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IRISgo aus dem schweizerischen Horw war am 14. September 2026 in der zweiten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen zu sehen. Manuel Laurice Borer und Fabian Christmann zeigten dort einen Thermobecher, dessen Deckel sich wie die Blende einer Kamera öffnet und schließt. Sie forderten 500.000 Euro für zehn Prozent der Anteile, die höchste Forderung des Abends, und verließen die Höhle mit einem Deal.
Was ist IRISgo?
IRISgo ist ein Mehrwegbecher aus doppelwandigem Edelstahl, der in der Schweiz hergestellt wird. Das Besondere sitzt im Deckel. Statt einer Klappe oder eines Schiebers verschließt eine Irisblende die Trinköffnung, wie man sie aus Kameraobjektiven kennt. Eine Drehung am Ring genügt, dann ist der Becher zu.
Der Verschluss ist patentiert, und das Unternehmen bewirbt die Becher als auslaufsicher. Vier Größen stehen zur Wahl, dazu wechselbare Aufsätze, die der Hersteller Flex Lids nennt: ein Trinkaufsatz, ein Deckel für Strohhalme und eine schlichte Abdeckung. Aus dem Kaffeebecher wird so eine Trinkflasche, ohne dass ein zweites Gefäß nötig wäre.

Wer steckt hinter IRISgo?
Gegründet haben Manuel Laurice Borer und Fabian Christmann. Borer war zur Zeit des Auftritts 33 Jahre alt, Christmann 32. Beide kommen aus Horw im Kanton Luzern. Im Impressum firmiert das Unternehmen als IRISgo AG, Ebenaustrasse 18, 6048 Horw, eingetragen unter der Handelsregisternummer CHE-273.285.319.
Die Idee geht auf das Jahr 2018 zurück, und ihr Anlass ist ernster, als das Produkt vermuten lässt. Nach Darstellung des Unternehmens kamen Bekannte der beiden Gründer mit KO-Tropfen in Berührung. Aus der Frage, wie sich ein Getränk unterwegs zuverlässig verschließen lässt, wurde ein Mechanismus, dessen Form sich die beiden beim Vorspann der James-Bond-Filme abgeschaut haben.
2020 folgte eine Kickstarter-Kampagne, die das Unternehmen zu den erfolgreichsten ein Prozent aller Projekte der Plattform zählt. Die Becher gingen nach eigenen Angaben in 57 Länder. 2021 kamen Förderungen und Preise dazu, unter anderem von der Gebert Rüf Stiftung, von Venture Kick und aus der Swiss Innovation Challenge. Seit 2022 läuft die Produktion des IRISgo cup in der Schweiz. Diese Angaben stammen von der Seite Über uns des Unternehmens.
Wie funktioniert der Blendenverschluss?
Im Deckel liegen mehrere Lamellen ringförmig übereinander. Dreht man den Ring, schieben sie sich auseinander und geben die Öffnung frei. Dreht man zurück, schließen sie wieder. Weil sich die Lamellen gleichmäßig bewegen, entstehen am Trinkrand keine Ecken, in denen Milchreste hängen bleiben.
Die Öffnung fällt breiter aus als bei vielen Thermobechern. Das hilft beim Reinigen und beim Befüllen mit Eiswürfeln. Der Hersteller nennt sechs Stunden Kühlung und zwei Jahre Garantie auf Herstellungsfehler.
Was kostet der IRISgo cup, und wo kann man ihn kaufen?
Verkauft wird vor allem über den eigenen Shop. Stand September 2026 kosten die vier Modelle dort zwischen 44.90 und 59.90 Schweizer Franken, wie die Übersicht der IRISgo cups ausweist.
| Modell | Füllmenge | Preis, Stand September 2026 |
|---|---|---|
| drop | 200 Milliliter | 44.90 Franken |
| sip | 350 Milliliter | 49.90 Franken |
| flow | 500 Milliliter | 54.90 Franken |
| stream | 650 Milliliter | 59.90 Franken |
Die Becher lassen sich mit einem Namen gravieren. Für Deutschland berichtet TV Movie, dass IRISgo inzwischen bei Müller im Regal steht, zu Preisen zwischen 44,90 und 59,90 Euro, in vier Größen und 14 Farben, die Gravur für 9,90 Euro. Ein zweites Standbein ist das Geschäft mit Firmenkunden, die die Becher als Werbe- oder Merchandise-Artikel bestellen. Darauf weist der Werbeartikel-Verlag hin.
Hat IRISgo bei der Höhle der Löwen einen Deal bekommen?
Ja. Zuvor musste das Team allerdings ein Battle überstehen, das in dieser Staffel neu ist. Zwei Startups bekamen je 60 Sekunden Zeit, und nur die Gewinnerseite durfte weiter pitchen und verhandeln. Gegnerin war Simone Lafargue aus Stuttgart mit dem alkoholfreien Drink Mellow Rush. Der Thermobecher setzte sich durch.
In der Sendung vereinbart wurde ein Geschäft mit Andreas W. Herb über 500.000 Euro. Bei der Ausgestaltung gehen unsere Quellen auseinander. web.de nennt zehn Prozent der Anteile, TV Movie beschreibt die eine Hälfte als Beteiligung und die andere als Rückzahlung an Herb. Frank Thelen und Judith Williams hatten zuvor 500.000 Euro für 20 Prozent geboten. Die Gründer entschieden sich gegen dieses Angebot.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Forderung | 500.000 Euro für 10 Prozent |
| In der Sendung vereinbart | 500.000 Euro mit Andreas W. Herb |
| Anteil | 10 Prozent laut web.de, laut TV Movie zur Hälfte Beteiligung und zur Hälfte Rückzahlung |
| Sendetermin | 14. September 2026, 20:15 Uhr, VOX |
Nach der Ausstrahlung äußerte sich Herb in einer Pressemitteilung, die die Neue Westfälische zitiert: „Ich freue mich über diesen Deal ganz besonders, weil sich mein Eindruck aus der Höhle in den Gesprächen danach nicht nur bestätigt, sondern noch verstärkt hat.“ Der Werbeartikel-Verlag bezeichnet das Investment als Herbs bisher größtes Engagement in der Sendung und nennt Herb Ventures und die MBG Group als Partner für die Expansion. Alle Pitches und Ergebnisse des Abends stehen in unserem Beitrag zur Folge 2 der Staffel 20.

Markt und Vergleich: Wo steht IRISgo?
Der Markt für Mehrwegbecher ist eng besetzt. Stanley, Chilly’s und Emsa liefern Edelstahlbecher in ähnlichen Größen, häufig unterhalb der 50-Franken-Marke. IRISgo verkauft deshalb nicht Isolierleistung, sondern einen Verschluss, den es so nur einmal gibt, dazu Schweizer Fertigung und die Möglichkeit zur Gravur.
An den Zahlen entzündete sich in der Sendung die Kritik. TV Movie beziffert den Umsatz auf 3,6 Millionen Euro in fünf Jahren, im Schnitt also rund 720.000 Euro im Jahr. Die Forderung von 500.000 Euro für zehn Prozent entspricht einer Bewertung von fünf Millionen Euro, das Siebenfache des bisher kumulierten Umsatzes. Genau daran störten sich mehrere Löwen, die laut der Neuen Westfälischen schwaches Wachstum und eine hohe Bewertung bemängelten.
Unsere Einschätzung: Hat IRISgo Potenzial?
Der Becher hat, was im Regal zählt: ein Merkmal, das man in drei Sekunden vorführen kann. Wer den Ring einmal gedreht hat, versteht den Unterschied zu einem Schiebedeckel sofort. Das erklärt, warum der Auftritt so viel Aufmerksamkeit erzeugt hat, und es erklärt auch das Interesse von gleich drei Löwen.
Offen bleibt die Menge. Ein Becher für rund 50 Franken ist kein Spontankauf, und Schweizer Fertigung drückt die Marge weiter, sobald der Preis unter Druck gerät. Das Geschäft mit Firmenkunden wirkt hier schlüssiger als der Einzelverkauf: Wer tausend Becher mit Logo bestellt, fragt nicht nach dem Stückpreis im Vergleich zum Discounter. Mit Herb sitzt jemand am Tisch, der genau diesen Kanal kennt. Ob das reicht, um die Bewertung einzuholen, entscheiden die nächsten zwei Geschäftsjahre.
Mehr zur Staffel 20
Welche Startups als Nächstes pitchen und wer auf den Sesseln sitzt, steht in unserer Übersicht zu den Sendeterminen und dem Rudel der Staffel 20. Wer in dieser Staffel investiert, zeigt unser Beitrag zur Jury der Höhle der Löwen. Die Startups des heutigen Abends stellen wir in der Vorschau auf Folge 3 vor, und alle Beiträge sammelt unser Überblick zur Höhle der Löwen.
Häufige Fragen zu IRISgo
Wo kann man IRISgo kaufen?
Im eigenen Shop des Herstellers, in Deutschland laut TV Movie auch bei Müller. Stand September 2026 liegen die Preise zwischen 44.90 und 59.90 Franken.
Wer hat IRISgo gegründet?
Manuel Laurice Borer und Fabian Christmann aus Horw im Kanton Luzern. Hinter der Marke steht die IRISgo AG.
Wann lief IRISgo bei der Höhle der Löwen?
Am 14. September 2026 in Folge 2 der 20. Staffel bei VOX. Bei RTL+ stand die Folge bereits eine Woche vorher bereit.
Welchen Deal hat IRISgo bekommen?
In der Sendung vereinbart wurde ein Geschäft mit Andreas W. Herb über 500.000 Euro. Zur Höhe des Anteils weichen die Berichte voneinander ab.



















