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Kein Deal, aber jede Menge Echo: Markus Flagner hat Penice am 21. September in Folge 3 der „Höhle der Löwen“ vorgestellt, ein Pflegegel für den männlichen Intimbereich. Gefordert waren 70.000 Euro für 25,1 Prozent, die Löwen sagten ab. Drei Tage später stehen rund 900 Menschen auf der Warteliste. Wir haben nachgefragt, wie es weitergeht.
Was Penice ist und wie das Gel funktioniert, steht in unserem Porträt von Penice. Hier geht es um die Zeit nach der Sendung.

Ein Gründer ohne Team, aber nicht ohne Freunde
„Das ‚euch‘ bin nur ich“, schreibt Markus Flagner auf unsere Anfrage. „Ich mache Penice ohne Team, aber nicht ohne Freunde.“ Den Sendeabend hat er im Würzburger Gründerzentrum verbracht, in kleiner Runde mit Freunden aus dem Netzwerk. Noch während die Folge lief, kamen die ersten Mails und Nachrichten, und das hörte nicht mehr auf.
Seit der Sendung hatte penice.men nach seinen Angaben rund 60.000 Besucher, in der Spitze während der Ausstrahlung 25.000 bis 30.000 gleichzeitig. Die Seite hat er selbst gebaut und auf den Ansturm vorbereitet; der Server lief trotzdem die meiste Zeit bei nur 10 bis 20 Prozent Auslastung. Am Tag nach der Sendung standen rund 700 Menschen auf der Warteliste, inzwischen sind es 900.
Das VOX-Reel zu seinem Pitch hat über 1,7 Millionen Aufrufe, wurde fast 7.000 Mal weitergeschickt und hat 800 Kommentare. Und der Auftritt lief noch ein zweites Mal im Fernsehen: Sebastian Pufpaff zeigte ihn bei TV total unter dem Titel „Pitch mit Wachstumspotenzial“. Mitbekommen hat Markus Flagner das nach eigenen Worten erst durch Zufall.
„Wasser reinigt, Penice pflegt“
Viele, die ihm schreiben, kennen das Thema, reden aber nie darüber. Manche schreiben sogar, weil ihre Frau sie geschickt hat. Es gibt aber auch viele, die Penice für unnötig halten, weil man sich ja duscht. Eine Frau habe es in den Kommentaren auf den Punkt gebracht, schreibt Flagner: Nur weil man duscht, verzichtet man auch nicht auf Deo unter den Armen. Penice ersetze Wasser nicht, es ergänze es. Das Gel wird nach dem Duschen aufgetragen und nicht abgespült.
„Genau dafür mache ich das: das letzte große Tabu des Mannes zu brechen“, sagt er. Das Märchen mit Krone und Prinz, mit dem er in der Sendung auftrat, hat einen Grund: Ein Augenzwinkern senke die Hemmschwelle schneller als das nächste cleane, blaue Hygieneprodukt.
Wann kommt Penice, und was kostet es?
Bei der Aufzeichnung war Penice noch früh dran. Den zweiten Prototyp hatte Flagner wenige Tage vorher aus dem Labor bekommen, die Tube hat er selbst beklebt. Seitdem hat er die Rezeptur noch einmal überarbeitet, der Stabilitätstest ist abgeschlossen, und die Tuben für die erste Charge sind im Druck.
Penice soll voraussichtlich im November auf Amazon erscheinen, 50 Milliliter für 19,90 Euro. Bei täglicher Anwendung reicht eine Tube etwa ein halbes Jahr. Wer sich auf penice.men in die Warteliste einträgt, bekommt zum Start 20 Prozent Rabatt.

Wie geht es weiter?
Den Weg zur Marktreife geht Flagner allein und finanziert ihn selbst, deshalb bleibt er schlank und online. Für November plant er ein paar Aktionen, „die bewusst aus der Komfortzone gehen“. Für die Zeit danach ist er offen für Partner, die neben Geld auch an Produkt und Mission glauben und Kontakte in Handel, Drogerie, Apotheke oder Pflege mitbringen. „Gerade in der Pflege ist im wahrsten Sinne Not am Mann.“
Quelle: Penice, schriftlich gegenüber gruenderfreunde.de am 22. und 24. September 2026.
Mehr aus der Staffel
Penice ist eines der Startups, die wir nach der Sendung angeschrieben haben. Was die anderen erzählen, steht in unserem Rückblick auf die ersten drei Folgen der Staffel 20. Den ganzen Abend mit allen Deals gibt es im Bericht zu Folge 3, alle Löwen und Staffeln auf unserer Seite zur Höhle der Löwen.



















