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Der größte Deal des Abends, und dann die Erkenntnis, dass es gar nicht ums Geld geht: blookery ging am 28. September in der vierten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen mit 500.000 Euro von Johannes Kliesch aus dem Studio, für 40 statt der angebotenen zwölf Prozent. Zwei Tage nach der Ausstrahlung haben wir Mitgründer Kevin Kiesewetter gefragt, wie es weitergeht. Seine Antworten zeigen, was ein Fernsehauftritt für ein Reiseportal bedeutet, bei dem niemand im Affekt bucht, und warum das Startup Johannes Kliesch vor allem als Partner sieht.
blookery auf einen Blick
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Was | Kurzreisen mit geheimem Ziel, im Reisegeschäft Blind Booking genannt |
| Gründer | Kevin Kiesewetter und sein Mitgründer Jannis |
| Unternehmen | blookery GmbH, Sitz Köln |
| Sendung | Folge 4 der 20. Staffel, VOX, 28. September 2026 |
| Forderung | 500.000 Euro für zwölf Prozent |
| In der Sendung vereinbart | 500.000 Euro für 40 Prozent mit Johannes Kliesch |
| Stand nach der Sendung | Kliesch unterstützt als Partner mit Netzwerk und Wissen, Kapital sei derzeit nicht der entscheidende Hebel |
Der Abend: ein Auge auf dem Fernseher, eines auf den Zahlen
Das Team hat die Ausstrahlung gemeinsam geschaut. „Mit einem Auge auf dem Fernseher, mit dem anderen auf den Live-Zahlen in Google Analytics. Und darauf, dass die Server halten“, schreibt uns Kevin Kiesewetter. Als aus den zwölf Prozent plötzlich 40 wurden, war die Entscheidung für das Team trotzdem klar. Man sei mit einer Bewertung in die Höhle gegangen, bei der man bewusst Spielraum eingeplant habe, „ehrlicherweise nicht ganz so viel, wie es am Ende geworden ist“. Aber mit Johannes Kliesch habe genau der Marketing-Experte gesessen, dessen Wissen blookery braucht: „Da war für uns klar: Das ist unser Löwe.“
Wie die Verhandlung im Studio lief, haben wir in den Deal-Highlights der Folge 4 festgehalten. Das Geschäftsmodell im Detail steht in unserem Porträt blookery bei der Höhle der Löwen.
Nach der Show: Besuch bei SNOCKS in Mannheim
Ob der Deal steht, wollten wir wissen. Die Antwort fällt anders aus, als man es nach dem größten Angebot des Abends erwarten würde. Nach der Aufzeichnung ist das Team nach Mannheim gefahren, zu Johannes Kliesch und seinem Unternehmen SNOCKS. Gemeinsam habe man durchgesprochen, was blookery wirklich braucht und wo Kliesch mit seinem Team helfen kann. „Dabei haben wir gemerkt: Das Kapital ist für uns aktuell gar nicht der entscheidende Hebel“, schreibt Kiesewetter. Kliesch unterstütze blookery heute als Partner mit seinem Netzwerk und seiner Expertise, „und genau dafür wollten wir ihn ja an Bord haben“.
Das ist eine Entwicklung, die man nach der Sendung häufiger sieht. Ein Handschlag im Studio ist noch kein Vertrag, nach der Aufzeichnung folgen Prüfung und Verhandlung, und manchmal stellen beide Seiten fest, dass eine andere Form der Zusammenarbeit besser passt. Für ein Startup wie blookery, das vor allem Reichweite und Marketing braucht, kann ein erfahrener Unternehmer als Partner mehr wert sein als frisches Geld gegen einen großen Anteil. Johannes Kliesch sitzt in dieser Staffel zum ersten Mal in der Löwenrunde, mehr über ihn steht auf seiner Seite bei SNOCKS.
Warum niemand eine Reise im Affekt bucht
Während der Beitrag lief, war der Ansturm sofort da. „Man konnte live zusehen, wie die Besucher auf die Website strömten“, schreibt Kiesewetter. Anders als bei einem Produkt für 30 Euro, das man einfach mal ausprobiert, führt dieser Ansturm aber nicht direkt zu Buchungen. Eine Reise ist kein Impulskauf. Meist ist eine zweite Person beteiligt, die auch Lust haben muss, man braucht ein gemeinsames Datum, und die Rahmenbedingungen müssen für beide passen. „Diese Entscheidung trifft niemand in zehn Minuten.“
blookery setzt deshalb jetzt auf Remarketing, also auf Werbung, die frühere Besucher später wieder erreicht, damit sie sich an das Startup erinnern, wenn die nächste Urlaubsplanung ansteht. Das ist eine Lehre, die für viele Gründer gilt: Je teurer und je gemeinsamer eine Kaufentscheidung ist, desto weniger zählt der Abend der Ausstrahlung und desto mehr die Wochen danach. Wer die Besucher dieses Abends nicht wiederfindet, hat die teuerste Werbung seines Lebens verschenkt.

Wohin die Reise geht, und wohin lieber nicht
Ein beliebtestes Ziel gibt es bei blookery nicht, weil das Team für jede Buchung einzeln sucht und jeder Abflughafen andere Ziele und Flugzeiten hat. Die Kriterien sind aber klar: angenehme Flugzeiten, eine Aufenthaltsdauer, die zur Zahl der Tage passt, und ein zentrales, gut gelegenes und sauberes Hotel. Aus allem, was diese Kriterien erfüllt, wählt blookery den Sieger beim Preis-Leistungs-Verhältnis.
Interessanter ist, was Kunden ausschließen. „Ich kann dir sagen, was am häufigsten ausgeschlossen wird. Das ist aktuell Zagreb“, schreibt Kiesewetter. Die Reaktionen auf das Überraschungsprinzip seien trotzdem gut, das zeigten die Bewertungen und vor allem die Nachrichten danach: Urlaubsfotos, lange Dankesmails und immer wieder der Satz „Ohne euch hätten wir diese Stadt nie besucht“. Viele Kunden wollen an ihr Überraschungsziel später sogar noch einmal zurück. Mehr zum Angebot steht auf blookery.de.
Hotels klopfen an
Die Sendung hat nicht nur Kunden gebracht. Einige Hotels haben sich nach der Ausstrahlung von sich aus gemeldet und nach einer Partnerschaft gefragt. Das Team führt jetzt die ersten Gespräche und prüft, welche Häuser ins Angebot passen. Für ein Reiseportal ist das ein wichtiger Schritt: Direkte Partnerschaften mit Hotels verbessern oft Preise und Verfügbarkeit, und genau davon lebt ein Modell, das für jeden Kunden das beste Angebot heraussucht.
Was Gründer daraus lernen können
Drei Dinge nimmt man aus der Geschichte von blookery mit. Erstens: Der Deal in der Show ist ein Anfang, keine Ziellinie. Was danach passiert, entscheiden Gespräche, in denen beide Seiten ehrlich prüfen, was sie brauchen. Zweitens: Reichweite verhält sich je nach Produkt völlig unterschiedlich. Wer etwas verkauft, über das man länger nachdenkt, braucht einen Plan für die Zeit nach dem Peak. Drittens: Eine klare Positionierung zieht Partner an, auch solche, die man gar nicht angesprochen hat.
Was aus den anderen Startups der Staffel geworden ist, fassen wir im Überblick Höhle der Löwen 2026: was aus den Startups wurde zusammen. Alle Folgen, Deals und Löwen stehen auf unserer Seite zur Höhle der Löwen.
Häufige Fragen zu blookery nach der Höhle der Löwen
Hat blookery bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?
In der Sendung ja: 500.000 Euro von Johannes Kliesch für 40 Prozent, gefordert waren 500.000 Euro für zwölf Prozent. Nach der Sendung beschreibt das Team Kliesch vor allem als Partner mit Netzwerk und Wissen, das Kapital sei derzeit nicht der entscheidende Hebel.
Was ist Blind Booking?
Eine Reise, bei der man das Ziel erst kurz vor der Abreise erfährt. Man nennt Abflughafen, Zeitraum und Vorlieben, den Rest sucht der Anbieter aus.
Welches Reiseziel wird bei blookery am häufigsten ausgeschlossen?
Nach Angaben des Gründers derzeit Zagreb.
Wie hat die Sendung die Buchungen verändert?
Die Besucherzahlen stiegen während der Ausstrahlung sofort. Weil eine Reise meist mit einer zweiten Person abgestimmt wird, setzt blookery für die Buchungen auf Remarketing in den Wochen danach.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen.



















