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Loume aus Hamburg steht am Montag, 28. September 2026, um 20:15 Uhr in Folge 4 der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen auf VOX. Viktor Dik und Markus Schnauer zeigen dort ein Gerät für den Nachttisch, das beim Einschlafen helfen soll. Es arbeitet mit rotem Licht, Schlafmeditationen und einem Atemring, den es an die Zimmerdecke wirft. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 21. September abrufbar.

Was ist Loume?

Loume nennt sich selbst ein persönlicher Schlafcoach. Gemeint ist ein kleines Gerät, das neben dem Bett steht und den Abend strukturiert, statt nur Licht zu machen. Der Hersteller beschreibt es auf seiner Produktseite als Kombination aus rotem Licht, geführten Ritualen und einer projizierten Atemanimation.

Der Gedanke dahinter ist alt und trotzdem selten umgesetzt. Wer schlecht einschläft, scrollt meistens am Telefon, und genau das hält wach. Loume soll den Blick vom Display weg an die Decke lenken. Die zugehörige App steuert das Gerät und liefert die Audioinhalte, kostet aber nichts und arbeitet ohne Abonnement.

Zerwühltes Bettlaken im Halbdunkel mit Lichtstreifen einer Jalousie
Symbolbild, mit KI erzeugt

Wer steckt hinter Loume?

Hinter der Marke steht die Loume Tech GmbH. Sie sitzt laut Impressum in einem WeWork-Büro in der Gerhofstraße 1 bis 3 in 20354 Hamburg und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 183276 eingetragen. Geschäftsführer sind Viktor Dik und Markus Schnauer, die auch gemeinsam vor den Löwen stehen.

Gegründet wurde das Unternehmen im Oktober 2023, wie ein Bericht von t-online aus Hamburg festhält. Dik ist kein Neuling. Er gehörte demselben Bericht zufolge 2012 zu den Gründern der Brooklyn Soap Company, die 2022 vollständig von der Merz Group übernommen wurde. Das ist für einen Pitch ein nicht zu unterschätzender Startvorteil, weil ein Exit in der Vita jede Frage nach der Umsetzungsfähigkeit vorwegnimmt.

Wie funktioniert der Schlafcoach?

Das Gerät setzt auf drei Funktionen, die alle über die App laufen. Erstens ein rotes Licht, das nach Herstellerangabe die körpereigene Melatoninbildung nicht stört, anders als das blaue Licht eines Bildschirms. Zweitens der Atemring: eine langsam größer und kleiner werdende Lichtfigur an der Decke, an der man die eigene Atmung ausrichtet. Drittens ein sanfter Sonnenaufgang am Morgen, der das Zimmer vor der Weckzeit aufhellt.

Im Karton liegen nach Angaben des Herstellers das Gerät, ein Netzteil und ein USB-C-Kabel. Die App ist im deutschen App Store kostenlos gelistet, wird von der Loume Tech GmbH herausgegeben und kommt dort Stand September 2026 auf 4,8 Sterne bei 16 Bewertungen, nachzulesen im Eintrag der Loume-App. In-App-Käufe weist der Eintrag keine aus. Die Bewertungsbasis ist damit noch sehr klein.

Was kostet Loume, und wo kann man es kaufen?

Verkauft wird über den eigenen Onlineshop. Stand September 2026 sieht das Angebot so aus:

Posten Preis
Loume Device mit Netzteil und USB-C-Kabel 149,00 Euro
Loume App mit Meditationen, Klängen und Ritualen kostenlos, ohne Abo
Versand kostenlos
Preise im Onlineshop von Loume, Stand September 2026.

Bestellen kann man das Gerät direkt im Shop des Anbieters. Damit liegt Loume über der Schwelle, ab der ein Fernsehpublikum spontan zugreift. Ein Impulskauf ist das nicht. Andererseits ist der Preis für ein Hardwareprodukt mit eigener App niedrig genug, dass er nach der Sendung nicht abschreckt.

Morgenlicht fällt durch einen Vorhangspalt auf ein leeres Bett
Symbolbild, mit KI erzeugt

Wie groß ist das Problem, das Loume lösen will?

Der Markt ist unbestritten da. Für seinen Gesundheitsreport 2017 ließ die DAK-Gesundheit bundesweit mehr als 5.000 Erwerbstätige befragen. Das Ergebnis für die Heimatstadt des Startups hat die Kasse in der Mitteilung 700.000 Hamburger Erwerbstätige schlafen schlecht zusammengefasst: rund 77 Prozent der Beschäftigten in der Stadt fühlten sich von Schlafproblemen betroffen, 8,3 Prozent litten unter einer Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen. Gegenüber 2010 waren die Schlafprobleme in der Altersgruppe von 35 bis 65 Jahren um 58 Prozent gestiegen.

Bundesweit fielen die Werte noch etwas höher aus. Rund 80 Prozent der Arbeitnehmer waren nach derselben Erhebung betroffen, 9,4 Prozent hatten eine schwere Schlafstörung, und die Zahl der Betroffenen war seit 2010 um 66 Prozent gestiegen, wie die Fachzeitschrift MT im Dialog aus dem Report zitiert. Die Zahlen sind inzwischen einige Jahre alt, die Richtung hat sich seitdem aber nicht gedreht.

Konkurrenz gibt es trotzdem reichlich. Philips verkauft mit dem SmartSleep Sleep and Wake-up Light seit Jahren ein Gerät, das nach der Produktbeschreibung des Herstellers ebenfalls einen Sonnenaufgang simuliert und mit der Funktion RelaxBreathe pulsierendes Licht zur Atemführung einsetzt. Loume tritt also nicht in eine Lücke, sondern gegen einen Konzern an.

Unsere Einschätzung: Hat Loume Potenzial?

Die Forderung ist ambitioniert, aber nicht abwegig. Dik und Schnauer verlangen nach den Berichten von t-online und StartupValley 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile. Das entspricht einer Bewertung von 3,5 Millionen Euro für ein Unternehmen, das erst seit Oktober 2023 existiert.

Ein Detail spricht für das Produkt und ist zugleich das ungewöhnlichste an diesem Pitch. Löwe Johannes Kliesch besitzt das Gerät nach dem Bericht von t-online bereits selbst und rief während der Präsentation seine Frau an, um ihre Einschätzung einzuholen. Ein Investor, der ein Produkt schon im eigenen Schlafzimmer stehen hat, muss nicht mehr vom Nutzen überzeugt werden. Wer im Rudel dieser Staffel sonst noch sitzt und wofür die einzelnen Löwen stehen, haben wir im Überblick zur Jury der Höhle der Löwen aufgeschrieben.

Zwei Punkte bleiben kritisch. Loume verkauft einmalig Hardware für 149 Euro und verschenkt die App. Das ist kundenfreundlich, es fehlen dem Unternehmen dadurch aber die wiederkehrenden Erlöse, mit denen vergleichbare Schlaf-Apps ihre Bewertung begründen. Und der Wettbewerb kommt nicht von anderen Startups, sondern aus dem Elektronikregal. Wir halten das Potenzial dennoch für ordentlich, weil das Problem messbar groß ist und die Gründer nachweislich schon einmal eine Konsumentenmarke aufgebaut und verkauft haben. Wie oft Gespräche in dieser Staffel überhaupt zu einem Abschluss führen, zeigt unsere Deal-Quote zu Staffel 20.

Wir bleiben dran

Ob Loume in der Sendung einen Deal vereinbart, steht erst am Sendeabend fest. Ein Ergebnis nennen wir deshalb nicht vorab. Wir ergänzen dieses Porträt noch während der Ausstrahlung um den Ausgang des Pitches. Die anderen Startups der Folge stellen wir in den Porträts zur Sauberkugel und zu Artem Oral Care vor. Alle Termine stehen in unserer Übersicht zu den Sendeterminen und dem Rudel von Staffel 20, und alle Beiträge sammelt unser Themenbereich zur Höhle der Löwen.

Häufige Fragen zu Loume

Wo kann man Loume kaufen?

Im eigenen Onlineshop des Herstellers. Das Loume Device kostet dort Stand September 2026 149,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer, der Versand ist nach Angabe des Anbieters kostenlos. Im Lieferumfang sind ein Netzteil und ein USB-C-Kabel enthalten.

Wer hat Loume gegründet?

Viktor Dik und Markus Schnauer. Beide führen die Loume Tech GmbH in Hamburg als Geschäftsführer. Dik gehörte laut t-online 2012 außerdem zu den Gründern der Brooklyn Soap Company.

Was kostet die Loume App?

Nichts. Die App ist im deutschen App Store kostenlos gelistet und weist keine In-App-Käufe aus. Sie steuert das Gerät und enthält die Meditationen, Klänge und geführten Rituale.

Wann läuft Loume bei der Höhle der Löwen?

In Folge 4 der 20. Staffel am Montag, 28. September 2026, ab 20:15 Uhr auf VOX. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 21. September abrufbar. Den Termin führt auch die Folgenübersicht bei fernsehserien.de.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Über eine Bewerbung beim Sender, die für jede Staffel neu eingereicht wird. Danach folgen Vorgespräche, eine Prüfung der Zahlen und erst am Ende die Aufzeichnung. Worauf es dabei ankommt, haben wir in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die nächste Staffel zusammengetragen.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.