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Zwei von fünf Gründungen haben in der vierten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen am Montagabend ein Geschäft vereinbart. Den größten Scheck holte das Reise-Startup blookery: eine halbe Million Euro von Johannes Kliesch, allerdings für 40 statt der angebotenen zwölf Prozent. Die Sauberkugel aus dem Allgäu durfte zwischen drei Löwen wählen, Artem Oral Care, Loume und SchaumPo gingen leer aus.

Wer hinter den Startups steckt und was die Produkte kosten, steht in unserem Beitrag zur Folge 4. Hier geht es um die Verhandlungen. Die Vorwoche steht in den Deal-Highlights der Folge 3, alle Termine in unserer Übersicht zu Staffel 20.

Die Deals der Folge 4 im Überblick

Startup Forderung Deal Löwe Summe Anteil Quelle
blookery 500.000 Euro für 12 % ja Johannes Kliesch 500.000 Euro 40 % TV Movie, MS Aktuell
Sauberkugel 250.000 Euro für 10 % ja Ralf Dümmel 200.000 Euro 20 % Netzwelt, Abendzeitung
Artem Oral Care 300.000 Euro für 10 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil Abendzeitung, TV Movie
Loume 350.000 Euro für 10 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil Abendzeitung, Netzwelt
SchaumPo 200.000 Euro für 20 % nein kein Löwe kein Betrag kein Anteil Abendzeitung, Netzwelt

Eine Zahl ist umstritten. Netzwelt und die Abendzeitung beziffern das Angebot von Ralf Dümmel auf 200.000 Euro für 20 Prozent, TV Movie dagegen auf 250.000 Euro bei gleichem Anteil. Wir führen die Zahl, die zwei unabhängige Berichte tragen.

Enge Altstadtgasse mit Cafetischen im warmen Abendlicht

Der größte Deal: 500.000 Euro für 40 Prozent an blookery

Kevin Kiesewetter und Jannis Jäger vermitteln mit blookery Kurzreisen, bei denen der Kunde sein Ziel erst kurz vor dem Abflug erfährt. Im vergangenen Jahr setzte die Firma nach eigenen Angaben rund eine Million Euro um. Gefordert waren 500.000 Euro für zwölf Prozent, rechnerisch eine Bewertung von gut vier Millionen.

Der Reihe nach stiegen die Löwen aus. Ralf Dümmel sah eine App nicht als sein Feld, Judith Williams und Carsten Maschmeyer zweifelten am Potenzial, und Frank Thelen sagte: „Die Zeit ist hart für Apps. Mit KI kann jeder sowas nachbauen.“ Übrig blieb Johannes Kliesch, der neu im Rudel der Löwen sitzt: „Ich gebe euch die halbe Million. Aber ich will 40 Prozent Anteile.“

Die Gründer schlugen 33 Prozent vor, Kliesch blieb bei seiner Zahl, und die beiden sagten zu. Aus Summe und Anteil gerechnet fällt die Bewertung damit von rund 4,2 Millionen Euro auf 1,25 Millionen. Kliesch kommentierte: „So schnell habe ich noch nie eine halbe Million ausgegeben.“ Wie die Buchung abläuft, steht in unserem Porträt zu blookery.

Warum die Sauberkugel zu Ralf Dümmel ging

Susanne und Bernd Schmekel kamen mit Zahlen, die in der Höhle selten sind: mehr als 1,5 Millionen verkaufte Sauberkugeln und rund acht Millionen Euro Umsatz in acht Jahren. Hilfe wollten sie trotzdem, weil die Produktion der Nachfrage hinterherhinkt. Dagmar Wöhrl hielt die geforderten 250.000 Euro dafür für zu wenig, Frank Thelen störte sich an der schmalen Mannschaft. Beide stiegen aus.

Drei Löwen blieben. Andreas W. Herb verlangte zunächst 25,1 Prozent und ging später auf 20 Prozent herunter, Judith Williams und Ralf Dümmel boten jeweils 200.000 Euro für 20 Prozent. „Was ihr beide bis heute erreicht habt, dafür habe ich den allergrößten Respekt“, sagte Dümmel. „Euer Produkt ist der absolute Hammer.“

Entschieden hat am Ende der Familienrat. „Unsere Kinder wollen Ralf Dümmel. Und darum entscheiden wir uns für dich“, sagte das Paar. Für ein Produkt zu 8,95 Euro, Stand September 2026, ist der Handelsprofi die naheliegende Wahl: Er bringt Ware in Drogerie und Supermarkt. Wie aus einem Golfball mit Klebeband ein Patent wurde, steht in unserem Porträt zur Sauberkugel.

Offener Schulrucksack auf einer Parkbank mit Staub und Kruemeln im Innenfach

Diana zur Löwen saß zum ersten Mal auf der anderen Seite

Die bekannteste Gründerin des Abends ging ohne Deal nach Hause. Diana zur Löwen, Rebecca Linneweber und Julia von Wolff stellten die Berliner Mundpflegemarke Artem Oral Care vor und wollten 300.000 Euro für zehn Prozent. In den ersten sechs Monaten setzte die Marke nach Angaben der Gründerinnen rund 196.000 Euro um.

Gestolpert ist der Pitch über Preis und Bewertung. Das Zahnpasta-Duo kostet 39,90 Euro, und Ralf Dümmel urteilte: „Das kannst du in der Drogerie vergessen.“ Zur Löwen kündigte an, den Preis unter zehn Euro drücken zu wollen. Dümmel und Frank Thelen stiegen wegen eigener Beteiligungen im Zahnpflegebereich aus, Judith Williams bat um ein neues Angebot, und das Trio bot 20 Prozent für 400.000 Euro. Das reichte nicht: Auch Andreas W. Herb und Janna Ensthaler sagten ab. Warum zwei Gründerinnen einen persönlichen Grund für die Marke haben, steht in unserem Porträt zu Artem Oral Care.

Das überraschendste Nein kam von einem Kunden

Viktor Dik und Markus Schnauer zeigten mit Loume ein Gerät für den Nachttisch, das mit rotem Licht, Klängen und einem an die Decke projizierten Atemring beim Einschlafen hilft. Johannes Kliesch kannte es bereits: „Meine Frau hat das letzte Woche gekauft.“ Ein Löwe als Kunde ist der Idealfall für jeden Pitch.

Es half nichts. Bei 350.000 Euro für zehn Prozent fragte Janna Ensthaler in die Runde, wer die Bewertung zu hoch finde, und alle fünf hoben die Hand. „Das ist ein Kracher-Produkt, aber auch eine Kracher-Bewertung“, sagte sie und stieg als Erste aus. Kliesch rief mitten im Pitch seine Frau an. Sie wollte das Gerät länger ausprobieren, und damit war auch der letzte Löwe raus. Was Loume kostet, steht in unserem Porträt zu Loume.

Das härteste Urteil des Abends traf SchaumPo

Sebastian Wild aus der Steiermark hatte den Löwen eine Schaumparty versprochen. Sein Aufsatz für den Duschschlauch soll aus Wasserdruck dichten Badeschaum machen, ganz ohne Strom. In der Vorführung kam nur wenig Schaum, und aus dem angekündigten Einhorn wurde eine bunte Handbrause.

Frank Thelen sagte den Satz, der die Folge überschrieb: „Das ist eines der schlechtesten Produkte, die ich hier jemals gesehen habe.“ Die übrigen Löwen stiegen ebenfalls aus, verbunden mit dem Rat „Hör auf damit!“. Wild verteidigte seinen Prototypen aus dem 3D-Drucker. Vorbestellen lässt sich das Gerät im eigenen Shop weiterhin, geliefert werden soll spätestens Ende März 2027. Warum ein Prototyp eine andere Wette ist als ein laufendes Geschäft, steht in unserem Porträt zu SchaumPo.

Was aus einem Handschlag in der Höhle wird

Vereinbart heißt vor der Kamera, nicht unterschrieben. Nach der Aufzeichnung prüfen die Investoren genauer, und dabei platzt regelmäßig etwas. Von 505 zugesagten Deals der Staffeln 1 bis 19 wurden 319 realisiert, das sind 63,2 Prozent; 150 Zusagen scheiterten nachweislich. Die Zahlen von dhdl.info, Stand 2. März 2026, sind in unserer Auswertung zur Deal-Quote der Staffel 20 aufgeschlüsselt.

Dabei zählt die Größe. Ein realisierter Deal ist im Schnitt 167.764 Euro groß, ein geplatzter 225.466 Euro. Große Zusagen halten seltener, was den Abschluss von blookery zur spannendsten Wette dieses Abends macht. Wir tragen die Ergebnisse in unserem Überblick zur Höhle der Löwen nach.

Häufige Fragen zu Höhle der Löwen Folge 4

Wer hat in Folge 4 der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Zwei von fünf Startups: blookery vereinbarte 500.000 Euro für 40 Prozent mit Johannes Kliesch, die Sauberkugel 200.000 Euro für 20 Prozent mit Ralf Dümmel. Artem Oral Care, Loume und SchaumPo verließen die Höhle ohne Investor.

Wie viel Geld bekam blookery in der Höhle der Löwen?

Johannes Kliesch sagte blookery 500.000 Euro zu und verlangte dafür 40 Prozent der Anteile. Gefordert hatten Kevin Kiesewetter und Jannis Jäger die gleiche Summe für zwölf Prozent.

Was kostet die Sauberkugel, und wo kann man sie kaufen?

Im eigenen Onlineshop von Sauberkugel kostet eine einzelne Kugel 8,95 Euro, Stand September 2026. Dazu kommen Versandkosten, und über den Handel soll das Produkt mit Ralf Dümmel in weitere Regale kommen.

Warum bekam Artem Oral Care keinen Deal?

Den Löwen war die Bewertung von drei Millionen Euro zu hoch, und der Preis von 39,90 Euro für das Zahnpasta-Duo galt ihnen als zu teuer für den Drogeriemarkt. Ralf Dümmel und Frank Thelen stiegen zudem wegen eigener Beteiligungen im Zahnpflegebereich aus.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich mit Kurzprofil und Pitch-Video bei der Produktionsfirma, danach folgen Gespräche und eine Vorauswahl. Was verlangt wird, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.