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Keine Einkommensteuer, Sonne fast das ganze Jahr, eine Skyline, die jedes Jahr wächst, und ein Flughafen, von dem aus halb Asien und Europa in wenigen Stunden erreichbar sind: Dubai zieht seit Jahren Gründer, Selbständige, Influencer und Fachkräfte aus Deutschland an. Wer auswandern will, sollte aber zwei Dinge wissen, die in vielen Ratgebern fehlen. Erstens braucht jeder Aufenthalt über 90 Tage ein Visum mit Bedingungen. Zweitens gibt es seit dem 1. Januar 2022 kein Doppelbesteuerungsabkommen mehr zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten, und das macht den Wegzug aus Deutschland heikler als in die meisten anderen Länder.
Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie das Leben in Dubai als Stadt aussieht, welche Visa es 2026 gibt, wie die Steuern in Dubai für Privatleute und Firmen funktionieren, was Deutschland nach dem Wegzug noch besteuern darf, wie du eine Firma in einer Freihandelszone oder auf dem Festland gründest und was du für Krankenversicherung, Wohnen und Alltag einplanen solltest. Alle Zahlen stammen aus amtlichen Quellen, die wir im Text verlinken.

Auswandern Dubai: das Wichtigste in Kürze
| Thema | Regel 2026 | Was das für dich heißt |
|---|---|---|
| Einreise ohne Visum | bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen | arbeiten ist dabei verboten |
| Aufenthalt | Visum über Arbeitgeber, eigene Firma, Green Visa, Golden Visa, Remote-Visum oder Rentnervisum | jedes mit eigenen Bedingungen |
| Einkommensteuer | keine | gilt für Lohn, Zinsen und Dividenden |
| Firmensteuer | 0 Prozent bis 375.000 Dirham Gewinn, darüber 9 Prozent | Freihandelszone: 0 Prozent auf begünstigte Einkünfte |
| Mehrwertsteuer | 5 Prozent | auf die meisten Waren und Leistungen |
| Steuerlich ansässig | ab 183 Tagen in zwölf Monaten, mit Aufenthaltstitel ab 90 Tagen | Ansässigkeitsbescheinigung möglich |
| Doppelbesteuerung | kein Abkommen mit Deutschland seit 1. Januar 2022 | Deutschland kann zehn Jahre lang weiter zugreifen |
| Währung | Dirham, fest an den US-Dollar gebunden | 1 Euro = rund 4,12 Dirham |
Umgerechnet wird mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 9. Oktober 2026 (1 Euro = 1,1206 US-Dollar) und der festen Bindung des Dirham an den Dollar laut Faktenblatt der Regierung der Emirate (1 US-Dollar = 3,6725 Dirham), zusammen 1 Euro = 4,1154 Dirham.

Warum Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate?
Dubai ist eines von sieben Emiraten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und ihr wirtschaftliches Zentrum, die Hauptstadt der VAE ist Abu Dhabi. Die Stadt bietet eine moderne Infrastruktur, internationale Schulen, Privatkliniken und einen der größten Flughäfen der Welt. Englisch ist im Alltag und im Geschäftsleben die gemeinsame Sprache, ein großer Teil der Einwohner kommt aus dem Ausland.
Die Gründe für einen Neuanfang in Dubai sind meist wirtschaftlich: Lohn und Gewinne aus privaten Geschäften werden nicht mit Einkommensteuer belegt, Firmen zahlen wenig, und die Behörden arbeiten digital und schnell. Dazu kommen Sicherheit, Sonne und die Nähe zu Märkten in Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Die Kehrseite sind hohe Mieten und Schulgebühren, strenge Gesetze und ein Aufenthalt, der immer an einem Visum hängt.
Einreise und Residence Visa: So lebst du legal in Dubai
Deutsche brauchen für touristische und geschäftliche Reisen bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen kein Visum, so das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen (Stand 11. Oktober 2026). Arbeiten ist in dieser Zeit verboten, auch unentgeltlich. Der Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Wer dauerhaft in Dubai leben will, braucht eine Aufenthaltsgenehmigung, in den VAE Residence Visa genannt, und danach die Emirates ID. Welche Voraussetzungen und Unterlagen nötig sind, hängt vom Weg ab. Die wichtigsten Wege im Überblick, alle mit den Angaben der Behörden für Aufenthalt und Ausländer, der GDRFA in Dubai und der ICP für die ganzen Emirate:
| Visum | Für wen | Wichtigste Bedingung | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| Arbeitsvisum | Angestellte | Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in den Emiraten | an den Vertrag gebunden |
| Investor- oder Partnervisum | Gründer mit eigener Firma | Firma in einer Freihandelszone oder auf dem Festland | je nach Lizenz, verlängerbar |
| Green Visa für Selbständige | Freelancer und Selbständige | Lizenz für freiberufliche Arbeit, mindestens Bachelor, 360.000 Dirham Jahreseinkommen | fünf Jahre |
| Remote-Visum | Angestellte ausländischer Firmen | mindestens 3.500 US-Dollar im Monat, Krankenversicherung | ein Jahr, verlängerbar |
| Visum für Rentner | ab 55 Jahren mit 15 Berufsjahren | 240.000 Dirham Jahreseinkommen, 1 Million Dirham Immobilie oder Guthaben | fünf Jahre |
| Golden Visa | Investoren, Unternehmer, Spezialisten | etwa 2 Millionen Dirham Investition | fünf oder zehn Jahre |

Green Visa: der Weg für Freelancer und Selbständige
Das Green Visa erlaubt nach dem Leitfaden der ICP zur Green Residence fünf Jahre Aufenthalt ohne Sponsor, mit der Möglichkeit zur Verlängerung. Selbständige brauchen eine Lizenz für freiberufliche Arbeit vom Arbeitsministerium, einen Bachelorabschluss oder Gleichwertiges und ein Jahreseinkommen von mindestens 360.000 Dirham in den letzten zwei Jahren, umgerechnet rund 87.500 Euro, oder den Nachweis finanzieller Sicherheit für die Zeit des Aufenthalts.
Remote-Visum: für Angestellte mit Arbeitgeber im Ausland
Wer für eine Firma außerhalb der Emirate arbeitet, kann nach der Beschreibung der GDRFA ein Visum für virtuelles Arbeiten beantragen. Verlangt werden ein Einkommen von mindestens 3.500 US-Dollar im Monat (rund 3.120 Euro), der Nachweis, dass du für einen Arbeitgeber im Ausland arbeitest, und eine gültige Krankenversicherung. Das Visum gilt ein Jahr, kann verlängert werden, und du kannst deine Familie nachholen.
Rentnervisum: Ruhestand in den Emiraten
Für Ruheständler gibt es nach der Beschreibung der GDRFA zum Rentnervisum ein Visum für fünf Jahre ohne Sponsor. Du musst 55 Jahre alt sein und mindestens 15 Jahre gearbeitet haben, in den Emiraten oder anderswo. Dazu kommt eine von drei Bedingungen: Immobilien in den Emiraten im Wert von mindestens 1 Million Dirham (rund 243.000 Euro), ein Guthaben in derselben Höhe oder ein festes Einkommen von mindestens 240.000 Dirham im Jahr (rund 58.300 Euro).
Golden Visa: für Investoren und Spezialisten
Das Golden Visa ist ein langfristiges Visum ohne Sponsor. Nach dem Regierungsportal der Emirate gilt es für Investoren bei öffentlichen Investitionen zehn Jahre, bei Immobilien fünf Jahre, jeweils ab einem Kapital von 2 Millionen Dirham (rund 486.000 Euro). Unternehmer mit innovativen Projekten bekommen fünf Jahre, Menschen mit besonderen Fähigkeiten oder seltenen Spezialisierungen zehn Jahre. Golden-Visa-Inhaber dürfen länger als die üblichen sechs Monate außerhalb der Emirate bleiben, ohne den Aufenthalt zu verlieren.
Steuern in Dubai: was Privatleute zahlen
Nach den Worldwide Tax Summaries von PwC zur Einkommensteuer (Stand 9. September 2026) gibt es in den Vereinigten Arabischen Emiraten keine Einkommensteuer für Privatpersonen. Lohn, Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bleiben steuerfrei, eine Steuererklärung musst du als Angestellter nicht abgeben. Wer allerdings selbst ein Geschäft betreibt und damit mehr als 1 Million Dirham Umsatz im Jahr macht, rund 243.000 Euro, zahlt als natürliche Person 9 Prozent Körperschaftsteuer. Lohn, private Kapitalerträge und Mieten zählen dabei nicht mit.
Die Mehrwertsteuer beträgt nach den Angaben von PwC zu sonstigen Steuern 5 Prozent auf die meisten Waren und Leistungen. Eine Vermögensteuer, Erbschaftssteuer oder Schenkungsteuer für Privatpersonen gibt es nach der Übersicht von PwC zu weiteren Abgaben in den VAE nicht. Für das Vermögen von Deutschen heißt das aber nicht automatisch steuerfrei: Nach § 2 ErbStG bleiben deutsche Staatsangehörige noch fünf Jahre nach dem Wegzug in Deutschland voll erbschaftsteuerpflichtig, bei einem Umzug in ein Land mit niedriger Besteuerung kann sich das über das Außensteuergesetz verlängern.
Wann bist du in den Emiraten steuerlich ansässig? Seit der Kabinettsentscheidung Nr. 85 von 2022 gilt nach der Übersicht von PwC zur Ansässigkeit als ansässig, wer seinen gewöhnlichen Aufenthalt und den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen in den Emiraten hat, wer sich in einem Zeitraum von zwölf Monaten 183 Tage oder länger dort aufhält, oder wer 90 Tage im Land ist, einen Aufenthaltstitel hat und dort eine ständige Wohnung oder Arbeit. Mit der Ansässigkeit kannst du eine Steuerbescheinigung beantragen, die du später in Deutschland brauchen kannst.
Was Deutschland nach dem Wegzug nach Dubai noch besteuert
Hier liegt die größte Falle. Das letzte Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nach den Angaben des Bundesfinanzministeriums zum 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten, weil Deutschland es nicht verlängern wollte. Seit dem 1. Januar 2022 gibt es also keine Regel, die bei einem Streit über den Wohnsitz entscheidet oder Einkünfte einem Land zuweist. Das hat drei Folgen.
Erstens: Wohnsitz in Deutschland behalten heißt alles in Deutschland versteuern. Wer in Deutschland eine Wohnung behält, die er nutzen kann, bleibt nach § 1 EStG unbeschränkt steuerpflichtig, mit allem, was er in Dubai verdient. Ohne Abkommen gibt es keinen Ausweg über den Lebensmittelpunkt in Dubai. Wer auswandert, gibt deshalb die Wohnung in Deutschland auf oder vermietet sie langfristig.
Zweitens: Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht. Nach § 2 AStG bleibt ein Deutscher, der in den letzten zehn Jahren mindestens fünf Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig war und in ein Land mit niedriger Besteuerung zieht, noch bis zehn Jahre nach dem Wegzug in Deutschland erweitert beschränkt steuerpflichtig, wenn er wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland hat, etwa eine Beteiligung an einer deutschen Firma. Dann besteuert Deutschland mehr als nur die üblichen deutschen Einkünfte.
Drittens: Die Wegzugsteuer. Hältst du mindestens 1 Prozent an einer GmbH oder AG, löst der Umzug die Wegzugsteuer nach § 6 AStG aus: Der Wertzuwachs deiner Anteile wird versteuert, als hättest du verkauft. Betroffen ist, wer in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig war. Auf Antrag kannst du die Steuer in sieben Jahresraten zahlen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Wegzugsbesteuerung für Gründer und Gesellschafter.
Einkünfte aus Deutschland, etwa Mieten aus einer Wohnung in Deutschland oder eine gesetzliche Rente, bleiben nach § 49 EStG in Deutschland steuerpflichtig, und weil kein Abkommen sie begrenzt, voll nach deutschem Recht. Für Renten ist das Finanzamt Neubrandenburg zuständig. Führst du deine deutsche GmbH von Dubai aus weiter, bleibt sie in Deutschland steuerpflichtig, und du riskierst Ärger, wenn unklar ist, wo die Firma geleitet wird. Das Risiko liegt also weniger in der Steuerlast in Dubai als in der Planung des Wegzugs. Lass dich deshalb von einem Steuerberater beraten, der Fälle ohne Doppelbesteuerungsabkommen kennt.

Firmengründung in Dubai: Freihandelszone oder Festland
Für die meisten Gründer ist die Firmengründung der Weg zum Residence Visa. Es gibt zwei Welten: Firmen auf dem Festland, die direkt mit Kunden in den Emiraten Geschäfte machen dürfen, und Firmen in einer der Freihandelszonen, die vor allem international arbeiten. Für beide stellt die zuständige Behörde eine Lizenz aus, mit der du dein Visum als Inhaber und die Visa für Mitarbeiter beantragst.
Körperschaftsteuer. Seit 2023 gilt in den Emiraten eine Körperschaftsteuer des Bundes. Nach den Angaben von PwC zur Körperschaftsteuer zahlen Firmen auf den Gewinn bis 375.000 Dirham (rund 91.100 Euro) nichts, darüber 9 Prozent. Firmen in Freihandelszonen, die als begünstigte Freizonen-Firma gelten, zahlen auf ihre begünstigten Einkünfte 0 Prozent, auf andere Einkünfte 9 Prozent. Für kleine Firmen gibt es nach den Angaben zu Steuervergünstigungen noch bis 31. Dezember 2026 eine Entlastung: Wer im Jahr und in den Vorjahren nicht mehr als 3 Millionen Dirham Umsatz hat, kann sich so behandeln lassen, als hätte er keinen steuerpflichtigen Gewinn.
| 100.000 Euro Gewinn, voll ausgeschüttet | Dubai, Festland | Deutschland, GmbH |
|---|---|---|
| Steuer der Firma | 799 Euro, 9 Prozent auf den Teil über 375.000 Dirham | 29.825 Euro bei Hebesatz 400 |
| Steuer auf die Ausschüttung | keine | 18.509 Euro, Abgeltungsteuer mit Solidaritätszuschlag |
| zusammen | 799 Euro | 48.334 Euro |

Die Rechnung gilt nur, wenn du tatsächlich in Dubai lebst, die Firma dort geleitet wird und Deutschland nicht über die Wegzugsteuer, die erweiterte beschränkte Steuerpflicht oder eine Betriebsstätte zugreift. Eine Briefkastenfirma in Dubai mit Geschäftsführung aus Deutschland ist für das deutsche Finanzamt eine deutsche Firma.
Die Schritte zur Firma:
- Tätigkeit festlegen und prüfen, ob sie auf dem Festland oder in einer Freihandelszone erlaubt ist.
- Freihandelszone oder Festlandbehörde wählen, Firmennamen reservieren.
- Lizenz beantragen, Gesellschaftsvertrag einreichen, Gebühren zahlen.
- Büro oder Schreibtisch mieten, wie es die Behörde verlangt.
- Visum als Inhaber beantragen, Gesundheitscheck, Emirates ID.
- Geschäftskonto eröffnen, bei der Steuerbehörde registrieren.
Wie die Freihandelszonen in allen sieben Emiraten funktionieren, wann eine Freizonen-Firma wirklich 0 Prozent zahlt und wann sich das Festland lohnt, erklärt unser Ratgeber zu Steuern, Freihandelszonen und Firmengründung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Was beim Gründen im Ausland generell zu beachten ist, liest du in unserem Ratgeber Firma im Ausland gründen. Wer für das Startkapital Geldgeber sucht, findet Wege in unserem Ratgeber zur Finanzierung von Start-ups.
Emirates ID, Gesundheitscheck und Bankkonto
Nach der Erteilung des Visums folgen ein medizinischer Test, die Erfassung der Fingerabdrücke und die Emirates ID, der Ausweis für alle Einwohner. Ohne Emirates ID bekommst du kein Bankkonto, keinen Mietvertrag mit Registrierung und keinen Handyvertrag. Banken prüfen bei Ausländern genau, woher das Geld kommt. Halte Kontoauszüge, Verträge und Nachweise über deine Einkünfte bereit. Für den Übergang hilft ein europäisches Konto mit günstigen Überweisungen, Anbieter vergleichst du in unserem Geschäftskonto-Vergleich.
Krankenversicherung und Gesundheitssystem
Für die Aufenthaltsvisa verlangen die Behörden eine gültige Krankenversicherung, beim Remote-Visum und beim Rentnervisum steht das ausdrücklich in den Bedingungen der GDRFA. Angestellte werden in der Regel über den Arbeitgeber versichert, Selbständige, Gründer und Rentner schließen selbst ab. Die Privatkliniken in Dubai sind modern, aber teuer, und die Beiträge steigen mit dem Alter.
Die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland gilt in den Emiraten nicht, und mit der Abmeldung endet sie in der Regel. Ein Formular S1 für Rentner gibt es für die Emirate nicht. Prüfe vor dem Umzug, ob sich ein bestehender privater Vertrag in einen weltweiten Tarif umwandeln lässt, und ob eine Anwartschaftsversicherung in Deutschland sinnvoll ist, falls du zurückkehren willst.
Leben in Dubai: Lebenshaltungskosten, Wohnen und Klima
Bei den Lebenshaltungskosten zählt vor allem die Miete. Eine amtliche Statistik, die die Kosten in Dubai mit Deutschland vergleicht, gibt es nicht, deshalb nennen wir hier keine Monatsbudgets. Klar ist: Wohnen ist der größte Posten. Die Mieten in beliebten Vierteln wie Dubai Marina, Downtown oder Jumeirah sind hoch, und Vermieter verlangen oft Schecks für mehrere Monate im Voraus. Mietverträge werden in Dubai über das System Ejari registriert, achte darauf, dass dein Vermieter das erledigt.
Günstiger sind Viertel weiter vom Zentrum entfernt und die Nachbaremirate, von denen aus viele Menschen nach Dubai pendeln. Internationale Schulen kosten viel Geld, für Familien mit Kindern ist das oft der zweitgrößte Posten. Mehr dazu in unserem Ratgeber mit Kindern auswandern. Dafür fallen keine Einkommensteuer und keine Sozialabgaben wie in Deutschland an, und die Mehrwertsteuer beträgt nur 5 Prozent.
Recht und Kultur. Die Emirate sind ein muslimisch geprägtes Land mit eigenen Regeln. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Alkohol nur in lizenzierten Geschäften, Hotels, Restaurants und Bars verkauft wird, Trunkenheit in der Öffentlichkeit strafbar ist, beim Autofahren 0,0 Promille gelten und auf Drogenbesitz auch in kleinsten Mengen drakonische Strafen stehen. Als Droge gelten schon CBD-Öl oder Lebensmittel mit Hanfgeschmack. Wer das ernst nimmt, lebt in Dubai sicher und angenehm. Plane dazu das Klima ein: Im Sommer ist es sehr heiß, das Leben spielt sich dann in klimatisierten Räumen ab, die angenehmen Monate liegen im Winter.
Arbeiten in Dubai
Gesucht sind Fachkräfte in Finanzen, IT, Ingenieurwesen, Medizin, Vertrieb, Tourismus und Bau. Gehälter werden meist ohne Abzüge ausgezahlt, oft mit Zuschüssen für Wohnung, Schule und Flüge. Prüfe vor der Unterschrift, ob Krankenversicherung, Visum und Rückflug im Vertrag stehen.
Wer als Arbeitnehmer einer deutschen Firma aus Dubai arbeitet, sollte die Folgen vorher mit dem Arbeitgeber klären: Ohne Abkommen kann der Lohn in Deutschland steuerpflichtig bleiben, wenn die Arbeit dort ausgeübt wird. Hinweise zum Arbeiten aus dem Ausland findest du im Ratgeber Homeoffice im Ausland.
Auswandern nach Dubai: Schritt für Schritt
| Schritt | Was zu tun ist | Wann |
|---|---|---|
| 1 | Dubai zur Probe besuchen, im Sommer und im Winter | ein Jahr vorher |
| 2 | Steuerlage mit einem Berater klären: Wohnsitz, Wegzugsteuer, § 2 AStG, deutsche Einkünfte | neun Monate vorher |
| 3 | Weg zum Visum wählen: Job, eigene Firma, Green Visa, Remote-Visum, Rentnervisum, Golden Visa | sechs Monate vorher |
| 4 | Firma gründen oder Arbeitsvertrag unterschreiben, Krankenversicherung abschließen | drei Monate vorher |
| 5 | Wohnung in Deutschland aufgeben, abmelden, Versicherungen anpassen | beim Umzug |
| 6 | Visum, Gesundheitscheck, Emirates ID | in den ersten Wochen |
| 7 | Wohnung mieten und über Ejari registrieren, Bankkonto eröffnen | nach der Emirates ID |
| 8 | Steuerbescheinigung der Emirate beantragen | nach einem Jahr |
Vorteile und Nachteile beim Auswandern nach Dubai
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| keine Einkommensteuer auf Lohn und private Kapitalerträge | kein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland seit 2022 |
| Firmensteuer 0 Prozent bis 375.000 Dirham, darüber 9 Prozent | Deutschland kann zehn Jahre lang nach § 2 AStG zugreifen |
| Visa für Selbständige, Remote Worker, Rentner und Investoren | jeder Aufenthalt hängt an einem Visum |
| moderne Infrastruktur, Flughafen, Sicherheit | hohe Mieten und Schulgebühren |
| Englisch als Alltagssprache | strenge Gesetze bei Alkohol und Drogen |
| digitale und schnelle Behörden | sehr heiße Sommer |
Typische Fehler beim Auswandern nach Dubai
- Die Wohnung in Deutschland behalten: Ohne Abkommen bleibst du damit in Deutschland mit allem steuerpflichtig.
- Die Wegzugsteuer übersehen: Wer an einer GmbH beteiligt ist, zahlt beim Umzug auf den Wertzuwachs.
- Eine Briefkastenfirma gründen: Wird die Firma aus Deutschland geleitet, besteuert Deutschland sie.
- Mit dem Touristenstatus arbeiten: Ohne Visum ist jede Arbeit verboten.
- Die Regeln zu Alkohol und Medikamenten unterschätzen: Schon geringe Mengen bestimmter Stoffe sind strafbar.
Fazit: Für wen sich Dubai lohnt
Dubai lohnt sich für Gründer, Selbständige und Fachkräfte, die dort wirklich leben und arbeiten wollen, und für Vermögende, die die Visa für Investoren nutzen können. Der Steuervorteil ist echt, aber nur, wenn der Wegzug aus Deutschland sauber ist: Wohnung aufgeben, Wegzugsteuer klären, deutsche Beteiligungen prüfen. Wer halb in Deutschland bleibt, verliert den Vorteil schnell wieder.
Gründest du eine Firma, hilft dir unser Ratgeber zu Firmensteuer und Freihandelszonen in Abu Dhabi, Dubai und den anderen Emiraten bei der Wahl zwischen Festland und Zone. Vergleichst du Ziele mit niedrigen Steuern, lohnt der Blick auf Thailand mit dem Langzeitvisum LTR, Singapur für Gründer in Asien, Paraguay mit dem Territorialprinzip, Zypern mit der 60-Tage-Regel und Malta mit seiner Steuererstattung für Gesellschafter, die beide ein Abkommen mit Deutschland haben. Wer lieber in Europa bleibt, findet die Leitfäden für Österreich und die Schweiz. Alle Länder mit Steuern und Aufenthaltsregeln nebeneinander zeigt unsere Tabelle der Auswanderungsländer mit und ohne Abkommen.
Häufige Fragen und Antworten zum Auswandern nach Dubai
Brauche ich als Deutscher ein Visum für Dubai?
Für Reisen bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen nicht. Wer dort leben oder arbeiten will, braucht ein Aufenthaltsvisum, etwa über einen Arbeitgeber, eine eigene Firma, das Green Visa für Selbständige, das Remote-Visum oder das Golden Visa.
Muss ich in Dubai Steuern zahlen?
Eine Einkommensteuer für Privatpersonen gibt es nicht. Firmen zahlen auf den Gewinn bis 375.000 Dirham nichts und darüber 9 Prozent, die Mehrwertsteuer beträgt 5 Prozent. Deutschland kann aber weiter zugreifen, wenn du dort eine Wohnung behältst, an einer GmbH beteiligt bist oder deutsche Einkünfte hast.
Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und den VAE?
Nein. Das letzte Abkommen ist zum 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten, Deutschland hat es nicht verlängert. Seitdem fehlt eine Regel, die Einkünfte einem Land zuweist oder bei doppeltem Wohnsitz entscheidet.
Was ist die erweiterte beschränkte Steuerpflicht?
Wer in ein Land mit niedriger Besteuerung wie die Emirate zieht und wesentliche wirtschaftliche Interessen in Deutschland behält, bleibt nach § 2 AStG noch bis zehn Jahre nach dem Wegzug in Deutschland erweitert steuerpflichtig.
Welche Voraussetzungen hat das Green Visa für Selbständige?
Das Green Visa verlangt eine Lizenz für freiberufliche Arbeit, einen Bachelorabschluss und ein Jahreseinkommen von mindestens 360.000 Dirham, rund 87.500 Euro, in den letzten zwei Jahren. Es gilt fünf Jahre.
Kann ich als Rentner nach Dubai auswandern?
Ja, ab 55 Jahren mit mindestens 15 Berufsjahren und entweder 240.000 Dirham Jahreseinkommen, einer Immobilie oder einem Guthaben von 1 Million Dirham. Das Visum gilt fünf Jahre. Deine gesetzliche Rente bleibt in Deutschland steuerpflichtig.
Lohnt sich eine Firma in einer Freihandelszone?
Für international tätige Firmen oft ja, weil begünstigte Einkünfte mit 0 Prozent besteuert werden. Wer vor allem Kunden in den Emiraten hat, braucht meist eine Festlandfirma. Ein Steuervorteil entsteht nur, wenn die Firma wirklich in Dubai geleitet wird.
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Quellen abgeglichen und nachgerechnet, Stand Oktober 2026. Er ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall.



















