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Ein Fitnessgerät, das zur Hälfte mit Wasser gefüllt wird: Damit treten Susan Schmidt und Simon Werner aus dem sächsischen Borsdorf am Montag, 12. Oktober 2026, um 20:15 Uhr bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX an. Die beiden 55-Jährigen führen die Ajambow GmbH und verlangen in Folge 6 der 20. Staffel 300.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firma. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 5. Oktober abrufbar.

Der Auftritt hat schon vor der Ausstrahlung Schlagzeilen gemacht, allerdings nicht wegen des Produkts. Simon Werner ging im Pitch vor seiner Partnerin auf die Knie und machte ihr nach 33 gemeinsamen Jahren einen Heiratsantrag, wie t-online und die Programmvorschau zur Folge berichten. Sie sagte ja. Was die Löwen zum Geschäft dahinter sagen, zeigt erst die Sendung.

Leerer Bürostuhl an einem Schreibtisch mit ausgeschaltetem Bildschirm
Symbolbild, mit KI erzeugt

Was ist Ajambow?

Ajambow ist ein Sport- und Therapiebogen, der vor dem Training mit Wasser gefüllt wird. Das Gerät ist rund 1,10 Meter lang und wiegt leer etwa 700 Gramm. Gefüllt mit 0,5 bis 1,5 Litern Wasser kommt es auf gut zwei Kilogramm, wie eine Übersicht zum Produkt aufschlüsselt. Wer die Wassermenge ändert, ändert damit auch den Schwierigkeitsgrad.

Der Name kommt aus dem Suaheli und bedeutet nach Angaben der Gründer „Wiedergeburt“. Dazu passt das Konzept: Trainiert wird zu afrikanisch inspirierter Musik, die Choreographien heißen im Haus „Safaris“. Das Unternehmen gibt an, mehr als 100 Übungsvideos bereitzustellen, davon über drei Stunden frei zugänglich.

Wer steckt hinter Ajambow?

Hinter dem Bogen stehen Susan Schmidt und Simon Werner, beide 55 Jahre alt. Susan Schmidt kommt aus dem Leistungssport und ist Sportwissenschaftlerin; sie verantwortet laut eigener Darstellung die Trainingsinhalte und die Choreographien. Simon Werner ist im Impressum als Geschäftsführer der Ajambow GmbH eingetragen, Sitz ist die August-Bebel-Straße 19 in 04451 Borsdorf bei Leipzig, Handelsregister HRB 42509 beim Amtsgericht Leipzig.

Gegründet wurde das Unternehmen 2024. Die Weltpremiere feierte das Konzept am 17. März 2024 in Halle vor mehr als 400 Teilnehmern, so die Fachzeitschrift „shape up“, die das Unternehmen auf seiner Seite zitiert. Die Idee reifte deutlich länger: Die Gründer sprechen von mehr als zehn Jahren Entwicklung.

Leere Behandlungsliege und Rollhocker in einem Physiotherapieraum
Symbolbild, mit KI erzeugt

Wie funktioniert das Training mit dem Ajambow?

Das Wasser im Inneren läuft beim Bewegen durch unterschiedlich weite Querschnitte und dadurch mit wechselnder Geschwindigkeit. So entstehen Impulse, die der Körper ausgleichen muss. Genau dieser Ausgleich soll die tiefer liegende Rumpfmuskulatur ansprechen, die bei festen Gewichten oft unterfordert bleibt. Der Hersteller empfiehlt dreimal 15 Minuten pro Woche.

Entwickelt und begleitet wurde das Konzept nach Angaben des Unternehmens von der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Unternehmenseigene EMG-Messungen sollen eine bis zu rund 30 Prozent höhere Aktivierung der Rumpf- und Schultermuskeln zeigen. Hier ist Vorsicht angebracht. Es handelt sich um eine Messung des Anbieters selbst, nicht um eine klinische Studie, und sie belegt keine Heilung von Rückenschmerzen.

Belastbarer ist ein formaler Punkt: Das Ajambow-Workout ist nach eigenen Angaben als Präventionskurs nach Paragraf 20 SGB V zertifiziert. Kurse in dieser Kategorie können gesetzliche Krankenkassen bezuschussen. Für ein Gerät aus dem Heimtraining ist das ein Unterschied, den die meisten Mitbewerber nicht vorweisen.

Was kostet der Ajambow, und wo kann man ihn kaufen?

Verkauft wird direkt über den eigenen Shop. Der Bogen allein steht dort regulär mit 149,95 Euro, zum Sendetermin mit 129,95 Euro. Versand und Rückgabe innerhalb von 30 Tagen sind nach Angaben des Anbieters kostenfrei. Gefertigt wird laut Unternehmen vollständig in Deutschland.

Produkt Preis (Stand Oktober 2026) Wofür
Ajambow Fitnessbogen 129,95 Euro (regulär 149,95 Euro) Das Kernprodukt, wassergefüllt
Ajambow Seil-Set 49,95 Euro Vier Seile für Zug- und Rotationsübungen
Ajambow Korkrolle 49,95 Euro Faszienrolle und Element für Instabilität
Ajambow Fitnessbogen und Seil-Set 179,95 Euro Bogen plus Seile als Bündel
Ajambow Balance Board 219,95 Euro Ergänzung für Gleichgewichtstraining
Ajambow Trainingsset 399,95 Euro Das komplette System

Markt und Vergleich: Wo steht Ajambow?

Der Bogen spielt preislich in der Liga ernsthafter Heimtrainingsgeräte, nicht im Zubehörregal. Zum Vergleich: Eine Korkrolle desselben Hauses kostet 49,95 Euro, das Komplettset mit 399,95 Euro gut das Dreifache des Bogens. Wer 129,95 Euro ausgibt, erwartet mehr als ein Gymnastikband.

Den Unterschied muss deshalb das Konzept tragen, und das setzt auf zwei Säulen, die im Heimtraining selten zusammenkommen: ein Gerät mit veränderbarem Widerstand und ein zertifizierter Kursbetrieb mit ausgebildeten Trainern in Studios. Das Unternehmen führt dafür eine eigene Studiokarte. Physiotherapie und Ergotherapie nennt es als zweites Einsatzfeld, mit Stimmen aus Praxen auf der eigenen Seite.

Unsere Einschätzung: Hat Ajambow Potenzial?

Die Forderung ist selbstbewusst. 300.000 Euro für zehn Prozent bedeuten eine Bewertung von drei Millionen Euro, und das für ein Unternehmen, das erst 2024 an den Markt ging. In einer Staffel, deren Deal-Quote wir laufend mitzählen, gehört das zu den höheren Ansätzen.

Für Ajambow spricht, dass das Produkt fertig ist, im Handel steht und einen Vertriebsweg hat, den kaum ein Pitch mitbringt: den Kursbetrieb in Studios samt Präventionszertifikat. Dagegen spricht die Beweislage. Wer Gesundheitsnutzen verspricht, wird in der Höhle nach Studien gefragt, und eine Eigenmessung ist keine. Zudem ist der Markt für Rückentraining voll, und der Name sagt neuen Kunden nichts. Welche Investoren in Folge 6 sitzen, zeigt unsere Übersicht zur Jury: dabei sind nach Besetzungsliste unter anderem Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Neulöwe Johannes Kliesch.

Wir bleiben dran

Ob die Löwen zugreifen, entscheidet sich am Montagabend. Wir ergänzen diesen Beitrag direkt nach der Sendung um das Ergebnis, die Summe und den Anteil. Die weiteren Startups der Folge stellen wir ebenfalls vor: Cropsta kürzt Oberteile ohne Schere, HyEx will Hyaluron-Pannen zu Hause glätten, Hottey tritt mit scharfem Honig im Food-Battle an, und FoodFor schickt Nährstoff-Shots ins Rennen. Alle Termine der Staffel stehen in unserer Staffelübersicht, alle Beiträge im Themenbereich zur Höhle der Löwen.

Häufige Fragen zu Ajambow

Hat Ajambow bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?

Die Folge 6 der 20. Staffel läuft am Montag, 12. Oktober 2026, um 20:15 Uhr auf VOX. Susan Schmidt und Simon Werner fordern 300.000 Euro für zehn Prozent. Das Ergebnis tragen wir direkt nach der Ausstrahlung hier nach.

Was kostet der Ajambow Fitnessbogen, und wo kann man ihn kaufen?

Der Bogen kostet im Shop des Herstellers regulär 149,95 Euro und ist dort zum Sendetermin für 129,95 Euro zu haben, Stand Oktober 2026. Versand und Rückgabe innerhalb von 30 Tagen sind nach Angaben des Anbieters kostenfrei.

Wer hat Ajambow gegründet?

Susan Schmidt und Simon Werner, beide 55 Jahre alt, haben das Unternehmen 2024 gegründet. Sitz der Ajambow GmbH ist Borsdorf bei Leipzig, Geschäftsführer ist laut Impressum Simon Werner.

Wie funktioniert der Ajambow-Bogen?

In den rund 1,10 Meter langen Bogen werden 0,5 bis 1,5 Liter Wasser gefüllt, gefüllt wiegt er gut zwei Kilogramm. Beim Bewegen erzeugt das Wasser wechselnde Impulse, die der Körper ausgleicht. Der Hersteller empfiehlt dreimal 15 Minuten pro Woche.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich beim Sender mit einer Kurzbeschreibung von Produkt, Team und Zahlen, danach folgen Auswahlgespräche und ein Casting. Wer gefragt wird, braucht marktreife Zahlen und eine klare Forderung. Wie das Verfahren abläuft und worauf es ankommt, haben wir in unserem Leitfaden zur Bewerbung zusammengestellt.

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Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.