Inhalt dieses Artikels

Am 19. August 2014 zeigte VOX die erste Folge von „Die Höhle der Löwen“, am 26. Oktober 2026 lief das Finale der 20. Staffel. Dazwischen liegen zwölf Jahre, rund 180 Folgen und eine Reihe von Marken, die heute in Drogerien, Supermärkten und auf Millionen Smartphones zu finden sind. Wir haben aus allen 20 Staffeln die 20 Highlights ausgewählt, die die Sendung geprägt haben: die erfolgreichsten Produkte, den größten Deal, berühmte Absagen und die Wechsel in der Jury. Zu jedem Highlight steht, was in der Sendung passierte und was bis heute daraus wurde, jeweils mit Quelle und Stand.

Wir begleiten die Sendung seit der zweiten Staffel. Im Oktober 2015 sprachen wir zwei Tage nach der Ausstrahlung mit Daniel Duarte von koawach, und Little Lunch hatten wir schon im Mai 2014 vorgestellt, mehr als ein Jahr vor dem Auftritt der Brüder in der Höhle. Alle Folgen, Porträts und Deals der aktuellen Staffel stehen in unserem Themenbereich mit allen 20 Staffeln, allen Löwen und allen Deals.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der größte Deal der Sendungsgeschichte: 1,5 Millionen Euro für smartsleep im Jahr 2018, von Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel.
  • Die umsatzstärksten Marken aus der Höhle sind heute waterdrop und yfood mit jeweils rund 150 Millionen Euro Jahresumsatz.
  • Die größte Reichweite hat Too Good To Go mit weltweit über 100 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern, obwohl der Deal in der Sendung nicht zustande kam.
  • Ankerkraut ist die bekannteste Erfolgsgeschichte: 2016 Deal mit Frank Thelen, 2022 Mehrheit an Nestlé, im April 2026 kauften die Gründer ihre Firma zurück.
  • Von den fünf heute größten Marken aus der Sendung hatten nur zwei einen Deal, der ohne Abstriche umgesetzt wurde.

Die 20 Highlights auf einen Blick

Nr. Staffel und Jahr Startup oder Moment In der Sendung Was daraus wurde
1 1, 2014 Mexican Tears kein Deal in der allerersten Folge Manufaktur in Bremen, 2026 Wiedersehen im Finale
2 1, 2014 Pfandring kein Deal Ringe an Mülleimern in vielen Städten
3 1, 2014 Freche Freunde kein Deal bei 15 Mio. Euro Bewertung Kindersnacks im Drogerie- und Lebensmittelhandel
4 1, 2014 Foodist Angebot ausgeschlagen 2016 an Ströer verkauft
5 2, 2015 Little Lunch Deal mit drei Löwen 2020 Übernahme durch Allos angekündigt
6 2, 2015 koawach Deal nach Wechselbad, später nicht umgesetzt über 10.000 Bestellungen in zwei Tagen
7 3, 2016 Ankerkraut 300.000 Euro von Frank Thelen Nestlé 2022, Rückkauf durch die Gründer 2026
8 3, 2016 Lizza Deal mit Maschmeyer und Thelen erster großer Exit 2020
9 3, 2016 Dümmel, Maschmeyer, Quotenrekord zwei neue Löwen 3,32 Mio. Zuschauer, Dümmel mit den meisten Deals
10 4, 2017 3Bears Deal mit Williams und Thelen rund 15 Mio. Euro Umsatz
11 4, 2017 happybrush 500.000 Euro, später nicht umgesetzt Umsatz im achtstelligen Bereich
12 4, 2017 Too Good To Go erster Millionen-Deal, alle fünf Löwen über 100 Mio. Nutzer weltweit
13 5, 2018 smartsleep 1,5 Mio. Euro, größter Deal im Drogerie- und Supermarkthandel
14 5, 2018 Finanzguru 1 Mio. Euro von Carsten Maschmeyer über 1,5 Mio. Nutzer, profitabel
15 5, 2018 waterdrop 1 Mio. Euro, umgesetzt zur Hälfte rund 150 Mio. Euro Umsatz
16 5, 2018 yfood 200.000 Euro von Frank Thelen Nestlé übernimmt komplett
17 7 bis 18, 2020 bis 2025 Frank Thelen geht und kommt zurück Abschied 2020 seit Staffel 18 wieder fest in der Jury
18 9, 2021 Pinky Gloves Deal mit Ralf Dümmel nach einer Woche vom Markt genommen
19 16, 2024 Jubiläumsstaffel zum zehnten Geburtstag 150. Folge, alte Löwen als Gäste Auftakt für das neue Rudel
20 20, 2026 Jubiläumsstaffel 20 erstmals acht Löwen Wiedersehen mit Folge 1 im Finale

Staffel 1 und 2 (2014 und 2015): Pioniere, die ihren Weg auch ohne Löwen fanden

In der ersten Staffel saßen Lencke Steiner, heute Wischhusen, Judith Williams, Vural Öger, Jochen Schweizer und Frank Thelen in der Jury. Viele Gründerinnen und Gründer gingen damals ohne Deal nach Hause, und einige von ihnen stehen heute besser da als manche, die einen Handschlag bekamen.

1. Mexican Tears: die allererste Folge und ein Wiedersehen nach zwölf Jahren

David Weyhe aus Bremen pitchte in der allerersten Folge am 19. August 2014 seine scharfen Saucen und forderte 55.000 Euro für 15 Prozent. Es gab keinen Deal, laut der Episodenliste der ersten Staffel. Weyhe baute seine Manufaktur aus eigener Kraft weiter auf und führt sie heute gemeinsam mit Thomas Abeln. Im Finale der 20. Staffel stand Mexican Tears noch einmal vor den Löwen, diesmal ohne Forderung, und Andreas W. Herb verabschiedete ihn mit einem „Ruf mich an!“. Die ganze Geschichte steht in unserem Porträt Mexican Tears nach zwölf Jahren.

2. Pfandring: die Idee, die heute an Mülleimern hängt

Produktdesigner Paul Ketz aus Köln stellte in Folge 3 einen Metallring vor, der an öffentlichen Mülleimern hängt und Pfandflaschen aufnimmt, damit niemand im Müll wühlen muss. Er wollte 50.000 Euro für 20 Prozent, die Löwen stiegen nicht ein. Seitdem wurden Pfandringe unter anderem in Köln, am Bremer Hauptbahnhof und in Hattingen montiert, Innsbruck hat sie getestet, wie das österreichische Magazin profil berichtet. Ketz vertreibt die Ringe über seinen eigenen Shop.

Pfandring aus Metall an einem Mülleimer am Bremer Hauptbahnhof
Ein Pfandring am Bremer Hauptbahnhof, aufgenommen 2017. Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

3. Freche Freunde: 15 Millionen Euro Bewertung schon 2014

Natascha und Alexander Neumann forderten für ihre Kindersnacks aus Obst und Gemüse 750.000 Euro für 5 Prozent, also eine Bewertung von 15 Millionen Euro, wie deutsche-startups.de damals festhielt. Einen Deal gab es nicht. Die Marke wuchs trotzdem: Die Partnerschaft mit dm läuft seit rund zehn Jahren, wie die Gründer dem Wirtschaftsforum erzählten, und laut Lebensmittel Zeitung geht die erdbär GmbH inzwischen auch in den Discount.

Quetschbeutel von Freche Freunde mit Apfel, Wassermelone und Banane auf einem blauen Teller
Quetschbeutel von Freche Freunde, aufgenommen 2021. Foto: Superbass, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

4. Foodist: ein ausgeschlagenes Angebot und unser erster Beitrag zur Höhle

Die Feinkost-Abobox aus Hamburg wollte in Folge 9 der ersten Staffel 125.000 Euro für 5 Prozent. Frank Thelen und Lencke Steiner boten Geld, die Gründer schlugen aus, weil ihnen die Bewertung zu niedrig war, so t3n. Im Januar 2015 sprachen wir mit Foodist-Gründer Alexander Djordjevic, damals ging es um 15.000 bis 25.000 Abonnenten. 2016 übernahm Ströer das Unternehmen, 2019 ging es an Metacrew weiter, wie OMR zusammenfasst.

5. Little Lunch: der erste große Food-Erfolg mit Deal

Die Brüder Denis und Daniel Gibisch kamen mit Bio-Suppen und forderten 60.000 Euro für 8 Prozent. Vural Öger, Frank Thelen und Judith Williams investierten gemeinsam 100.000 Euro für 30 Prozent, nach der Sendung legten die Löwen laut deutsche-startups.de noch einmal nach. Im Oktober 2020 kündigte die Allos Hof-Manufaktur aus der Wessanen-Gruppe an, alle Anteile zu übernehmen, berichtete die Lebensmittel Praxis. Wir hatten Little Lunch schon 2014 vorgestellt.

6. koawach: das Wechselbad, das wir aus Köln miterlebt haben

Kakao mit Guaraná aus Berlin, Forderung 120.000 Euro für 10 Prozent: Jochen Schweizer stieg früh aus, Judith Williams, Vural Öger und Frank Thelen boten gemeinsam, zogen nach einem Gegenangebot aber zurück. Dann kam Schweizer zurück und machte den Deal, 120.000 Euro für 15 Prozent, der später nicht umgesetzt wurde. Zwei Tage nach der Sendung erzählte uns Mitgründer Daniel Duarte, was der Auftritt auslöste: mehr als 100.000 Seitenaufrufe in zwei Stunden und über 10.000 Bestellungen in knapp zwei Tagen, vorbereitet waren 1.500. Nachzulesen in unserem Interview mit Daniel Duarte und in koawach ein Jahr danach. Die koakult GmbH aus Berlin führt Duarte bis heute.

Staffel 3 (2016): Ankerkraut, zwei neue Löwen und ein Quotenrekord

7. Ankerkraut: die Erfolgsgeschichte, an der alle gemessen werden

Anne und Stefan Lemcke aus Hamburg wollten für ihre Gewürzmischungen 300.000 Euro für 10 Prozent, Frank Thelen gab die Summe für 20 Prozent, und der Deal wurde umgesetzt. 2022 übernahm Nestlé die Mehrheit, damals mit über 230 Beschäftigten und einem Umsatz im mittleren zweistelligen Millionenbereich, so Horizont. Im April 2026 kauften die Lemckes ihre Firma von Nestlé zurück, berichteten Lebensmittel Praxis und LTO. Dazu kommt ein Rollentausch: 2021 saßen die beiden als erste ehemalige Teilnehmer selbst als Gastlöwen in der Jury.

8. Lizza: der erste große Exit

Der Low-Carb-Pizzateig aus Leinsamen bekam in Folge 6 einen Deal mit Carsten Maschmeyer und Frank Thelen. Im Januar 2020 übernahm das Hamburger Familienunternehmen Cremer die Mehrheit, deutsche-startups.de sprach vom ersten offiziellen Exit der Sendung. 2023 meldete Lizza Insolvenz an, nachdem der damalige Eigentümer seine Unterstützung beendet hatte, so die Lebensmittel Zeitung. Die Geschichte zeigt, dass ein Verkauf ein Meilenstein ist und kein Ziel.

9. Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer kommen, die Quote springt

Mit der dritten Staffel kamen Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer ins Rudel, Vural Öger und Lencke Steiner gingen. Am 18. Oktober 2016 sahen 3,32 Millionen Menschen zu, bis dahin der Bestwert der Sendung, so Horizont. Dümmel wurde zum Löwen mit den meisten Deals: 214 Zusagen in den Staffeln 1 bis 19 zählt unsere Auswertung der Staffel 20 mit allen Zahlen. Damals schrieben wir über den neuen Löwen Ralf Dümmel und den Quotenrekord zum Start der dritten Staffel.

Staffel 4 (2017): der erste Millionen-Deal und zwei Marken für Bad und Frühstück

10. 3Bears: ein Deal, der hält

Caroline Steingruber, heute Nichols, und Tim Nichols wollten mit ihrem Porridge aus München 15 Prozent abgeben und nahmen dann das Doppelangebot von Judith Williams und Frank Thelen an: 150.000 Euro für 30 Prozent, so Munich Startup. Beide Löwen sind bis heute beteiligt, und das Unternehmen nennt rund 15 Millionen Euro Jahresumsatz, wie OMR im Juli 2025 berichtete.

11. happybrush: nicht umgesetzt und trotzdem groß

Für die Schallzahnbürste aus München boten Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer zusammen 500.000 Euro für 20 Prozent. Nach der Sendung kam der Deal nicht zustande, andere Investoren stiegen ein. Schon bis Mai 2018 hatte happybrush 750.000 Produkte verkauft, berichtete deutsche-startups.de, und BASIC thinking verortet den Umsatz im achtstelligen Bereich.

12. Too Good To Go: alle fünf Löwen, eine Million Euro

Die App gegen Lebensmittelverschwendung forderte eine Million Euro für 5 Prozent. Alle fünf Löwen boten je 200.000 Euro, zusammen eine Million Euro für knapp 9 Prozent: der erste Millionen-Deal der Sendung. Er wurde nicht umgesetzt, weil das Unternehmen nach eigener Darstellung so schnell wuchs, dass die Bedingungen für beide Seiten nicht mehr passten, so deutsche-startups.de und TECHBOOK. Heute zählt Too Good To Go weltweit über 100 Millionen registrierte Nutzerinnen und Nutzer in 19 Ländern, allein in Deutschland mehr als 15 Millionen und rund 26.000 Partnerbetriebe, laut der Pressemitteilung vom 23. April 2025.

Staffel 5 (2018): das Rekordjahr mit vier späteren Millionenfirmen

13. smartsleep: der größte Deal der Sendungsgeschichte

Schlafforscher Markus Dworak wollte 250.000 Euro für 10 Prozent. Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel boten 1,5 Millionen Euro für 33,3 Prozent, davon 500.000 Euro in bar und den Rest als Werbeleistung, so Trending Topics und apotheke adhoc. Der Deal wurde umgesetzt und ist bis heute der größte der Sendung. smartsleep kam danach in die Regale von Drogerie- und Supermarktketten.

14. Finanzguru: eine Million Euro von einem einzigen Löwen

Die Brüder Benjamin und Alexander Michel aus Frankfurt forderten eine Million Euro für 10 Prozent ihrer Finanz-App. Carsten Maschmeyer investierte die volle Million allein, für 15 Prozent, und der Deal kam nach der Sendung zustande, wie TV Movie berichtete. 2023 hatte Finanzguru über 1,5 Millionen registrierte Nutzer, war seit 2022 profitabel und schloss eine Finanzierungsrunde über 13 Millionen Euro ab, so tech.eu.

15. waterdrop: eine halbe Million und rund 150 Millionen Euro Umsatz

Die Getränkewürfel aus Wien sollten eine Million Euro für 10 Prozent bringen. Ralf Dümmel und Dagmar Wöhrl boten je 500.000 Euro, umgesetzt wurde nach der Sendung die Hälfte von Wöhrl, so Trending Topics. Heute macht waterdrop rund 150 Millionen Euro Jahresumsatz, war 2025 erstmals profitabel und holte im Mai 2026 über 100 Millionen Euro bei einer Finanzierungsrunde, berichtet startbase.

Ladengeschäft von waterdrop im Einkaufszentrum CNIT in Paris-La Défense
Ein Laden von waterdrop in Paris-La Défense, aufgenommen 2024. Foto: Dave Cruijssen // Waterdrop Microdrink GmbH, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

16. yfood: vom TV-Deal zur Übernahme durch Nestlé

Noel Bollmann und Benjamin Kremer aus München bekamen für ihre Trinkmahlzeit 200.000 Euro von Frank Thelen, für 20 Prozent. Nestlé ist seit 2023 mit 49 Prozent beteiligt und übernimmt die übrigen Anteile, angekündigt im Juni 2026, bei rund 150 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025, so Munich Startup und LTO.

Staffel 7 bis 16 (2020 bis 2024): ein Abschied, ein Shitstorm und zehn Jahre Höhle

17. Frank Thelen geht und kommt zurück

Frank Thelen saß seit der ersten Folge in der Jury und investierte unter anderem in Ankerkraut, yfood, Lizza, 3Bears und Little Lunch. Seine letzte reguläre Folge lief im April 2020, wie Quotenmeter berichtete. 2024 kam er als Gastlöwe zurück, seit der 18. Staffel sitzt er wieder fest im Rudel, laut Filmstarts fühlte sich das für ihn an wie nach Hause kommen. Mehr über seinen Blick auf Startups steht in unserem Interview mit Frank Thelen.

18. Pinky Gloves: der größte Shitstorm der Sendung

Zwei Gründer stellten 2021 rosa Handschuhe zum Entsorgen von Tampons vor, Ralf Dümmel investierte 30.000 Euro für 20 Prozent. Nach der Ausstrahlung gab es heftige Kritik an Stigmatisierung und Müll, Dümmel entschuldigte sich öffentlich, wie t-online berichtete, und eine Woche später nahmen die Gründer das Produkt gemeinsam mit ihm vom Markt, so startbase. Die Lehre für Gründer: Wer ein Thema anfasst, das vor allem andere betrifft, holt die Betroffenen früh ins Team oder in den Test.

19. Zehn Jahre Höhle: die Jubiläumsstaffel 2024

In der 16. Staffel feierte die Sendung ihr zehnjähriges Bestehen. Judith Williams kehrte nach zwei Staffeln Pause zurück, Frank Thelen und Jochen Schweizer saßen als Gastlöwen in der Jury, und im Finale lief die 150. Folge, so die Übersicht zur 16. Staffel. Was Gründer aus diesen Jahren mitnehmen können, steht in unserem Rückblick auf die Staffeln 9 bis 19.

Staffel 20 (2026): acht Löwen und ein Wiedersehen mit der allerersten Folge

20. Die Jubiläumsstaffel 20

Zum ersten Mal saßen acht feste Löwen in der Jury: Dagmar Wöhrl, Janna Ensthaler, Judith Williams, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer und Frank Thelen, neu dazu Johannes Kliesch von SNOCKS und Andreas W. Herb von der MBG Group, so die Pressemitteilung von VOX. Bis zur siebten Folge zählten wir 39 Pitches und 20 Deals, alle Zahlen stehen in unserer Statistik zur Staffel 20. Im Finale der Staffel 20 schloss sich der Kreis mit Mexican Tears aus Folge 1. Die schönsten Momente der Staffel erzählen wir in den Highlights der Jubiläumsstaffel 20, die Löwen stellen wir in unserer Übersicht zur Jury 2026 vor.

Zwei Wraps mit Gemüse auf einem Holzbrett, daneben eine Flasche Green Pepper Sauce von Mexican Tears
Green Pepper Sauce von Mexican Tears, der Marke aus der allerersten Folge. Foto: Mexican Tears.

Was die erfolgreichsten Produkte gemeinsam haben

Unter den 20 Highlights stecken 16 Produktgeschichten. Neun davon hatten einen Deal, der umgesetzt wurde, bei waterdrop zur Hälfte. Bei dreien kam der Deal nach der Sendung nicht zustande, vier gingen ganz ohne Deal nach Hause. Bemerkenswert ist der Blick auf die fünf Marken, die heute am größten sind: waterdrop, yfood, Too Good To Go, Ankerkraut und Freche Freunde. Nur yfood und Ankerkraut hatten einen Deal ohne Abstriche, waterdrop bekam die Hälfte, bei Too Good To Go wurde der Deal nicht umgesetzt, und Freche Freunde wuchs ganz ohne Löwen.

Daraus folgen drei Dinge für Gründerinnen und Gründer. Erstens: Der Auftritt selbst ist Gold wert, wenn Shop, Lager und Kundenservice bereit sind; koawach bekam in zwei Tagen mehr Bestellungen, als es vorbereitet hatte. Zweitens: Die großen Erfolge sind fast alle Marken für den Handel, vom Gewürzregal bis zur Drogerie, wo ein bekannter Löwe Türen öffnen kann. Drittens: Ein Deal ist ein Anfang, kein Ziel, wie Lizza nach dem Exit und Ankerkraut mit dem Rückkauf zeigen. Wer sich selbst bewerben möchte, findet alles in unserem Leitfaden so bewerben sich Gründer für die nächste Staffel.

Rekorde in Zahlen

Rekord Wer Wann Zahl
größter Deal smartsleep, Maschmeyer und Dümmel Staffel 5, 2018 1,5 Mio. Euro für 33,3 Prozent
erster Millionen-Deal Too Good To Go, alle fünf Löwen Staffel 4, 2017 1 Mio. Euro für knapp 9 Prozent
höchste geforderte Bewertung der Staffeln 1 bis 16 Denttabs Staffel 1, 2014 1 Mio. Euro für 4 Prozent, also 25 Mio. Euro
Quotenrekord Folge vom 18. Oktober 2016 Staffel 3 3,32 Mio. Zuschauer
meiste Deals Ralf Dümmel Staffeln 1 bis 19 214 Zusagen
allererster Deal Crispy Wallet, Lencke Steiner und Frank Thelen Staffel 1, Folge 1, 2014 100.000 Euro für 40 Prozent

Quellen der Tabelle: die Bewertungen der Staffeln 1 bis 16 nach unserer Auszählung der Episodenlisten, darunter die der ersten Staffel und der fünften Staffel, die Berichte zu den einzelnen Highlights oben und unsere Auswertung der Staffel 20.

Zum Weiterlesen

Häufige Fragen zur Höhle der Löwen

Was ist das erfolgreichste Produkt aus der Höhle der Löwen?

Nach Umsatz liegen waterdrop mit rund 150 Millionen Euro Jahresumsatz (Stand Mai 2026) und yfood mit rund 150 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 vorn, nach Reichweite Too Good To Go mit über 100 Millionen registrierten Nutzerinnen und Nutzern weltweit (Stand April 2025). Die bekannteste Erfolgsgeschichte bleibt Ankerkraut aus der dritten Staffel.

Was war der größte Deal in der Geschichte der Höhle der Löwen?

smartsleep in der fünften Staffel am 18. September 2018: Carsten Maschmeyer und Ralf Dümmel investierten 1,5 Millionen Euro für 33,3 Prozent, davon 500.000 Euro in bar und den Rest als Werbeleistung. Der erste Millionen-Deal ging 2017 an Too Good To Go, wurde aber nach der Sendung nicht umgesetzt.

Welche Startups wurden ohne Deal erfolgreich?

Freche Freunde und Foodist aus der ersten Staffel und Reishunger aus der dritten. Too Good To Go und happybrush wuchsen, nachdem ihr Deal nicht umgesetzt wurde. Mexican Tears aus der allerersten Folge stand zwölf Jahre später im Finale der Staffel 20 wieder vor den Löwen.

Wer saß in der ersten Staffel der Höhle der Löwen in der Jury?

Lencke Steiner, heute Wischhusen, Judith Williams, Vural Öger, Jochen Schweizer und Frank Thelen. Die erste Folge lief am 19. August 2014 auf VOX. Judith Williams und Frank Thelen sitzen auch in der Jury der Staffel 20.

Was wurde aus Ankerkraut?

Frank Thelen stieg 2016 mit 300.000 Euro für 20 Prozent ein, 2022 übernahm Nestlé die Mehrheit. Im April 2026 kauften Anne und Stefan Lemcke die Anteile von Nestlé zurück und führen die Marke wieder selbst.

Wie viele Deals aus der Höhle der Löwen platzen?

Je nach Erhebung und Zeitraum wird etwa jeder vierte bis jeder dritte Deal nach der Sendung nicht umgesetzt. Alle Zahlen zur aktuellen Staffel, auch zu den geplatzten Deals, stehen in unserer Auswertung Höhle der Löwen Staffel 20 in Zahlen.

Beitragsbild: Der Laden von Ankerkraut in der Oranienburger Straße in Berlin, Foto: Singlespeedfahrer, CC0, über Wikimedia Commons.

Newsletter abonnieren

Vorheriger ArtikelEinkommensteuer-Vorauszahlung: Womit Gründer im zweiten Jahr rechnen müssen
Nächster ArtikelBWA lesen und verstehen 2026: Welche Zahlen Gründer wirklich steuern sollten
Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.