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Die vierte Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen läuft am Montag, 28. September 2026, ab 20:15 Uhr bei VOX. Fünf Gründungen pitchen: eine Kugel, die Krümel aus der Handtasche holt, eine Zahnpflegemarke mit einer ehemaligen Gastlöwin als Gründerin, ein Schlafcoach für den Nachttisch, Kurzreisen mit geheimem Ziel und ein Aufsatz, der aus dem Duschschlauch einen Schaumberg macht. Bei RTL+ Premium steht die Folge schon seit dem 21. September bereit, im Fernsehen ist sie heute Abend zum ersten Mal zu sehen. Die Folgenübersicht bei fernsehserien.de nennt als Sendezeit 20:15 bis 23:15 Uhr.

Alle fünf Startups haben wir in den Tagen vor der Sendung einzeln porträtiert, mit Produkt, Gründern, Firma laut Impressum und Preis im eigenen Shop. Hier steht das Wichtigste kompakt nebeneinander. Wie die Pitches ausgegangen sind, steht seit dem Sendeabend weiter unten unter „Die Deals der Folge 4“: Zwei der fünf Gründungen haben in der Sendung ein Geschäft vereinbart, drei gingen leer aus. Alle Preise haben den Stand September 2026. Wie die vergangene Woche ausgegangen ist, steht in unseren Deal-Highlights der Folge 3.

Sauberkugel: Warum braucht eine Firma mit Millionenumsatz noch einen Löwen?

Susanne (49) und Bernd Schmekel (51) aus Wangen im Allgäu haben es nach mehreren Anläufen in die Höhle geschafft. Ihre Sauberkugel ist eine klebrige Innenkugel in einer gelochten Hülle. Man legt sie in die Handtasche, sie rollt bei jeder Bewegung durchs Innenfach und sammelt Krümel, Sand und Staub ein, danach wird sie abgespült. Der Programmtext des Senders spricht von acht Millionen Euro Umsatz in acht Jahren, StartupValley von mehr als 1,5 Millionen verkauften Exemplaren.

Sauberkugel-Gründer Bernd Schmekel hält im Lager eine Palette mit roten Sauberkugeln
Foto: SAUBERKUGEL

Hinter der Marke steht die No Crumbs GmbH in Wangen im Allgäu, eingetragen beim Amtsgericht Ulm unter HRB 742906, Geschäftsführer sind beide Gründer. Im eigenen Shop kostet eine einzelne Kugel 8,95 Euro. Das ist ein Preis, bei dem man am Sendeabend nicht lange überlegt. Laut StartupValley fordert das Paar 250.000 Euro für zehn Prozent. Wie die Kugel entstanden ist, vom Golfball mit Klebeband bis zu den Patenten, steht in unserem Porträt zur Sauberkugel.

Artem Oral Care: Was pitcht Diana zur Löwen diesmal selbst?

Diana zur Löwen (30) kennt die Höhle von der anderen Seite, sie saß dort schon als Gastlöwin. Jetzt kommt sie als Gründerin, zusammen mit Rebecca Linneweber (31) und der Zahnärztin Julia von Wolff (39). Ihre Berliner Marke verkauft Mundpflege, die sich an der Hautpflege orientiert: Zahnpasta mit Nano-Hydroxyapatit, Mundspray, Zahnseide, Zungenschaber, Mouthtapes und eine Schallzahnbürste. Rechtsträger ist laut Impressum die artem oral care GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter HRB 272275 B. Im eigenen Shop reichen die Preise von 4,90 Euro für Zahnseide bis 99,90 Euro für das größte Bündel, die Zahnpasta kostet 17,90 Euro. Gefordert werden nach dem Bericht von StartupValley 300.000 Euro für zehn Prozent. Warum zwei der Gründerinnen einen ganz persönlichen Grund für die Marke haben, steht in unserem Porträt zu Artem Oral Care.

Loume: Wie soll ein Licht an der Decke beim Einschlafen helfen?

Viktor Dik und Markus Schnauer aus Hamburg zeigen ein Gerät für den Nachttisch. Es arbeitet mit rotem Licht und Schlafmeditationen und wirft einen Atemring an die Zimmerdecke, an dem man die eigene Atmung ausrichtet. Morgens simuliert es einen Sonnenaufgang. Die App dazu ist kostenlos und läuft ohne Abo. Das Gerät kostet im Shop des Herstellers 149 Euro, versandkostenfrei. Hinter Loume steht die Loume Tech GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 183276. Laut StartupValley suchen die Gründer 350.000 Euro für zehn Prozent. Dik hat schon einmal eine Firma aufgebaut und verkauft, mehr dazu in unserem Porträt zu Loume.

blookery: Wer bucht eine Reise, ohne das Ziel zu kennen?

Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter stammen aus Münster und Kerpen und führen ihr Unternehmen aus Köln. blookery vermittelt Kurzreisen von zwei bis sechs Tagen, bei denen der Kunde Abflughafen, Zeitraum, Budget und Vorlieben angibt. Die Stadt erfährt er erst kurz vor der Abreise. Nach Angaben des Unternehmens stehen mehr als 180 Ziele in Europa im Programm.

Das blookery-Team steht vor dem Firmenlogo und Städteplakaten im Büro
Foto: blookery

Einen Festpreis gibt es nicht, jedes Angebot entsteht nach den Wünschen des Kunden. Gutscheine gibt es ab 20 Euro. Träger ist die blookery GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Köln unter HRB 92862. Neu ist die Idee nicht, das Unternehmen gibt es seit 2016, und laut StartupValley kam es im vergangenen Jahr auf rund eine Million Euro Umsatz. Gefordert werden laut StartupValley 500.000 Euro für zwölf Prozent. Den Fernsehauftritt kündigt blookery auch in einer eigenen Pressemitteilung an. Wie die Buchung abläuft und was im Preis steckt, steht in unserem Porträt zu blookery.

SchaumPo: Was macht der Aufsatz am Duschschlauch?

Sebastian Wild aus Kapfenberg in der Steiermark hat drei Töchter, und die wollten einen Schaumberg in der Badewanne wie im Film. Daraus ist SchaumPo geworden, ein Aufsatz, der statt der Handbrause an den Duschschlauch kommt. Man füllt flüssiges Schaumbad ein, dreht das Wasser auf, und der Wasserdruck macht den Schaum. Strom, Akku oder Elektronik braucht das Gerät nicht.

Eine Handbrause am Duschschlauch über dem Rand einer leeren Badewanne

Kaufen kann man es noch nicht, nur vorbestellen. Die Founder Edition kostet im eigenen Shop 29,90 Euro mit zehn Nachfüllpacks, später sollen es 59,90 Euro sein, geliefert wird spätestens Ende März 2027. Hinter der Marke steht die WILD Brands GmbH in Kapfenberg, eingetragen beim Landesgericht Leoben unter FN 674201 y. Die Forderung liegt laut StartupValley bei 200.000 Euro für 20 Prozent. Warum ein Prototyp in der Höhle eine ganz andere Wette ist als ein laufendes Geschäft, steht in unserem Porträt zu SchaumPo.

Die Forderungen der Folge 4 im Überblick

Startup Produkt Ort Forderung Bewertung Preis, Stand September 2026
Sauberkugel Krümelfänger für Taschen Wangen im Allgäu 250.000 Euro für 10 % 2,5 Mio. Euro ab 8,95 Euro
Artem Oral Care Zahn- und Mundpflege Berlin 300.000 Euro für 10 % 3 Mio. Euro 4,90 bis 99,90 Euro
Loume Schlafcoach mit Atemring Hamburg 350.000 Euro für 10 % 3,5 Mio. Euro 149 Euro
blookery Kurzreisen mit geheimem Ziel Köln 500.000 Euro für 12 % rund 4,2 Mio. Euro je nach Reise, Gutschein ab 20 Euro
SchaumPo Schaumbadgenerator für die Wanne Kapfenberg, Österreich 200.000 Euro für 20 % 1 Mio. Euro 29,90 Euro, Vorbestellung

Die Forderungen stammen aus der Vorschau von StartupValley, die Bewertungen haben wir aus Forderung und Anteil gerechnet. Sie sagen, was die Gründer für ihre Firma verlangen. Was sie am Ende bekommen, ist eine andere Frage.

Wer sitzt in dieser Folge auf den Löwensesseln?

Durch den Abend führt Amiaz Habtu. Die Besetzungsliste bei fernsehserien.de führt für diese Folge Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Janna Ensthaler, Frank Thelen, Judith Williams, Johannes Kliesch, Andreas Herb und Dagmar Wöhrl. Wer bei welchem Pitch auf den Sesseln sitzt, zeigt die Sendung. Für Diana zur Löwen ist es ein seltener Rollentausch: Sie muss jetzt die Fragen beantworten, die sie früher selbst gestellt hat. Wer zum Rudel gehört und wofür die einzelnen Löwen stehen, steht in unserer Übersicht zur Jury der Höhle der Löwen.

Die Deals der Folge 4

Zwei von fünf Gründungen haben in der Sendung ein Geschäft vereinbart. Ralf Dümmel steigt bei der Sauberkugel ein, Johannes Kliesch bei blookery. Artem Oral Care, Loume und SchaumPo gingen ohne Löwen nach Hause, in allen drei Fällen scheiterte es an der Bewertung. Wie die Verhandlungen im Einzelnen liefen, steht in unseren Deal-Highlights der Folge 4.

Startup Forderung Deal Löwe Summe Anteil Quelle
Sauberkugel 250.000 Euro für 10 % ja Ralf Dümmel 200.000 Euro 20 % Netzwelt, Abendzeitung
blookery 500.000 Euro für 12 % ja Johannes Kliesch 500.000 Euro 40 % Netzwelt, MS Aktuell
Artem Oral Care 300.000 Euro für 10 % nein – – – Netzwelt
Loume 350.000 Euro für 10 % nein – – – Netzwelt, TV Movie
SchaumPo 200.000 Euro für 20 % nein – – – TV Movie

Sauberkugel. Susanne und Bernd Schmekel bekamen drei Angebote. Andreas W. Herb eröffnete mit 250.000 Euro für 25,1 Prozent und ging später auf 20 Prozent herunter, Judith Williams und Ralf Dümmel boten jeweils 200.000 Euro für 20 Prozent. Das Paar beriet sich kurz und entschied sich für Dümmel, der die Kugel in Drogerie und Supermarkt bringen soll. Statt der angebotenen zehn Prozent gaben die beiden am Ende 20 ab. Zur Summe gibt es zwei Darstellungen: Netzwelt und die Abendzeitung nennen 200.000 Euro, TV Movie nennt 250.000 Euro.

blookery. Jannis Jäger und Kevin Kiesewetter kamen mit 500.000 Euro für zwölf Prozent und gingen mit 500.000 Euro für 40 Prozent. Johannes Kliesch nannte diese Zahl und blieb dabei, auch als die Gründer auf 33 Prozent gegenhielten. Es ist der größte Anteil, den in dieser Folge ein Löwe genommen hat, und zugleich die höchste Summe des Abends.

Artem Oral Care. Diana zur Löwen, Rebecca Linneweber und Julia von Wolff forderten 300.000 Euro für zehn Prozent und besserten im Gespräch auf 400.000 Euro für 20 Prozent nach. Frank Thelen und Ralf Dümmel stiegen aus, weil sie selbst an Mundpflegeprodukten arbeiten. Janna Ensthaler und Andreas W. Herb lobten die Marke, hielten die Bewertung aber für zu hoch. Die Berliner gingen ohne Deal.

Loume. Viktor Dik und Markus Schnauer wollten 350.000 Euro für zehn Prozent. Johannes Kliesch besitzt selbst ein Loume-Gerät und rief mitten im Pitch seine Frau an, um ihre Meinung zu hören. Sie wollte es noch etwas länger ausprobieren, und auch Kliesch stieg schließlich aus. Alle fünf Löwen sagten ab, die meisten mit Verweis auf die Bewertung.

SchaumPo. Sebastian Wild bat um 200.000 Euro für 20 Prozent. Frank Thelen und Janna Ensthaler waren früh raus, Judith Williams riet ihm von dem Weg sogar ab, und Ralf Dümmel fand die Bewertung zu hoch. Andreas W. Herb sah Potenzial bei Produkten für Erwachsene, scheiterte aber ebenfalls am Preis. Der Prototyp bleibt vorerst ohne Investor.

Vereinbart heißt hier: in der Sendung per Handschlag. Ob aus einer Zusage ein unterschriebener Vertrag wird, entscheidet sich erst in der Prüfung danach, und in früheren Staffeln ist ein beträchtlicher Teil der Abschlüsse dort noch geplatzt. Wie viele Gespräche in dieser Staffel bisher in einem Deal geendet haben, zeigt unsere Deal-Quote der Staffel 20.

Aktualisiert am 29. September 2026, 7:05 Uhr. Korrektur: Das angenommene Angebot von Ralf Dümmel lag bei 200.000 Euro für 20 Prozent. Zuvor stand hier 250.000 Euro nach der Darstellung von TV Movie.

Mehr zur Höhle der Löwen

Häufige Fragen zu Höhle der Löwen Folge 4

Welche Startups haben in Folge 4 der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Zwei von fünf. Die Sauberkugel vereinbarte 200.000 Euro für 20 Prozent mit Ralf Dümmel, blookery 500.000 Euro für 40 Prozent mit Johannes Kliesch. Artem Oral Care, Loume und SchaumPo verließen die Höhle ohne Investor.

Wie viel hat Ralf Dümmel in die Sauberkugel investiert?

200.000 Euro für 20 Prozent der Anteile, so berichten es Netzwelt und die Abendzeitung. Susanne und Bernd Schmekel hatten 250.000 Euro für zehn Prozent gefordert und wählten Dümmel aus drei Angeboten aus.

Hat Artem Oral Care mit Diana zur Löwen einen Deal bekommen?

Nein. Die Berliner Mundpflegemarke forderte 300.000 Euro für zehn Prozent und bot im Gespräch 400.000 Euro für 20 Prozent an. Kein Löwe stieg ein, mehrere nannten die Bewertung als Grund.

Wann ist Folge 4 der Höhle der Löwen zu sehen?

Im Fernsehen lief sie am Montag, 28. September 2026, ab 20:15 Uhr bei VOX. Bei RTL+ Premium steht sie seit dem 21. September bereit und ist dort weiter abrufbar.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Die Bewerbung läuft über die Produktionsfirma, nicht über den Sender, und sie ist das ganze Jahr über möglich. Gefragt sind ein vorführbares Produkt, ein Team dahinter und Zahlen, die sich belegen lassen. Worauf es im Bewerbungsbogen, im Vorgespräch und beim Casting ankommt, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.