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Drei von fünf Gründungen haben im Staffelfinale von Die Höhle der Löwen am Montagabend ein Geschäft vereinbart. Den größten Deal holte meinhaus.digital: 500.000 Euro von Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler, dafür 10 Prozent der Anteile. LifeSaveAir und Kippo einigten sich beide mit Ralf Dümmel, die allpacka One und nüchtern verließen die Höhle ohne Investor.
Eine dieser drei Zusagen hat die Aufzeichnung nicht überlebt. Wer hinter den fünf Startups steckt und was die Produkte kosten, steht in unserem Beitrag zur Folge 8. Die Vorwoche steht in den Deal-Highlights der Folge 7, alle Termine in unserer Übersicht zu Staffel 20, alles Weitere im Themenbereich Höhle der Löwen.
Die Deals der Folge 8 im Überblick
| Startup | Forderung | Deal | Löwe | Summe | Anteil | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| meinhaus.digital | 425.000 Euro für 5 Prozent | ja | Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler | 500.000 Euro | 10 Prozent | TV Movie, Abendzeitung |
| LifeSaveAir | 100.000 Euro für 10 Prozent | ja | Ralf Dümmel | 100.000 Euro | 25 Prozent | TV Movie, GMX |
| Kippo | 50.000 Euro für 30 Prozent | ja, nach der Aufzeichnung nicht umgesetzt | Ralf Dümmel | 50.000 Euro | 30 Prozent | TV Movie |
| allpacka One | 250.000 Euro für 10 Prozent | nein | – | – | – | TV Movie, Blick |
| nüchtern | 300.000 Euro für 12 Prozent | nein | – | – | – | TV Movie, kurierverlag.de |
Zusammen forderten die fünf Teams 1.125.000 Euro, zugesagt wurden 650.000 Euro. Drei Deals bei fünf Pitches sind 60 Prozent und damit mehr, als die Staffel im Schnitt bisher geschafft hat. Wie sich die Zahlen über alle acht Folgen verteilen, führen wir in unserer Auswertung zur Deal-Quote der Staffel 20 mit.
Der größte Deal: 500.000 Euro für meinhaus.digital
Leonie Dowling, 37, und Carolin Krebber, 35, riefen mit 425.000 Euro für fünf Prozent die höchste Bewertung des Abends auf, 8,5 Millionen Euro. Genau dieser Pitch löste das einzige echte Bieterrennen der Folge aus. Nach dem Bericht von TV Movie lag der Monatsumsatz bei rund 100.000 Euro, die eigene Planung bei 1,7 Millionen Euro für das laufende Jahr. Judith Williams und Ralf Dümmel stiegen aus, Janna Ensthaler und Dagmar Wöhrl wollten für zehn Prozent einsteigen.
Carsten Maschmeyer legte 500.000 Euro plus Unterstützungspaket auf den Tisch und tat sich dann mit Ensthaler zusammen. Die Gründerinnen nahmen an, wie TV Movie und die Abendzeitung festhalten. Sie bekommen damit 75.000 Euro mehr als gefordert und geben doppelt so viele Anteile ab wie geplant. Für eine Plattform, die aus Architektenwissen und Software besteht, ist das ein guter Tausch: Kapital allein hätte sie nicht in den Markt gebracht. Was die Beratung kostet, steht in unserem Porträt zu meinhaus.digital.
Ralf Dümmel sagt zweimal zu
Kein anderer Löwe war so oft dabei. Bei LifeSaveAir aus Dortmund blieb Dümmel als Letzter im Rennen, nachdem Frank Thelen die Zahlen schlecht genannt hatte und Janna Ensthaler bezweifelte, dass jemand knapp 80 Euro für ein Gerät ausgibt, das er im besten Fall nie braucht. Die Bewertung von einer Million Euro war ihm zu hoch. Die Cousins Nabil, Aiman und Jusef Chehade boten 20 Prozent, geeinigt hat man sich laut TV Movie und GMX auf 100.000 Euro für 25 Prozent.

In sieben Monaten verkaufte das Team rund 600 Geräte für etwa 40.000 Euro Umsatz, während eine halbe Million Euro eigenes Geld in der Entwicklung steckte. Die Herstellung kostet nach eigenen Angaben rund 15 Euro, der Listenpreis 79 Euro, im Shop sind es aktuell 69 Euro. Wie das Gerät arbeitet, steht in unserem Porträt zu LifeSaveAir, die Besetzung der Sessel in unserer Übersicht zur Jury der Höhle der Löwen.
Kippo: der Handschlag, der nach der Aufzeichnung platzte
Patrick Waligorski, 51, aus Essen brachte die kleinste Forderung des Abends mit, 50.000 Euro für 30 Prozent. Andreas W. Herb und Dümmel boten beide genau diese Konditionen, und Waligorski entschied sich für dessen Vertriebsnetz. Im Studio sah das nach dem leichtesten Geschäft der Folge aus.

Umgesetzt wurde es nicht. Die Baumärkte zeigten kaum Interesse, und die Nachfrage ging zurück, nannte Waligorski gegenüber TV Movie als Grund; das Unternehmen sucht jetzt einen neuen Investor. Gedacht war das Griffpaar für 24,99 Euro, bei Amazon kostet es derzeit 34,99 Euro. Das ist die Lehre dieses Abends für Gründer: Ein Ja im Studio ist eine Absichtserklärung, kein Vertrag. Erst danach prüfen die Investoren die Zahlen, und dort scheitert in jeder Staffel ein Teil der Zusagen. Mehr zum Produkt steht in unserem Porträt zu Kippo.
Das überraschendste Nein: 250.000 Euro, die niemand nahm
Lukas Ludwig und Jonathan Vincentz hätten ihr Geld bekommen können. Janna Ensthaler legte die geforderten 250.000 Euro auf den Tisch, verlangte dafür aber 30 Prozent und ging später auf 27,5 Prozent herunter. Johannes Kliesch blieb bei 40 Prozent. Die Gründer hatten sich vorher auf höchstens 25 Prozent festgelegt und lehnten ab, wie TV Movie und Blick berichten. Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Dümmel waren schon vorher ausgestiegen.
Der Streitpunkt war nicht das Produkt, sondern die Bewertung von 2,5 Millionen Euro bei einer Firma, die nach zwei Crowdfunding-Kampagnen noch keine laufenden Erlöse ausweist. Eine Box kostet in der Herstellung 52 Euro. Diskutiert wurde auch eine Verlagerung der Produktion, was Kliesch bei einem Team, das mit deutscher Herstellung wirbt, als schlechtes Zeichen wertete. Nach der Sendung kostet das Grundmodell 189,95 Euro statt der im Studio genannten 169 Euro. Die Technik dahinter steht in unserem Porträt zur allpacka One.
nüchtern: eine halbe Million Umsatz, und der Name wird zum Problem
Isabella Steiner, 36, kam mit 500.000 Euro Umsatz im Vorjahr und zehn Investoren im Rücken und ging ohne Deal wieder. Ihre Forderung von 300.000 Euro für zwölf Prozent setzte die Bewertung auf 2,5 Millionen Euro, und dort hakte es. Frank Thelen schmeckte die bittere Note, zog aber das alkoholische Original vor. Andreas W. Herb störte sich an der Marke: Ein Name, der das Weglassen von Alkohol betont, verkaufe kein Getränk. Dümmel lobte den Pitch ausdrücklich, investierte aber nicht.
Das Geschäft läuft weiter. Nach den Angaben von TV Movie führt die Berliner Marke inzwischen sechs Konzentrate; zehn Portionen kosten 14,90 Euro, Stand Oktober 2026. Den eigenen Laden hat Steiner Ende 2024 geschlossen, verkauft wird über den Shop und Amazon. Über die Gründerin und den Markt für alkoholfreie Aperitifs schreiben wir im Porträt zu nüchtern.
Mexican Tears: zwölf Jahre nach der ersten Sendung
Das Finale gehörte zum Schluss einem Gründer ohne Forderung. David Weyhe aus Bremen stand am 19. August 2014 in der allerersten Folge dieser Show, lehnte damals ein Angebot ab und baute seine Saucen-Manufaktur aus eigener Kraft weiter auf. Heute führt Mexican Tears nach eigenen Angaben mehr als 50 Produkte. Neben zwei Absagen und einem geplatzten Deal ist das der lehrreichste Teil des Abends, weil er zeigt, was ohne Investor möglich bleibt. Die Geschichte steht in unserem Porträt zu Mexican Tears.
Häufige Fragen zu Höhle der Löwen Folge 8
Wer hat in Folge 8 der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?
Drei von fünf Startups: meinhaus.digital mit Carsten Maschmeyer und Janna Ensthaler auf 500.000 Euro für zehn Prozent, LifeSaveAir mit Ralf Dümmel auf 100.000 Euro für 25 Prozent und Kippo mit Dümmel auf 50.000 Euro für 30 Prozent. Die allpacka One und nüchtern gingen ohne Investor nach Hause.
Welcher Deal aus Folge 8 ist nach der Sendung geplatzt?
Der Deal von Kippo mit Ralf Dümmel wurde nach der Aufzeichnung nicht umgesetzt. Gründer Patrick Waligorski nennt als Grund, dass die Baumärkte kaum Interesse zeigten und die Nachfrage zurückging. Kippo sucht laut TV Movie einen neuen Investor.
Warum bekam die allpacka One keinen Deal?
Den Löwen war die Bewertung von 2,5 Millionen Euro zu hoch. Janna Ensthaler bot die geforderten 250.000 Euro, wollte dafür aber 27,5 Prozent, Johannes Kliesch 40 Prozent. Lukas Ludwig und Jonathan Vincentz hatten höchstens 25 Prozent abgeben wollen und lehnten ab.
Wie viel Geld haben die Löwen in Folge 8 zugesagt?
In der Sendung wurden 650.000 Euro zugesagt, bei Forderungen von zusammen 1.125.000 Euro. Den größten Teil trägt meinhaus.digital mit 500.000 Euro, die kleinste Zusage ging an Kippo.
Wie kommt man in die Höhle der Löwen?
Startups bewerben sich mit Kurzprofil, Umsatzzahlen und Pitch-Video bei der Produktionsfirma. Danach folgen Gespräche, ein Casting und erst am Ende die Aufzeichnung. Welche Unterlagen gebraucht werden und wann die Frist endet, steht in unserem Leitfaden zur Bewerbung bei der Höhle der Löwen.



















