm kostet 9,99 Euro, das sind 39,96 Euro je Kilogramm. Dazu kommen Sets und Zubehörpakete mit Pizzabrett, Burgerpresse oder Grillbesteck. Versendet wird mit DHL, nach Deutschland in drei bis fünf Werktagen. Der Preis liegt damit in einem Bereich, in dem niemand lange rechnet.

Artikel Inhalt Preis
hottey Original, Extra Scharf oder Barbecue 250 g 9,99 Euro
3er Probierset, alle drei Sorten 3 x 250 g 25,47 Euro statt 29,97 Euro
Smash Burger Bundle mit Burgerpresse 2 Flaschen 35,90 Euro
Grillmeister Bundle mit Grillbesteck 2 Flaschen 35,90 Euro
Pizza Lover Bundle mit Pizzabrett 2 Flaschen 45,90 Euro

Preise Stand Oktober 2026. Erhältlich ist die Sauce außerdem bei Amazon und bei Fachhändlern für Pizza- und Grillzubehör. Eine Listung im Lebensmitteleinzelhandel nennt das Startup bislang nicht.

Wie groß ist der Markt für Hot Honey?

Hot Honey ist in den USA keine Nische mehr, sondern eine eigene Kategorie. Der Maßstab heißt Mike’s Hot Honey. Nach einem Bericht von CNBC machte die Marke mit einem einzigen Produkt rund 40 Millionen US-Dollar Jahresumsatz, aufgebaut aus einer Pizzeria in Brooklyn heraus. Das zeigt zweierlei: Die Kategorie trägt ein ganzes Unternehmen, und sie wird von der Gastronomie aus groß.

Genau diesen Weg beschreibt Hottey selbst. In einer Anzeige für Handelsvertreter, unterzeichnet von Maximilian Voigt als Gründer und Geschäftsführer der hottey GmbH, sucht das Startup deutschlandweit Vertrieb mit Schwerpunkt auf Städten ab 300.000 Einwohnern. Als Ziel nennt die Anzeige Listungen bei REWE und EDEKA, als Gastronomiekunden die Pizzakette 60 Seconds to Napoli. Umsatzzahlen stehen dort nicht.

In derselben Anzeige nennt Hottey einen Investor: Andreas Herb aus dem FMCG-Bereich. Das ist bemerkenswert, denn Andreas W. Herb sitzt in dieser Staffel als einer von zwei neuen Löwen in der Jury von Staffel 20. Die Anzeige sagt nicht, wann und wie diese Beteiligung zustande kam, und sie beschreibt den Fernsehauftritt als noch bevorstehend. Ein Ergebnis des Pitches lesen wir daraus nicht ab. Was in der Folge passiert, berichten wir, wenn sie auf VOX gelaufen ist.

Unsere Einschätzung: Hat Hottey Potenzial?

Die Stärken liegen offen. Das Produkt kostet unter zehn Euro, erklärt sich in einem Satz und löst ein Problem, das viele kennen: Pizza schmeckt besser mit Honig und Chili, aber kaum jemand mischt sich das selbst. Ein Shop steht, drei Sorten stehen, der Markenname sitzt. Wer die Sauce im Fernsehen sieht, kann sie zwei Minuten später bestellen. Das ist die seltenere Hälfte der Pitches in dieser Staffel.

Die Schwächen liegen genauso offen. Honig, Essig und Chili sind kein Patent. Jeder Wettbewerber und jede Eigenmarke kann das nachmischen, und im Regal entscheidet dann der Einkaufspreis, nicht die Idee. 60.000 Euro für zehn Prozent ergeben eine Bewertung von 600.000 Euro, was für eine Food-Marke ohne genannte Umsatzzahlen und ohne Handelslistung sportlich wirkt. Dazu kommt das Format: Im Battle kann der beste Pitch des Abends scheitern, weil der andere 90 Sekunden besser nutzt.

Unterm Strich ist Hottey ein Impulskauf mit klarer Kategorie und schwachem Burggraben. Beides zugleich. Wie oft aus einem solchen Auftritt am Ende eine Beteiligung wird, zeigt die Deal-Quote der 20. Staffel.

Wir bleiben dran

Diesen Beitrag ergänzen wir am Sendeabend um das Ergebnis aus der Höhle, um den Ausgang des Battles und um die Reaktionen der Löwen. Die anderen bekannten Ideen der Folge haben wir schon vorgestellt: Cropsta kürzt Oberteile ohne Schere und HyEx will Hyaluron-Pannen zu Hause glätten. Alle Sendetermine, Startups und das Rudel stehen in unserer Übersicht zu Staffel 20, alle Beiträge der Strecke im Themenbereich Höhle der Löwen. Wie die Vorwoche ausging, steht in den Deal-Highlights der Folge 5.

Häufige Fragen zu Hottey

Was ist Hottey aus der Höhle der Löwen?

Hottey ist eine scharfe Honig-Chili-Sauce aus Dresden, in der Kategorie Hot Honey. Sie besteht zu 93 Prozent aus Blütenhonig, dazu kommen Apfelessig und Chili. Gegründet haben die Marke Maximilian Voigt und Julian Herrlich.

Hat Hottey einen Deal bekommen, und mit welchem Löwen?

Das entscheidet sich in der Sendung am Montag, 12. Oktober 2026, um 20:15 Uhr auf VOX. Vorher nennen wir kein Ergebnis. Hottey muss zuerst ein Battle gegen Señor López gewinnen, denn nur der Sieger darf weiter um einen Deal verhandeln.

Wie viel Geld fordern die Gründer von Hottey?

Maximilian Voigt und Julian Herrlich fordern 60.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent der Firmenanteile. Das entspricht einer Bewertung von 600.000 Euro für das ganze Unternehmen.

Wo kann man Hottey kaufen, und was kostet es?

Hottey verkauft im eigenen Onlineshop und bei Amazon. Eine Flasche mit 250 Gramm kostet 9,99 Euro, das 3er Probierset mit allen drei Sorten 25,47 Euro. Zubehörpakete mit Burgerpresse, Grillbesteck oder Pizzabrett liegen zwischen 35,90 und 45,90 Euro, Stand Oktober 2026.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich direkt bei der Produktion, in der Regel über ein Formular mit Angaben zu Produkt, Umsatz und Team. Die aktuellen Wege und Fristen stehen in unserer Anleitung dazu, wie man sich für die nächste Staffel bewirbt.

Beitragsbild: Pizza mit Hot Honey, Foto: Fantinisapizza, CC0 1.0, via Wikimedia Commons.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.