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Eine App, die Schritte in Einkaufsguthaben verwandelt: Das Start-up move2pay aus dem österreichischen Lustenau pitcht am Montag, 19. Oktober 2026, in Folge 7 der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen. VOX führt die Gründer im Programmtext als „Move to Pay“: Karim Allouche und seine Tochter Mia fordern 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Die Folge läuft um 20:15 Uhr auf VOX und steht seit dem 12. Oktober auf RTL+ bereit, alle Termine der Staffel stehen in unserem Staffelplan zu Staffel 20.

Was ist move2pay?

move2pay ist eine kostenlose Shopping-App, die körperliche Aktivität in Guthaben umrechnet. Wer läuft, radelt oder trainiert, sammelt ein sogenanntes Shopping Guthaben und bezahlt damit einen Teil seines Einkaufs bei Partnermarken. Den Rest zahlt man ganz normal. Laut der Website des Start-ups sind es oft 40 Prozent des Kaufpreises, in einzelnen Angeboten bis zu 50 Prozent.

Das Geschäftsmodell erklärt das Unternehmen selbst so: Die Shop-Partner räumen move2pay besondere Konditionen ein, und diesen Preisvorteil gibt die App als Bewegungsguthaben an die Nutzer weiter. Verdient wird an einer Servicepauschale von höchstens 6,90 Euro je Bestellung, der Versand ist nach Angaben des Anbieters kostenlos. Auszahlen lässt sich das Guthaben nicht, es gilt ausschließlich im move2pay-Shop. Bis 2025 lief die App unter dem Namen benmo.

Wer steckt hinter Move to Pay?

Hinter der App steht die SVAX GmbH mit Sitz im Millennium Park 20 in 6890 Lustenau, eingetragen unter der Firmenbuchnummer 561645 z. Gegründet haben Vater und Tochter gemeinsam. Der VOX-Programmtext nennt Karim Allouche 48 Jahre alt und Mia Allouche 18; das Branchenportal startupvalley.news führt in seiner Sendungsvorschau die Altersangaben 49 und 19. Karim Allouche ist ehemaliger Profisportler, als zweiten Standort des Unternehmens nennt das Portal Wien.

Die Idee reicht nach Angaben der Gründer rund fünf Jahre zurück. Auf ihrer eigenen Seite zur Sendung beschreibt Karim Allouche den Auftritt so: „Wenn du eine Idee sehr lange im Kopf hast, sie dann mit deiner Tochter gründest … und irgendwann tatsächlich in der Höhle vor den Löwen stehst, dann realisierst du, wie viel eigentlich schon passiert ist.“ Gegenüber der Standortagentur WISTO formuliert das Team seinen Anspruch knapper: „Wir wollen Massen in Bewegung bringen.“

Wie funktioniert die App im Alltag?

Der Ablauf besteht aus drei Schritten. Zuerst verbindet man move2pay mit einer Gesundheits-App, dafür genügen Apple Health oder Health Connect auf dem Smartphone. Eine Smartwatch ist nicht nötig. Danach zahlt jede erfasste Bewegung auf das Guthabenkonto ein, ob Gehen, Laufen, Radfahren oder Training. Beim Einkauf im App-Shop wird das Guthaben dann direkt vom Preis abgezogen.

Wie viel das ausmacht, zeigt das Rechenbeispiel, das der Anbieter auf seiner Startseite führt. Es geht von einem Bewegungsanteil von 40 Prozent aus:

Posten Betrag
Produktpreis 131,18 Euro
Mit Bewegung bezahlt 52,48 Euro
Servicepauschale höchstens 6,90 Euro
Versand kostenlos
Selbst zu zahlen 85,60 Euro

Zu den Fitness- und Gesundheitsdaten schreibt das Unternehmen, sie würden verschlüsselt übertragen, nicht an Shop-Partner weitergegeben und ließen sich jederzeit wieder trennen.

Eine Hand hält ein Smartphone mit der move2pay App, die Schritte und Shopping Guthaben anzeigt
Foto: move2pay

Was kostet move2pay, und wo bekommt man die App?

Die App selbst kostet nichts und ist ohne Abo für iOS und Android zu haben, im App Store und bei Google Play jeweils unter dem Namen move2pay. Bezahlt wird erst beim Einkauf, und zwar in Form der Servicepauschale von maximal 6,90 Euro pro Bestellung. Sie wird nach Angaben des Anbieters vor dem Kauf angezeigt.

Eingelöst wird das Guthaben bei den teilnehmenden Marken. Die Startseite nennt unter anderem SNOCKS, waterdrop, Ankerkraut, PURELEI, OCEANSAPART, CUBE, Biogena und BitterLiebe. Die WISTO beziffert das Netz auf rund 80 Shop-Partner, Stand Oktober 2026. Das Sortiment reicht nach Darstellung des Unternehmens von Sportausrüstung über Bekleidung bis zu Nahrungsergänzung.

Markt und Vergleich: Was ist Bewegung wert?

Zahlen legt move2pay auf der eigenen Startseite offen: über 50.000 App-Nutzer, mehr als 37.000 Bestellungen und 1.021.798 Euro, die bisher mit Bewegung bezahlt wurden. Die WISTO nennt rund 85.000 Downloads. Der Unterschied dürfte sich aus der Unterscheidung zwischen Download und aktivem Nutzerkonto erklären. Vorzeigbar ist auch die Bilanz an Auszeichnungen: 2025 erreichte das Team beim Start-up World Cup Austria Platz vier unter mehr als 100 Teilnehmern, im März 2026 kam die Auszeichnung als Sport Leading Newcomer dazu.

Reichweite holt sich das Start-up über einen prominenten Markenbotschafter. Fußballtrainer Steffen Baumgart begleitet move2pay nach Angaben der Gründer seit etwa fünf Jahren und tritt im Pitch als Testimonial auf. Zum Sendetermin läuft die siebentägige Challenge „Baumi bewegt“ mit mindestens 7.200 Schritten am Tag. Wer sie abschließt, kann anschließend 48 Stunden lang bis zur Höchstgrenze von 50 Prozent mit Bewegung zahlen.

Markenbotschafter Steffen Baumgart mit Schiebermütze sitzt in einem Büro
Foto: move2pay

Ein Blick auf die Partnerliste lohnt sich auch mit Blick auf die Jury. Mit SNOCKS steht dort eine Marke, deren Mitgründer Johannes Kliesch in dieser Staffel neu im Rudel sitzt. Wer sonst noch Platz genommen hat, steht in unserer Übersicht der Löwen. Mit 350.000 Euro für zehn Prozent liegt die Forderung im Mittelfeld des Abends:

Startup Gründer Forderung Anteil
Kölsche Koks Nicolas Lutz, Maximilian Koeser 600.000 Euro 10 Prozent
Fryzza Dieter Könnes, Alexander Wulf, Ronny Schreiber 350.000 Euro 10 Prozent
Move to Pay Karim Allouche, Mia Allouche 350.000 Euro 10 Prozent
MISSOIR Lena Olvedi 180.000 Euro 20 Prozent
RAZECO Victor Haisch, Ivo Lovric, Louisa Haisch 30.000 Euro 10 Prozent

Die Angaben stammen aus der Sendungsvorschau von startupvalley.news. Rechnerisch bewerten die Gründer ihr Unternehmen damit mit 3,5 Millionen Euro.

Unsere Einschätzung: Hat Move to Pay Potenzial?

Für move2pay spricht, dass sich das Produkt während der Sendung sofort ausprobieren lässt. Eine kostenlose App ohne Abo senkt die Hürde für Zuschauer, die beim Pitch zum Handy greifen, deutlich stärker als ein Produkt, das erst bestellt und geliefert werden muss. Dazu kommt mit Steffen Baumgart ein Name, nach dem ohnehin gesucht wird.

Die offene Frage ist das Geschäftsmodell. Der Preisvorteil, den die App als Bewegungsguthaben weitergibt, hängt an den Konditionen der Shop-Partner, und die Servicepauschale von bis zu 6,90 Euro je Bestellung muss das Wachstum tragen. Ob ein Löwe darin ein skalierbares Modell sieht oder einen teuren Kundenbonus, entscheidet sich am Montagabend. Der VOX-Programmtext deutet immerhin an, dass sich gleich mehrere Investoren für das Start-up interessieren und es zum Bieterkampf kommt. Wie oft solche Momente am Ende zu einem Abschluss führen, zeigt unsere laufende Deal-Quote der Staffel 20.

Wir bleiben dran

Diesen Beitrag ergänzen wir am Sendeabend um das Ergebnis des Pitches, sobald es belegt ist. Alle Porträts, Folgenberichte und Deal-Übersichten der Staffel sammeln wir im Themenbereich Höhle der Löwen. Die Woche davor findet sich in den Deal-Highlights der Folge 6.

Häufige Fragen zu move2pay

Wann läuft move2pay bei Die Höhle der Löwen?

Der Auftritt von move2pay gehört zu Folge 7 der 20. Staffel. VOX zeigt die Folge am Montag, 19. Oktober 2026, um 20:15 Uhr. Auf RTL+ steht sie seit dem 12. Oktober 2026 bereit.

Hat move2pay einen Deal bekommen, und mit welchem Löwen?

Das Ergebnis steht erst mit der Ausstrahlung am 19. Oktober 2026 fest. Karim und Mia Allouche fordern 350.000 Euro für zehn Prozent der Anteile, das entspricht einer Bewertung von 3,5 Millionen Euro. Wir tragen das Ergebnis hier nach, sobald es belegt ist.

Wer hat move2pay gegründet?

move2pay wurde von Karim Allouche und seiner Tochter Mia Allouche als Vater-Tochter-Team gegründet. Dahinter steht die SVAX GmbH mit Sitz in Lustenau in Vorarlberg. Bis 2025 trug die App den Namen benmo.

Was kostet die move2pay App, und wo kann man sie herunterladen?

Die App ist kostenlos und ohne Abo für iOS und Android erhältlich, im App Store und bei Google Play. Beim Einkauf fällt eine Servicepauschale von höchstens 6,90 Euro je Bestellung an, der Versand ist nach Angaben des Anbieters kostenlos.

Wie kommt man in die Höhle der Löwen?

Startups bewerben sich für die nächste Staffel direkt beim Sender, mit einer kurzen Beschreibung von Produkt, Team und Zahlen. Welche Unterlagen verlangt werden und worauf es dabei ankommt, haben wir in unserem Leitfaden zur Bewerbung für die Höhle der Löwen zusammengestellt.

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Gründerfreunde
Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.