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Drei von sechs Gründungen haben in der fünften Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen am Montagabend ein Geschäft vereinbart. Den größten Scheck holte das Salzburger Haarpflege-Startup Don Quiff: 120.000 Euro von Judith Williams und Frank Thelen, allerdings für 30 statt der angebotenen 20 Prozent. Zenny und PEANUT von Levantto fanden ebenfalls einen Löwen, HEIONTEC, whiffy und POP CHARMS gingen leer aus.

Wer hinter den Startups steckt und was die Produkte kosten, steht in unserem Beitrag zur Folge 5. Die Vorwoche steht in den Deal-Highlights der Folge 4, alle Termine in unserer Übersicht zu Staffel 20.

Die Deals der Folge 5 im Überblick

Startup Forderung Deal Löwe Summe Anteil Quelle
Don Quiff 120.000 Euro für 20 % ja Judith Williams und Frank Thelen 120.000 Euro 30 % Trending Topics, Quotenmeter
Zenny 100.000 Euro für 10 % ja Ralf Dümmel 100.000 Euro 20 % TV Movie, BASIC thinking
PEANUT von Levantto 100.000 Euro für 20 % ja Janna Ensthaler 100.000 Euro 25 % TV Movie, it-boltwise
HEIONTEC 250.000 Euro für 2,5 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil Netzwelt, TV Movie
whiffy 100.000 Euro für 15 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil TV Movie, t-online
POP CHARMS 70.000 Euro für 20 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil TV Movie, t-online

Zusammen forderten die sechs Teams 740.000 Euro, vereinbart wurden 320.000 Euro. Die Lücke erklärt ein einziger Pitch: HEIONTEC wollte allein 250.000 Euro und bekam kein Angebot. Alle Angaben beziehen sich auf das in der Sendung Vereinbarte.

Der größte Deal: zwei Löwen für Don Quiff

Markus Kögl, Robert Tarquini und Klaus Laimer verkaufen mit Don Quiff ein Haarwachs mit Coffein, das stylen und gleichzeitig die Haarwurzel stärken soll. Hinter der Marke steht die The New Men Company aus Salzburg. Gefordert waren 120.000 Euro für 20 Prozent, und vier der fünf Löwen des Rudels wollten einsteigen. Johannes Kliesch verlangte für die Summe 40 Prozent, Ralf Dümmel 25 Prozent. Carsten Maschmeyer stieg aus, weil ihm eine Wirkstudie fehlte.

Den Zuschlag bekam ein Duo mit einem gemeinsamen Angebot über 120.000 Euro für 30 Prozent. „Männer erwarten heute mehr von einem Produkt als nur Styling […] genau diese Lücke schließt Don Quiff“, sagte Judith Williams laut Trending Topics. Frank Thelen sagte: „Qualität vor Preis. Ich halte nichts von diesem Preisdumping.“ Was das Wachs kostet, steht in unserem Porträt zu Don Quiff.

Eine Pinzette haelt ein durchsichtiges Pflaster mit einem winzigen goldenen Kuegelchen vor das Ohr einer Frau

Zenny bekommt 100.000 Euro und gibt den doppelten Anteil ab

Jelena Meyer Vicente aus Bottrop zeigte den Löwen Zenny, ein Set aus Ohrkarten und selbstklebenden Pflastern mit vergoldeten Kügelchen für bestimmte Punkte am Ohr. Sie wollte 100.000 Euro für zehn Prozent. Beim Pitch lag der Umsatz nach Angaben von BASIC thinking erst bei 5.000 Euro, bei 9,99 Euro Verkaufspreis und höchstens 1,50 Euro Herstellkosten.

Ralf Dümmel zahlte die geforderte Summe, nahm dafür aber 20 Prozent, also das Doppelte. Ihre Wunschinvestorin vor der Sendung war Judith Williams gewesen. „Ich muss nicht alle überzeugen, ich muss die oder den Richtigen überzeugen“, beschreibt sie ihre Taktik. Handel war schon vor dem Pitch da: Nach eigener Angabe liegt das Set seit dem Sommer 2026 in mehr als 500 Rossmann-Filialen. Dümmels Kerngeschäft sind Drogerie und Supermarkt. Wie die Pflaster angewendet werden, steht in unserem Porträt zu Zenny.

Nahaufnahme der hellgruenen PEANUT-Tragetasche mit Reissverschluss, darin liegt ein Saeugling seitlich, eine Hand streicht ihm ueber den Kopf

Bei PEANUT von Levantto blieb am Ende eine Löwin übrig

Das Ehepaar Katharina und Caspar Schroth stellte mit PEANUT eine Babytragetasche vor, in der Säuglinge seitlich liegen statt auf dem Rücken. Sie kostet 249 Euro, Stand Oktober 2026. Gefordert waren 100.000 Euro für 20 Prozent, also eine Bewertung von einer halben Million.

Die Absagen kamen der Reihe nach. Frank Thelen sind Babytragen kein Thema, Judith Williams sah Schwächen bei Marke und Marketing. Ralf Dümmel verwies auf die Nutzungsdauer von nur sechs Monaten und die sinkenden Geburtenzahlen. Janna Ensthaler blieb übrig und bot 100.000 Euro für 25 Prozent, fünf Prozentpunkte mehr als gefordert. Das Paar nahm an, berichtet TV Movie. Am Produkt hat sich seit der Aufzeichnung nichts geändert. Warum die Seitenlage überhaupt ein Thema ist, steht in unserem Porträt zu PEANUT von Levantto.

Das überraschendste Nein: HEIONTEC bot nur 2,5 Prozent

Andreas Heine, Anton Ledwon, Frank Schneider und Waldemar Lewtschenko aus Siblin in Schleswig-Holstein haben eine elektrochemische Zelle entwickelt, die Strom aus der Wärme der Umgebung gewinnen soll. Sensoren bräuchten damit keinen Batteriewechsel mehr. Für 250.000 Euro boten sie 2,5 Prozent, also eine Bewertung von zehn Millionen Euro. So wenig Prozent habe in der Sendung „noch nie ein Start-up geboten“, sagte Carsten Maschmeyer.

Gescheitert ist der Auftritt nicht an der Technik, sondern am Vortrag. Frank Thelen fragte „Haltet ihr uns für komplett dumm?“ und urteilte: „Das ist richtig schwach!“ Im selben Atemzug räumte er ein, die Technologie könne „das Potenzial für ein Milliardenunternehmen“ haben. Janna Ensthaler riet, die Idee zu lizenzieren, aber nicht mit ihr. Ein Angebot gab es von keinem der fünf Löwen, berichten Netzwelt und TV Movie. Mehr zur Zelle steht in unserem Porträt zu HEIONTEC.

POP CHARMS gewinnt das Battle und geht trotzdem leer aus

Zwei Startups traten in 90 Sekunden gegeneinander an. Kerstin Raibold aus Frankfurt am Main verkauft mit POP CHARMS Anhänger für die Handyhülle, das Berliner Team von whiffy Duftkapseln fürs Smartphone. Ensthaler und Dümmel stimmten für POP CHARMS, Williams und Maschmeyer für whiffy. Entschieden hat Frank Thelen, und er wählte Raibold. Damit war whiffy ohne eine einzige Verhandlung aus dem Rennen.

Raibold durfte ihr Geschäft ausführlich vorstellen und wollte 70.000 Euro für 20 Prozent. Überzeugt hat sie damit keinen: Dümmel hielt die Anhänger für leicht kopierbar, Maschmeyer zweifelte an den Werbeplänen, Ensthaler fand den Einstieg zu früh, und Judith Williams fehlten Einblicke in Marke und Gründerin. Verkauft wird in beiden Fällen weiter, die Kapseln von whiffy kosten einzeln 2,90 Euro und im Dreierpack 9,90 Euro, Stand Oktober 2026, berichtet TV Movie. Beide Produkte stellen wir im Porträt zu POP CHARMS und im Porträt zu whiffy einzeln vor.

Was aus einem Handschlag in der Höhle wird

Vereinbart heißt vor der Kamera, nicht unterschrieben. Nach der Aufzeichnung prüfen die Investoren genauer, und dabei platzt regelmäßig etwas. Von 505 zugesagten Deals der Staffeln 1 bis 19 wurden 319 realisiert, das sind 63,2 Prozent. Die Zahlen von dhdl.info, Stand 2. März 2026, sind in unserer Auswertung zur Deal-Quote der Staffel 20 aufgeschlüsselt.

Ein realisierter Deal ist im Schnitt 167.764 Euro groß, ein geplatzter 225.466 Euro. Alle drei Abschlüsse dieses Abends liegen bei 120.000 Euro oder darunter, also unter dem Schnitt der geplatzten Zusagen. Wir tragen die Ergebnisse in unserem Überblick zur Höhle der Löwen nach.

Häufige Fragen zu Höhle der Löwen Folge 5

Wer hat in Folge 5 der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Drei von sechs Startups: Don Quiff bekam 120.000 Euro für 30 Prozent von Judith Williams und Frank Thelen, Zenny 100.000 Euro für 20 Prozent von Ralf Dümmel, PEANUT von Levantto 100.000 Euro für 25 Prozent von Janna Ensthaler. HEIONTEC, whiffy und POP CHARMS gingen ohne Investor.

Wie viel Geld bekam Don Quiff in der Höhle der Löwen?

Judith Williams und Frank Thelen sagten Don Quiff gemeinsam 120.000 Euro zu und verlangten dafür 30 Prozent der Anteile. Gefordert hatte das Salzburger Team die gleiche Summe für 20 Prozent.

Was kostet das Zenny-Set, und wo kann man es kaufen?

Ein Set kostet 9,99 Euro im eigenen Onlineshop von Zenny, Stand Oktober 2026. Nach Angaben der Gründerin liegt es seit dem Sommer 2026 zusätzlich in mehr als 500 Rossmann-Filialen.

Warum bekam HEIONTEC keinen Deal?

Das Team verlangte 250.000 Euro für 2,5 Prozent, rechnerisch eine Bewertung von zehn Millionen Euro. Den Löwen war das zu hoch, und Frank Thelen nannte den Vortrag richtig schwach. Ein Angebot gab es von keinem der fünf.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich mit Kurzprofil und Pitch-Video bei der Produktionsfirma, danach folgen Gespräche und eine Vorauswahl. Die Einzelheiten stehen in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.

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Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.