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Im Staffelfinale von „Die Höhle der Löwen“ am Montag, 26. Oktober 2026, gibt es ein Wiedersehen mit einem Gründer aus der allerersten Sendung: David Weyhe aus Bremen kommt mit seinen scharfen Saucen von Mexican Tears zurück. Zwölf Jahre nach seinem Auftritt in der Premiere am 19. August 2014 stellt er sich den Löwen noch einmal vor. VOX zeigt die achte Folge um 20:15 Uhr, bei RTL+ steht sie seit dem 19. Oktober.

Seine Geschichte ist eine der bekanntesten der Sendung, weil sie ohne Deal funktioniert hat. Weyhe lehnte 2014 ein Angebot ab und baute seine Manufaktur aus eigener Kraft weiter auf.

Was ist Mexican Tears?

Mexican Tears ist eine Saucen-Manufaktur aus Bremen. Im Sortiment stehen scharfe Chilisaucen von mild bis extrem scharf, dazu BBQ-Saucen, Chiliöle, Gewürzmischungen und Geschenkboxen. Laut Website des Unternehmens sind es heute mehr als 50 Produkte. Die Saucen entstehen in Handarbeit, unter anderem mit luftgetrockneten Habaneros, geräucherten Chipotles, Jalapeños, Honigessig und Fleur de Sel. Der Hersteller verzichtet nach eigenen Angaben auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe, das Kernsortiment ist vegan.

Am oberen Ende der Skala steht die Carolina Reaper Sauce. Die Carolina Reaper gilt als eine der schärfsten Chilisorten der Welt, Mexican Tears gibt für die Schote mehr als 1,5 Millionen Scoville an. Wer es milder mag, greift zur Green Pepper Sauce mit grünen Jalapeños.

Zwei Wraps mit Gemüse auf einem Holzbrett, daneben eine Flasche Green Pepper Sauce von Mexican Tears
Foto: Mexican Tears

Wer steckt hinter Mexican Tears?

Gegründet hat die Marke David Weyhe, als Ein-Mann-Projekt in einer Bremer Küche Anfang der 2010er-Jahre. Antrieb war nach seiner Schilderung der Frust über Supermarktsaucen, die mehr nach Essig und Zucker schmecken als nach Chili. 2013 kam Thomas Abeln dazu, zunächst als Praktikant, später als Mitinhaber. Im Impressum firmiert das Unternehmen als David Weyhe und Thomas Abeln GbR mit Sitz Zum Panrepel 7–9 in Bremen.

Produziert wird bis heute in Bremen. Verkauft wird vor allem über den eigenen Onlineshop, dazu über ausgewählte Feinkostgeschäfte und ein Angebot für Gastronomie und Großhandel. 2020 kam eine Kooperation mit Tefal hinzu, und mit dem Chili-Sauce-Mixer können Kundinnen und Kunden eine eigene Sauce aus acht Chilisorten mit eigenem Etikett zusammenstellen. Bei Trusted Shops steht der Shop bei 4,8 von 5 Sternen.

Der Auftritt 2014: Warum es keinen Deal gab

Mexican Tears war eines von sieben Startups in der ersten Folge der ersten Staffel. Moderiert wurde die Sendung damals von Ermias Habtu, in den Sesseln saßen Lencke Wischhusen (heute Steiner), Judith Williams, Vural Öger, Jochen Schweizer und Frank Thelen, so die Episodenliste der Staffel 1.

Im Gedächtnis blieb vor allem die Verkostung. Vural Öger probierte die schärfste Sorte und sagte laut Mitschrift bei Startup-Humor: „Ich habe noch nie im Leben eine so scharfe Soße gegessen.“

Geschäftlich lagen die Vorstellungen weit auseinander. Weyhe wollte 55.000 Euro für 15 Prozent, das entspricht einer Bewertung von rund 367.000 Euro. Jochen Schweizer und Lencke Wischhusen boten gemeinsam dieselbe Summe, verlangten dafür aber 26 Prozent, eine Bewertung von rund 212.000 Euro. Dazu sollte das Geld mit einem Euro je verkaufter Flasche zurückfließen. Weyhe lehnte ab. In der Pressemappe begründet das Unternehmen den Schritt damit, die Rezepturen und die Kontrolle über die Marke behalten zu wollen.

Eckdaten 2014 Forderung von David Weyhe Angebot Schweizer und Wischhusen
Summe 55.000 Euro 55.000 Euro
Anteil 15 Prozent 26 Prozent
daraus folgende Bewertung rund 367.000 Euro rund 212.000 Euro
zusätzlich nichts Rückzahlung 1 Euro je verkaufter Flasche

Was Gründer aus der Entscheidung lernen können

Das Angebot von 2014 zeigt eine Konstruktion, die in der Sendung immer wieder vorkommt: Beteiligung plus Rückzahlung. Wer sie annimmt, gibt einen höheren Anteil ab und zahlt das Kapital über den Umsatz trotzdem zurück. Das Investment wirkt damit wie ein Darlehen mit dauerhafter Beteiligung obendrauf. Für eine kleine Manufaktur mit Handarbeit ist ein Euro pro Flasche ein spürbarer Teil der Marge.

Weyhes Weg ging deshalb über langsames, eigenes Wachstum: mehr Sorten, eigener Shop, Gastronomie, Kooperationen. Dass das trägt, zeigt die schlichte Tatsache, dass die Marke zwölf Jahre später noch da ist und erneut in die Sendung eingeladen wurde. Wie oft aus einem Handschlag im Studio später tatsächlich ein Vertrag wird, haben wir für die laufende Staffel in unserer Auswertung der Deal-Quote nachgerechnet, und was aus den Startups nach der Ausstrahlung wird, steht in unserem Beitrag Höhle der Löwen: was nach der Show passiert.

Wer sonst im Staffelfinale dabei ist

Neben dem Wiedersehen mit Mexican Tears pitchen im Finale fünf neue Startups. Welche Löwen in dieser Staffel entscheiden, steht in unserer Übersicht zur Jury.

Startup Gründerinnen und Gründer Forderung Für Anteil
meinhaus.digital Leonie Dowling und Carolin Krebber 425.000 Euro 5 Prozent
nüchtern Isabella Steiner 300.000 Euro 12 Prozent
allpacka One Jonathan Vincentz und Lukas Ludwig 250.000 Euro 10 Prozent
LifeSaveAir Nabil, Aiman und Jusef Chehade 100.000 Euro 10 Prozent
Kippo Patrick Waligorski 50.000 Euro 30 Prozent

Alle Sendetermine der Jubiläumsstaffel stehen in unserer Übersicht zu Staffel 20, alle Folgen und Porträts im Themenbereich Höhle der Löwen.

Wir bleiben dran

Was beim Wiedersehen im Studio passiert, zeigt VOX am Montagabend. Wir ergänzen diesen Beitrag nach der Ausstrahlung und fragen bei David Weyhe nach, wie er auf die zwölf Jahre seit der ersten Folge zurückblickt.

Häufige Fragen zu Mexican Tears

Was ist Mexican Tears aus der Höhle der Löwen?

Mexican Tears ist eine Manufaktur für scharfe Chilisaucen, BBQ-Saucen, Chiliöle und Gewürze aus Bremen. Die Saucen werden von Hand hergestellt, von mild bis zur Carolina Reaper Sauce. Das Unternehmen war 2014 in der ersten Folge der Höhle der Löwen zu sehen.

Wer hat Mexican Tears gegründet?

Gründer ist David Weyhe aus Bremen. Das Unternehmen führt er heute gemeinsam mit Thomas Abeln, der 2013 dazukam, als David Weyhe und Thomas Abeln GbR.

Hat Mexican Tears bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

2014 nicht. David Weyhe forderte 55.000 Euro für 15 Prozent, Jochen Schweizer und Lencke Wischhusen boten 55.000 Euro für 26 Prozent und eine Rückzahlung von einem Euro je Flasche. Weyhe lehnte ab. Im Staffelfinale am 26. Oktober 2026 kehrt er für ein Wiedersehen zurück, das Ergebnis tragen wir nach der Ausstrahlung hier ein.

Wo kann man Mexican Tears kaufen?

Vor allem im Onlineshop des Herstellers, mit Lieferung nach Deutschland und in die Schweiz, sowie in ausgewählten Feinkostgeschäften. Für Gastronomie und Handel gibt es ein eigenes Großhandelsangebot.

Wie scharf ist die schärfste Sauce von Mexican Tears?

Die schärfste Sorte ist die Carolina Reaper Sauce. Für die Chili selbst nennt der Hersteller mehr als 1,5 Millionen Scoville. Die fertige Sauce ist durch die übrigen Zutaten milder als die reine Schote.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Bewerben kann sich jedes Startup selbst, mit Produkt, Zahlen und einer klaren Forderung. Welche Unterlagen verlangt werden und worauf es im Casting ankommt, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.