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Am Montag, 12. Oktober 2026, zeigt VOX um 20:15 Uhr die sechste Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen. Darin pitchen Ines Frey (58) und ihre Tochter Leonie Steinhauer (26) aus München ihr Kosmetikprodukt HyEx. Es soll Unregelmäßigkeiten der Haut nach einer Behandlung mit Hyaluronsäure zu Hause optisch verbessern, also ohne den Weg in eine Praxis. Dafür fordern die Gründerinnen 250.000 Euro und bieten 25,1 Prozent der Firmenanteile. Bei RTL+ Premium ist die Folge seit dem 5. Oktober 2026 abrufbar.

Was ist HyEx?

HyEx ist ein Kosmetikprodukt zur Selbstanwendung. Es richtet sich an Menschen, bei denen nach einer Unterspritzung mit Hyaluronsäure etwas sichtbar bleibt, was so nicht geplant war: ein Knötchen in der Lippe, eine Delle, eine Asymmetrie. Der Programmtext von VOX zur sechsten Folge stellt die Idee als Frage vor, ob sich Hyaluron ohne Praxisbesuch auflösen lasse. Der Bericht von t-online über den Münchner Pitch formuliert es vorsichtiger: Das Produkt solle Hautunregelmäßigkeiten nach Hyaluronbehandlungen zu Hause optisch verbessern.

Zwischen diesen zwei Sätzen liegt der Streit des Abends. Optisch verbessern ist eine kosmetische Aussage. Hyaluron auflösen wäre eine medizinische. Was HyEx davon kann, ist bis zur Ausstrahlung nicht belegt, und genau dort setzen die Löwen an.

Klares Gel tropft aus einer Pipette auf eine mattierte Glasplatte und verläuft zu einem dünnen Film
Symbolbild, mit KI erzeugt

Wer steckt hinter HyEx?

Hinter HyEx steht ein Mutter-Tochter-Duo aus München. Ines Frey ist 58 Jahre alt, Leonie Steinhauer 26. Die Altersangaben stehen im Programmtext von VOX, der Sitz München im Bericht von t-online. Eine Firma, eine Rechtsform oder ein Gründungsjahr nennt bis zum Sendetermin keine der beiden Quellen. Ein Impressum der Marke und eine eigene Produktseite waren am 7. Oktober 2026 nicht auffindbar. Diese Angaben tragen wir nach, sobald sie belegt sind.

Der Anlass für die Geschäftsidee ist Leonie Steinhauers eigene Geschichte. Nach einer fehlgeschlagenen Lippenunterspritzung musste sie zum Arzt, der ihr ein Mittel zum Auflösen der Hyaluronsäure spritzte. „Das kostete mich 250 Euro on top“, sagt sie laut t-online. Dazu kam eine starke Schwellung, die sie zwei Tage lang nicht unter Menschen gehen ließ. Aus dieser Rechnung, Geld und Wartezeit und Scham, speist sich das Versprechen von HyEx.

Wie soll HyEx funktionieren?

Das ist die offene Stelle. Eine Inhaltsstoffliste, eine Anwendungsanleitung oder eine Studie ist bis zum Sendetermin nicht veröffentlicht. Wir schreiben deshalb nicht, was in HyEx steckt. Belegt ist, dass die Löwen genau diese Lücke ansprechen.

Laut t-online fragen Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel nach der Belastbarkeit der Wirkung, nach dem rechtlichen Rahmen für die Vermarktung, nach der angesetzten Bewertung und danach, wie sich ein erklärungsbedürftiges Produkt an Kundinnen vermitteln lasse. Vier Fragen, und jede einzelne davon kann einen Deal kippen. Wer die acht Investorinnen und Investoren dieser Staffel einordnen will, findet sie in unserer Übersicht zur Jury von Staffel 20.

Was kostet HyEx, und wo kann man es kaufen?

Einen Preis nennt HyEx vor der Ausstrahlung nicht, und einen Shop hat die Redaktion am 7. Oktober 2026 nicht gefunden. Die gleichnamige Adresse mit der Endung com führt zu einem Handelsplatz für Wasserstoff und hat mit dem Startup nichts zu tun. Belegt ist dagegen der Preis des bisherigen Wegs: Leonie Steinhauer zahlte für das ärztliche Auflösen ihrer Lippenunterspritzung 250 Euro zusätzlich. An dieser Zahl wird sich HyEx messen lassen müssen. Preis und Bezugsweg ergänzen wir, sobald sie bekannt sind.

Wie wird Hyaluron bisher aufgelöst?

Der eingeführte Weg heißt Hyaluronidase, als Präparat oft Hylase genannt. Das Enzym baut die Hyaluronsäure im Gewebe ab, und es wird gespritzt. Die KÖ-MENS Klinik beschreibt den Ablauf so: Die Hyaluronidase werde gezielt in die betroffene Region injiziert, und die Behandlung gehöre in ärztliche Hände mit geeigneter Notfallausstattung. Als mögliche Folgen nennt die Klinik Rötung, Schwellung, Brennen, Druckgefühl, Blutergüsse und Empfindlichkeit, dazu allergische Reaktionen, die in seltenen Fällen schwer verlaufen können. Auch das Ergebnis sei nicht sicher, es könne unvollständig oder ungleichmäßig ausfallen.

Der Markt dahinter wächst nicht, er schrumpft. Nach der DGÄPC-Statistik 2025, einer Erhebung unter 4.548 Teilnehmenden von Oktober 2024 bis Oktober 2025, liegen Faltenunterspritzungen mit 10,5 Prozent auf Platz drei der häufigsten Behandlungswünsche, hinter Botulinumbehandlungen und Oberlidstraffungen. Bei Patientinnen und Patienten unter 30 Jahren kommen sie nur noch auf 2,7 Prozent. Die Fachgesellschaft führt den Rückgang auf den Wunsch nach natürlicheren Ergebnissen und auf die kritische Berichterstattung über Hyaluronsäurepräparate zurück. Wer Pannen korrigieren will, braucht Pannen. Die Zahl der Eingriffe, aus denen sie entstehen, geht gerade bei den Jungen deutlich zurück.

Einwegspritze und Ampulle mit klarer Lösung in einer Nierenschale aus Edelstahl neben einem Tupfer
Symbolbild, mit KI erzeugt

Unsere Einschätzung: Hat HyEx Potenzial?

Das Problem ist echt und unangenehm, und wer es hat, sucht sofort nach einer Lösung. Ein Mittel für zu Hause hätte gegenüber dem Termin in der Praxis einen klaren Vorteil, nämlich den fehlenden Termin. So weit die Rechnung der Gründerinnen, und sie geht auf, solange das Produkt hält, was der Titel verspricht.

Dagegen stehen drei harte Punkte. Erstens die Belege. Ohne Studie bleibt offen, was HyEx bewirkt, und ein Beauty-Produkt ohne Wirkungsnachweis verkauft sich im Fernsehen leichter als im Regal. Zweitens die Abgrenzung. Ein Kosmetikum darf an der Oberfläche wirken, ein Arzneimittel wirkt im Körper, und wer diese Grenze überschreitet, bekommt es mit dem Arzneimittelrecht zu tun. Drittens die Bewertung. 250.000 Euro für 25,1 Prozent entsprechen einem Unternehmenswert von rund 996.000 Euro, also knapp einer Million für eine Marke ohne sichtbaren Vertrieb.

Unterm Strich ist HyEx der Fall, in dem eine gute Beobachtung auf eine schwere Beweislast trägt. Dass Gegenwind in der Höhle keine Absage ist, zeigt die Deal-Quote der 20. Staffel. Ein Ergebnis nennen wir erst, wenn die Folge auf VOX gelaufen ist.

Wir bleiben dran

Diesen Beitrag ergänzen wir am Sendeabend um das Ergebnis aus der Höhle, um die Reaktionen der Löwen und, sobald es sie gibt, um Preis und Bezugsweg. Die zweite bekannte Idee der Folge haben wir schon vorgestellt: Cropsta kürzt Oberteile ohne Schere. Alle Sendetermine, Startups und das Rudel stehen in unserer Übersicht zu Staffel 20, alle Beiträge der Strecke im Themenbereich Höhle der Löwen. Wie die Vorwoche ausging, steht in den Deal-Highlights der Folge 5.

Häufige Fragen zu HyEx

Was ist HyEx aus der Höhle der Löwen?

HyEx ist ein Kosmetikprodukt von Ines Frey und Leonie Steinhauer aus München. Es soll Hautunregelmäßigkeiten nach einer Behandlung mit Hyaluronsäure zu Hause optisch verbessern. Der Pitch läuft in Folge 6 der 20. Staffel.

Hat HyEx einen Deal bekommen, und mit welchem Löwen?

Das entscheidet sich in der Sendung am Montag, 12. Oktober 2026, um 20:15 Uhr auf VOX. Vorher nennen wir kein Ergebnis. Bekannt ist bisher nur, dass mehrere Löwen die fehlenden Studien zum Produkt kritisch hinterfragen.

Wie viel Geld fordern die Gründerinnen von HyEx?

Ines Frey und Leonie Steinhauer fordern 250.000 Euro und bieten dafür 25,1 Prozent der Firmenanteile. Das entspricht einer Bewertung von rund 996.000 Euro für das ganze Unternehmen.

Wo kann man HyEx kaufen, und was kostet es?

Einen Preis und einen Shop hat HyEx bis zum 7. Oktober 2026 nicht öffentlich genannt. Zum Vergleich: Leonie Steinhauer zahlte für das ärztliche Auflösen ihrer Lippenunterspritzung 250 Euro. Preis und Bezugsweg ergänzen wir, sobald das Startup sie bekannt gibt.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich direkt bei der Produktion, in der Regel über ein Formular mit Angaben zu Produkt, Umsatz und Team. Die aktuellen Wege und Fristen stehen in unserer Anleitung dazu, wie man sich für die nächste Staffel bewirbt.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.