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Mit LifeSaveAir stellt sich am Montag, 26. Oktober 2026, ein Dortmunder Startup bei Die Höhle der Löwen vor, im Staffelfinale der Staffel 20 ab 20:15 Uhr auf VOX. Nabil Chehade und seine Cousins Aiman und Jusef Chehade verkaufen ein rein mechanisches Erste-Hilfe-Gerät, das verschluckte Fremdkörper aus den Atemwegen ziehen soll. Sie fordern 100.000 Euro für zehn Prozent der Anteile und bewerten ihr Unternehmen damit mit einer Million Euro. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 19. Oktober 2026 abrufbar.
Was ist LifeSaveAir?
LifeSaveAir ist ein Handgerät für den Erstickungsnotfall. Es besteht aus einem Zylinder mit rotem Kolben und einer Einwegmaske, die auf Mund und Nase gesetzt wird. Zieht man den Kolben nach oben, entsteht ein Unterdruck, der einen festen Fremdkörper aus den Atemwegen lösen soll. Strom oder Batterien braucht das Gerät nicht.
Wichtig ist, wofür es nicht gedacht ist. Das Unternehmen beschreibt LifeSaveAir in seinem Onlineshop ausdrücklich als ergänzende Hilfe, die erst zum Einsatz kommt, wenn die anerkannten Maßnahmen der Ersten Hilfe erfolglos waren oder nicht angewendet werden können. Der Notruf 112 und Rückenschläge bleiben der erste Schritt. Das Gerät ist ein Medizinprodukt mit EU-Konformitätserklärung und laut Hersteller in Deutschland entwickelt und produziert.
Wer steckt hinter LifeSaveAir?
Hinter dem Produkt stehen drei Cousins aus Dortmund: Nabil Chehade, 46 Jahre alt, sowie Aiman Chehade, 32, und Jusef Chehade, 31. Den Anlass schildert Nabil Chehade in einem Bericht von t-online aus Dortmund: Sein damals elfjähriger Sohn Jonas verschluckte sich an einer Erdbeere und bekam keine Luft mehr. Der Vater erstarrte, seine Frau befreite den Jungen mit Schlägen auf den Rücken. „Diesen Moment, diesen Blick voller Panik, den werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagt er dort. Jonas ist heute 17 und saß beim Pitch im Studio mit dabei.
Firma hinter der Marke ist die Jespira GmbH, Emil-Figge-Straße 91 in 44227 Dortmund, eingetragen beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 34682, Geschäftsführer ist Nabil Chehade. Laut t-online dauerte die Entwicklung rund ein Jahr, bis zur offiziellen Zulassung vergingen weitere drei Jahre. Eine Auszeichnung gibt es schon: Beim Artur Fischer Erfinderpreis 2025 erreichte das Gerät in der Kategorie Private Erfinder den dritten Platz, Hauptentwickler Nabil Chehade setzte sich gegen 78 weitere Einreichungen durch, wie startupmag.de berichtete.

Wie funktioniert LifeSaveAir im Notfall?
Der Hersteller beschreibt vier Schritte. Zuerst wird die passende von drei Einwegmasken auf das Gerät gedrückt, es gibt eine für Kinder ab zehn Kilogramm Körpergewicht und zwei für Erwachsene. Dann wird die Maske dicht auf Mund und Nase gesetzt. Im dritten Schritt zieht der Helfer den roten Kolben vollständig nach oben. Danach soll die betroffene Person auf die Seite gedreht werden, damit der gelöste Fremdkörper aus dem Mund gelangen kann.
Zwei Dinge fallen am Konzept auf. Der Saugdruck ist nach Herstellerangaben begrenzt und unabhängig von der Größe des Gesichts oder der Maske, das Gerät kann also nicht beliebig stark ziehen. Und wer es einmal benutzt hat, bekommt über ein Rückmeldeformular kostenlos ein neues, das gebrauchte wird aus Hygienegründen entsorgt. Für Betriebe, Praxen und Kitas gibt es eine Variante im Kunststoffkoffer mit Wandhalterung.
Was kostet LifeSaveAir, und wo kann man es kaufen?
Verkauft wird direkt über den eigenen Shop, dazu über Medizin- und Bürobedarfshändler sowie Apotheken. Zur Sendung läuft im Herstellershop eine Rabattaktion, das Einzelset kostet dort 69 statt 79 Euro. Die Preise im Überblick, Stand Oktober 2026:
| Variante | Preis | Lieferumfang |
|---|---|---|
| LifeSaveAir Set | 69,00 Euro (regulär 79,00 Euro) | Gerät, drei Einwegmasken, Gebrauchsanweisung |
| Set im Kunststoffkoffer | 99,00 Euro | Gerät im Koffer mit Wandhalterung |
| Zwei Geräte | 129,00 Euro (statt 158,00 Euro) | für Zuhause und unterwegs |
| Drei Geräte | 179,00 Euro (statt 237,00 Euro) | für Zuhause, Auto und unterwegs |
Der Versand innerhalb Deutschlands und Österreichs ist kostenlos, als Lieferzeit nennt der Shop ein bis drei Werktage. Im Fachhandel liegt das Gerät etwas höher, der Lehrmittelhändler Betzold führt es für 87,50 Euro, in Apotheken ist es unter der Pharmazentralnummer 20392893 gelistet. Auf der Produktseite stehen 4,75 von 5 Sternen aus Kundenbewertungen.

Was sagt die Erste-Hilfe-Forschung zu solchen Geräten?
Die Reihenfolge der Maßnahmen ist klar geregelt. Das öffentliche Gesundheitsportal gesundheit.gv.at nennt für eine ansprechbare Person mit schwerer Atemwegsverlegung fünf Schläge zwischen die Schulterblätter, danach fünf Oberbauchkompressionen, den Heimlich-Handgriff, und im Wechsel weiter, bis die Blockade weg ist oder die Person das Bewusstsein verliert.
Wie gut das in der Praxis klappt, hat ein kanadisches Team an 709 Erstickungsfällen untersucht, zusammengefasst bei apotheken.de. In 46 Prozent der Fälle kam der Heimlich-Handgriff zum Einsatz, in 36 Prozent Rückenschläge, in 18 Prozent Thoraxkompressionen. Am besten befreiten Schläge auf den Rücken die Atemwege, und sie verursachten in dieser Auswertung keine Komplikationen, während bei den beiden anderen Methoden Rippenbrüche und Verletzungen innerer Organe auftraten. Nur etwa die Hälfte aller Hilfeleistungen wirkte sofort. Genau in diese Lücke zielt ein Gerät wie LifeSaveAir.
Wie groß der Markt ist, lässt sich nur indirekt abschätzen, denn das Statistische Bundesamt weist Ersticken nicht als eigene Unfallkategorie aus. Von den 35.082 Unfalltoten des Jahres 2025 starben 16.801 bei einem häuslichen Unfall, Stand der Tabelle ist Oktober 2026. Zuhause passiert also deutlich mehr als im Straßenverkehr, und die Erste-Hilfe-Ausstattung im Haushalt ist meist ein Pflasterkasten.
Unsere Einschätzung: Hat LifeSaveAir Potenzial?
Für den Sendeabend bringt das Startup mit, was sonst oft fehlt: ein fertiges, zugelassenes Produkt, einen Preis unter 100 Euro und eine Geschichte, die jeder Elternteil sofort versteht. Dass Löwe Ralf Dümmel laut t-online von einem eigenen Erlebnis mit seinem Sohn erzählt, deutet auf einen emotionalen Pitch hin. Wer sonst in der Jury dieser Staffel sitzt, haben wir zusammengestellt.
Zwei Fragen bleiben offen. Die erste ist der Vertrieb: Ein Gerät, das man hoffentlich nie braucht, verkauft sich nicht über den Preis, sondern über Vertrauen und Regalplatz in Apotheke, Drogerie und Sanitätshaus. Die zweite ist die Einordnung. Solche Absauggeräte sind in der Notfallmedizin umstritten, belastbare Studien am Menschen fehlen, und das Unternehmen formuliert selbst vorsichtig als Ergänzung. Ein Löwe mit Handelszugang wäre für diese Firma mehr wert als das Geld. Wie oft aus einem Angebot in der Höhle am Ende ein Handschlag wird, zeigt die Deal-Quote dieser Staffel.
Im Staffelfinale treten außerdem die KI-Renovierungsplattform meinhaus.digital und der alkoholfreie Aperitif nüchtern an, dazu die faltbare Fahrradbox allpacka One mit 250.000 Euro für zehn Prozent und der drehbare Schubkarrengriff Kippo mit 50.000 Euro für 30 Prozent.
Wir bleiben dran
Ob es für LifeSaveAir einen Deal gab, mit welchem Löwen und zu welchen Konditionen, tragen wir hier direkt nach der Ausstrahlung nach. Wie die Vorwoche ausgegangen ist, steht in den Deal-Highlights der Folge 7. Alle Startups und Termine sammeln wir auf der Staffelseite zur Staffel 20, alles zur Sendung steht im Themenbereich Höhle der Löwen.
Häufige Fragen zu LifeSaveAir
Wann läuft LifeSaveAir bei Die Höhle der Löwen?
LifeSaveAir pitcht im Staffelfinale der Staffel 20, in Folge 8 am Montag, 26. Oktober 2026, ab 20:15 Uhr auf VOX. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 19. Oktober 2026 abrufbar.
Hat LifeSaveAir einen Deal bekommen, und mit welchem Löwen?
Das steht erst nach der Ausstrahlung am 26. Oktober 2026 fest, und wir tragen es an dieser Stelle nach. Bekannt ist die Forderung: Die drei Gründer möchten 100.000 Euro für zehn Prozent der Anteile, was einer Bewertung von einer Million Euro entspricht.
Wer hat LifeSaveAir gegründet?
Entwickelt und gegründet haben es die drei Cousins Nabil Chehade (46), Aiman Chehade (32) und Jusef Chehade (31) aus Dortmund. Dahinter steht die Jespira GmbH mit Sitz in der Emil-Figge-Straße 91 in 44227 Dortmund, Geschäftsführer ist Nabil Chehade.
Was kostet LifeSaveAir, und wo kann man es kaufen?
Das Set mit Gerät und drei Masken kostet im eigenen Onlineshop 69 Euro, regulär 79 Euro, die Koffervariante mit Wandhalterung 99 Euro. Versand nach Deutschland und Österreich ist kostenlos. Im Fachhandel kostet es bis zu 87,50 Euro, in Apotheken ist es unter der Pharmazentralnummer 20392893 bestellbar, Stand Oktober 2026.
Ersetzt LifeSaveAir den Heimlich-Handgriff?
Nein. Der Hersteller sieht das Gerät als Ergänzung für den Fall, dass Notruf, Rückenschläge und Oberbauchkompressionen nicht helfen oder nicht möglich sind. Die offizielle Reihenfolge der Ersten Hilfe bleibt unverändert: erst 112 rufen, dann fünf Rückenschläge, dann fünf Oberbauchkompressionen.
Wie kommt man in die Höhle der Löwen?
Bewerben kann sich jedes Startup selbst, mit Produkt, Zahlen und einer klaren Forderung. Welche Unterlagen die Produktionsfirma erwartet und wann die Bewerbungsfenster offen stehen, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel.



















