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Die Sauberkugel aus Wangen im Allgäu steht am Montag, 28. September 2026, um 20:15 Uhr in Folge 4 der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen auf VOX. Susanne (49) und Bernd Schmekel (51) pitchen dort ein Reinigungsgerät für Handtaschen. Ungewöhnlich ist ihre Ausgangslage: Der Programmtext des Senders nennt acht Millionen Euro Umsatz in acht Jahren und hält fest, dass das Ehepaar es erst nach mehreren Anläufen in die Höhle geschafft hat. Bei RTL+ ist die Folge schon seit dem 21. September abrufbar.

Update vom 29. September 2026, 7:20 Uhr: Die Sauberkugel hat in der Sendung einen Deal vereinbart. Susanne und Bernd Schmekel gaben 20 Prozent an Ralf Dümmel ab und bekommen dafür 200.000 Euro, so berichten es Netzwelt und die Abendzeitung. Gefordert hatten sie 250.000 Euro für zehn Prozent. Alle Ergebnisse des Abends stehen in unserem Folgenbeitrag zur Folge 4, die Verhandlungen im Einzelnen in den Deal-Highlights der Folge 4. Korrektur: Zuvor stand hier 250.000 Euro nach der Darstellung von TV Movie.

Was ist die Sauberkugel?

Die Sauberkugel löst ein Problem, das viele kennen und kaum jemand benennt: den Bodensatz aus Krümeln, Sand und Papierfusseln in der Handtasche. Das Gerät besteht aus zwei Teilen. Innen sitzt eine klebrige Kugel aus dem Kunststoff TPR, außen eine gelochte Schutzhülle. Die Hülle verhindert, dass die Klebeschicht am Inhalt der Tasche haftet, lässt aber Schmutz durch.

Man legt die Kugel einfach in die Tasche und vergisst sie. Bei jeder Bewegung rollt sie durch das Innenfach und sammelt auf, was dort liegt. Ist sie voll, nimmt man die Innenkugel heraus, spült sie ab und legt sie zurück. Die Idee dahinter beschreiben die Gründer auf ihrer Seite mit einem Satz: „Die Klebekugel muss irgendwie hinter Gitter, damit sie nicht mehr direkt haftet.“

Sauberkugel-Gründer Bernd Schmekel hält im Lager eine Palette mit roten Sauberkugeln
Foto: SAUBERKUGEL

Wer steckt hinter der Sauberkugel?

Erfunden hat sie Susanne Schmekel, geborene Odendahl. Nach ihrer eigenen Schilderung auf der Seite zur Entstehungsgeschichte kam ihr der Einfall in der U-Bahn, weil die Krümel in ihrer Handtasche sie störten. Der erste Prototyp war ein Golfball mit doppelseitigem Klebeband. Danach lag das Projekt ein Jahr, bis die endgültige Form mit einem CAD-Designer entstand.

Der Start war Handarbeit. Über 1.000 Stück seien im heimischen Backofen entstanden und am Küchentisch verpackt worden, die äußere Hülle kam aus dem 3D-Drucker. Parallel meldete das Paar Patente an, nach eigener Angabe in Europa, den USA, Japan, Korea, Hongkong und Kanada. Allein das US-Patent habe mehr als drei Jahre gebraucht.

Hinter der Marke steht heute die No Crumbs GmbH, Buchweg 18 in 88239 Wangen im Allgäu. Eingetragen ist sie laut Impressum beim Amtsgericht Ulm unter HRB 742906. Geschäftsführer sind Bernd Schmekel und Susanne Schmekel. Die ersten Prototypen aus Heimarbeit datiert die eigene Pressemappe auf 2018, was zu den acht Jahren im Programmtext passt.

Wie groß ist die Sauberkugel schon?

Die Zahlen sind für ein Produkt dieser Preisklasse bemerkenswert. Nach einem Bericht von StartupValley hat das Paar mehr als 1,5 Millionen Exemplare verkauft und dabei rund acht Millionen Euro Umsatz gemacht. Verkauft wird demnach nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Japan, Taiwan und Korea.

Inzwischen gibt es ein zweites Produkt. Der Saubergeist überträgt das Prinzip auf schwer erreichbare Stellen und holt nach der Beschreibung im Shop Staub und Krümel aus jeder Ecke. Beide Artikel lassen sich einzeln, im Set oder als Duo kaufen.

Bernd und Susanne Schmekel verpacken Sauberkugeln an einem Holztisch
Foto: SAUBERKUGEL

Was kostet die Sauberkugel, und wo kann man sie kaufen?

Verkauft wird vor allem über den eigenen Onlineshop. Stand September 2026 ruft er diese Preise auf:

Produkt Preis
Sauberkugel, einzeln 8,95 Euro
Duft für die Sauberkugel 8,95 Euro
Saubergeist, einzeln 12,95 Euro
Sauberkugel, 2er-Set 14,90 Euro
Sauberkugel Starter-Set mit Duftspray 16,90 Euro
Sauber-Duo aus Sauberkugel und Saubergeist 17,95 Euro
Sauberkugel, 3er-Set 19,95 Euro
Geschenkbox mit drei Sauberkugeln 19,95 Euro
Saubergeist, 2er-Set 19,95 Euro
Saubergeist, 3er-Set 26,95 Euro
Preise im Onlineshop der Sauberkugel, Stand September 2026.

Der Einstiegspreis liegt damit unter zehn Euro. Das ist der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Pitches dieser Staffel: Wer die Sauberkugel am Sendeabend im Fernsehen sieht, kann sie ohne langes Überlegen bestellen.

Wie groß ist der Markt für Haushaltspflege?

Der Rahmen stimmt. Für Schönheits- und Haushaltspflege gaben die Menschen in Deutschland laut dem Jahresbericht 2024/2025 des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel 34,6 Milliarden Euro aus, der Inlandsumsatz stieg um 7,1 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro. Derselbe Bericht hält fest, dass Haushaltspflegeprodukte überwiegend im Drogeriemarkt gekauft werden, der dort auf einen Marktanteil von 35 Prozent kommt.

Genau dort liegt die offene Flanke. Die Sauberkugel ist bislang stark im eigenen Onlinehandel und im Export, im deutschen Drogerieregal ist sie kaum sichtbar. Ein Investor mit Zugang zum stationären Handel wäre also kein Luxus, sondern die naheliegende nächste Stufe.

Unsere Einschätzung: Hat die Sauberkugel Potenzial?

Die Skepsis, die der Programmtext ankündigt, ist berechtigt und trifft doch nicht den Kern. Die Löwen fragen dort, warum ein Unternehmen mit acht Millionen Euro Umsatz überhaupt noch einen Investor braucht. Laut StartupValley fordern die Gründer 250.000 Euro für zehn Prozent der Anteile, was einer Bewertung von 2,5 Millionen Euro entspricht. Gemessen an acht Jahren Verkaufsgeschichte ist das kein überzogener Aufruf.

Die interessantere Frage ist eine andere: Was soll das Geld bewirken? Bei einem Produkt für 8,95 Euro entscheidet die Distribution über alles. Ein Platz an der Kasse einer Drogeriekette wäre mehr wert als jede Kampagne. In dieser Folge sitzen Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler, Frank Thelen, Judith Williams und Dagmar Wöhrl sowie die beiden Neuzugänge Johannes Kliesch und Andreas Herb im Rudel. Wer von ihnen wofür steht, haben wir im Überblick zur Jury der Höhle der Löwen zusammengestellt.

Zwei Risiken bleiben. Erstens ist das Produkt leicht nachzubauen, und die Patente schützen nur dort, wo sie erteilt sind. Zweitens kauft man eine Sauberkugel selten zweimal. Das Geschenkgeschäft und der Saubergeist federn das ab, lösen es aber nicht. Wir halten das Potenzial trotzdem für hoch, weil hier keine Idee pitcht, sondern ein laufendes Geschäft. Wie oft Gespräche in dieser Staffel überhaupt in einem Abschluss enden, zeigt unsere Deal-Quote zu Staffel 20.

Wir bleiben dran

Aus einem Handschlag im Studio wird erst dann ein Vertrag, wenn die Prüfung danach hält. Wir ergänzen dieses Porträt, sobald feststeht, ob der Deal mit Ralf Dümmel zustande kommt und wo die Kugel dann im Regal steht. Alle Ergebnisse des Abends stehen im Folgenbeitrag zur Folge 4.

Häufige Fragen zur Sauberkugel

Wo kann man die Sauberkugel kaufen?

Im eigenen Onlineshop der Marke. Eine einzelne Sauberkugel kostet dort Stand September 2026 8,95 Euro, das Dreierset 19,95 Euro. Nach Angaben der Gründer wird das Produkt auch in den USA, Japan, Taiwan und Korea verkauft.

Wer hat die Sauberkugel erfunden?

Susanne Schmekel, geborene Odendahl, hatte die Idee und entwickelte sie gemeinsam mit ihrem Mann Bernd Schmekel weiter. Beide führen die No Crumbs GmbH in Wangen im Allgäu als Geschäftsführer und stehen gemeinsam vor den Löwen.

Wie funktioniert die Sauberkugel?

Eine klebrige Innenkugel sitzt in einer gelochten Außenschale. Durch die Bewegung der Tasche rollt sie über den Boden des Innenfachs und nimmt Krümel, Sand und Staub auf. Die Innenkugel lässt sich abspülen und wiederverwenden.

Hat die Sauberkugel bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Ja. Susanne und Bernd Schmekel vereinbarten in der Sendung 200.000 Euro für 20 Prozent mit Ralf Dümmel. Sie hatten aus drei Angeboten gewählt. Die Folge lief am 28. September 2026 ab 20:15 Uhr bei VOX und steht bei RTL+ Premium bereit.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Über eine Bewerbung beim Sender, die für jede Staffel neu eingereicht wird. Susanne und Bernd Schmekel brauchten nach dem Programmtext mehrere Anläufe. Worauf es ankommt, haben wir in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel zusammengetragen.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.