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Eine Nebenkostenabrechnung, deren Zahlen nicht plausibel wirkten, war der Anfang: Julian Falk aus Fürth hat daraus NebenkostenPro gebaut, ein Werkzeug, das Abrechnungen mit KI ausliest, nach der Betriebskostenverordnung einordnet und für Mieter prüft. Vermieter erstellen damit ihre Abrechnung, und nebenbei ist eine offene Datenbank mit kommunalen Nebenkosten für rund 400 Städte entstanden. Falk hat allein gegründet und finanziert das Projekt aus eigenen Mitteln. Im schriftlichen Interview erzählt er, woher die Daten kommen, warum die Datenbank vor allem Sichtbarkeit bringt und weshalb Mieter das meiste Geld einbringen.

NebenkostenPro auf einen Blick
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Was | Nebenkostenabrechnungen mit KI prüfen (für Mieter) und erstellen (für Vermieter), gegliedert nach der Betriebskostenverordnung |
| Kosten für Mieter | Vorschau kostenlos, Schnell-Check 12,90 Euro, Premium-Report mit Klärungsentwurf 19,90 Euro, Durchsetzen-Paket 29,90 Euro, jeweils einmalig, Stand 6. November 2026 |
| Nutzer | laut Website mehr als 3.200 |
| Datenbank | Nebenkosten-Atlas mit Grundsteuer, Frischwasser, Abwasser und Müll für rund 400 Städte |
| Gründer | Julian Falk, Fürth |
| Finanzierung | vollständig eigenfinanziert |
Preise und Firmenangaben stammen von der Preisseite und aus dem Impressum von NebenkostenPro. NebenkostenPro war auch Teil unserer Übersicht Neue Startups im Oktober 2026.
Wie bist du auf die Idee gekommen, und warum hast du allein gegründet?
„Ich habe selbst als Mieter eine Nebenkostenabrechnung bekommen, bei der die Zahlen einfach nicht plausibel wirkten. Beim Einlesen habe ich gemerkt: Wenn ich als technikaffiner Mensch schon Mühe habe, das zu durchdringen, wie soll das ein normaler Mieter schaffen? Die Regeln stehen zwar im Gesetz, aber jede Abrechnung sieht anders aus. Jeder Verwalter hat sein eigenes Format, viele Abrechnungen sind schiefe Scans, dazu kommen Umlageschlüssel, Heizkostenverordnung und seit 2023 die CO2-Kostenaufteilung. Genau das hat mich gereizt: Eine Software, die solche Dokumente zuverlässig liest und richtig einordnet. Aus einem Wochenendprojekt ist dann NebenkostenPro geworden.
Allein gegründet habe ich, weil es heute geht: Mit KI-Werkzeugen ist ein einzelner Gründer so produktiv wie früher ein kleines Team. Dafür muss ich keine Anteile abgeben und kann schnell entscheiden. NebenkostenPro ist komplett eigenfinanziert.“
Wer wie Falk allein startet, gründet in der Regel zunächst als Einzelunternehmen. Wie das abläuft, steht in unserem Ratgeber Einzelunternehmen gründen. Wie man ohne fremdes Kapital wächst, zeigt unser Beitrag zum Bootstrapping.
Welche Kosten ein Vermieter überhaupt umlegen darf, regelt § 2 der Betriebskostenverordnung mit 17 Kostenarten. Nach dieser Gliederung ordnet NebenkostenPro jede Position einer Abrechnung ein. Was dort nicht steht, darf der Vermieter in der Regel auch nicht abrechnen.
Wie hast du die Datenbank für rund 400 Städte aufgebaut, und wie hältst du sie aktuell?
„Die Daten kommen aus öffentlichen Quellen: Gebührensatzungen der Städte, Tarife der Stadtwerke und die amtlichen Hebesatzverzeichnisse für die Grundsteuer. Alle Werte sind offen einsehbar im Nebenkosten-Atlas. Dazu gehören Grundsteuer, Frischwasser, Abwasser und Müll.
Beim Aktualisieren habe ich etwas Wichtiges gelernt: Ein Nutzer hat mir geschrieben, dass unsere Müllgebühr für seine Stadt nicht stimmt. Er hatte recht. Seitdem wird jeder Wert von zwei unabhängigen Recherchen ermittelt, und übernommen wird er nur, wenn beide auf dieselbe Zahl kommen. Das läuft automatisch, jeden Tag ein paar Städte, und zum Jahreswechsel beginnt der Zyklus von vorn.“
Was bringt die Datenbank an Besuchern, und wie viele nutzen danach das Werkzeug?
„Die Datenbank bringt mehr als die Hälfte aller Besucher. Ehrlich gesagt nutzt aber nur ein kleiner Teil davon danach das Werkzeug, grob drei von tausend. Das liegt an der Suchabsicht: Wer nach dem Grundsteuer-Hebesatz seiner Stadt sucht, hat meistens gerade keine Abrechnung vor sich. Die Datenbank ist deshalb vor allem Sichtbarkeit. Google und KI-Assistenten zitieren sie als Quelle, und davon profitiert die ganze Seite.“
Wer zahlt mehr, Mieter oder Vermieter?
„Mieter bringen rund drei Viertel des Umsatzes. Vermieter zahlen pro Kauf mehr, sind aber deutlich weniger. Viele private Vermieter rechnen noch mit Excel ab. Für sie gibt es die Abrechnung zum Selbsterstellen.
Überrascht hat mich, wie schnell Mieter sich entscheiden: Fast alle, die kaufen, tun das innerhalb einer Stunde nach dem Upload. Entweder hilft das Ergebnis sofort, oder die Abrechnung landet wieder in der Schublade.“
Was rätst du anderen Solo-Gründern, die mit KI ein Werkzeug bauen wollen?
„Löst ein Problem, das ihr selbst hattet und das viele andere auch haben. Und geht mit KI um wie mit einem Kollegen: Den Output hinterfragen, nicht blind vertrauen. Bei mir lesen Sprachmodelle die Dokumente, gerechnet wird im Code. Der Vorsprung kommt nicht von der KI selbst, die haben alle. Er kommt davon, dass man jeden Tag nah am Nutzer baut und schneller verbessert als andere.“
Häufige Fragen zu NebenkostenPro
Was kostet die Prüfung einer Nebenkostenabrechnung bei NebenkostenPro?
Die Vorschau ist kostenlos. Der Schnell-Check kostet einmalig 12,90 Euro, der Premium-Report mit Klärungsentwurf einmalig 19,90 Euro und das Durchsetzen-Paket einmalig 29,90 Euro, Stand 6. November 2026.
Wer steckt hinter NebenkostenPro?
Julian Falk aus Fürth. Er hat NebenkostenPro allein gegründet und finanziert es aus eigenen Mitteln.
Woher kommen die Daten im Nebenkosten-Atlas?
Aus öffentlichen Quellen: Gebührensatzungen der Städte, Tarifen der Stadtwerke und den amtlichen Hebesatzverzeichnissen für die Grundsteuer. Jeder Wert wird laut Gründer von zwei unabhängigen Recherchen ermittelt und nur übernommen, wenn beide übereinstimmen.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Antworten stammen aus dem schriftlichen Interview mit Julian Falk vom 10. Oktober 2026 und stehen im Wortlaut.



















