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Stand: 11. Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für einen einfachen Onlineshop reicht ein Shop-Baukasten, Programmierkenntnisse brauchst du nicht. Shopify kostet im kleinsten Tarif 27 bis 36 Euro im Monat.
  • Wer regelmäßig online verkauft, meldet ein Gewerbe an und registriert sich vor dem ersten Versand im Verpackungsregister LUCID.
  • Pflicht im Webshop sind unter anderem Impressum, Widerrufsbelehrung, die Widerrufsfunktion „Vertrag widerrufen“ und ein Bestellknopf mit „zahlungspflichtig bestellen“.
  • Über den Erfolg entscheiden Sortiment, Preise und Marketing, nicht die Technik.

Einen Online-Shop zu erstellen ist heute auch ohne Programmierkenntnisse möglich: Mit einem Shop-Baukasten steht ein einfacher Onlineshop an einem Wochenende, mit einer Shopsoftware wie WooCommerce oder Shopware baust du ihn flexibler, aber mit mehr Aufwand. Schwieriger als die Technik sind die Entscheidungen davor und die Pflichten danach: das richtige Shopsystem, die Rechtstexte, Zahlung und Versand, das Verpackungsregister und das Marketing, das die ersten Kunden bringt.

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung führt dich durch alle Phasen, vom Konzept bis zum ersten Verkauf. Sie richtet sich an Einsteiger und Gründer, die ihren eigenen Onlineshop selbst erstellen wollen, mit Kosten, Vergleichstabelle der Shopsysteme und Checkliste für den Start.

Was ist ein Onlineshop? Die Grundlagen des E-Commerce

Ein Onlineshop, auch Webshop oder Internetshop genannt, ist eine Website, auf der Kunden Waren oder Dienstleistungen auswählen, bestellen und bezahlen. Er ist der Kern des E-Commerce, also des Online-Handels über das Internet. Anders als ein Marktplatz wie Amazon oder eBay gehört der eigene Shop dir: Du bestimmst Design, Preise und Kundenbeziehung und zahlst keine Provision je Verkauf, musst die Besucher aber selbst gewinnen.

Die Vorteile eines eigenen Onlineshops: Er verkauft rund um die Uhr, erreicht Kunden in ganz Deutschland und darüber hinaus und braucht keinen teuren Ladenstandort. Du kennst deine Kunden und kannst sie per E-Mail wieder ansprechen. Die Nachteile: große Konkurrenz im Markt, Kosten für Werbung, Retouren und eine Reihe rechtlicher Pflichten. Wer das von Anfang an einplant, hat mit einem Onlinegeschäft eine gute Grundlage für ein skalierbares Online-Business.

Online-Shop erstellen in 10 Schritten

SchrittAufgabeErgebnis
1Geschäftsmodell und Sortiment festlegenWer kauft was zu welchem Preis
2Shopsystem wählenBaukasten, Shopsoftware oder Plattform
3Domain, Hosting und Name sicherneigene Adresse und Marke
4Gewerbe anmelden und Steuern klärenoffizieller Start beim Gewerbeamt und Finanzamt
5Shop einrichten und gestaltenDesign, Seitenstruktur, Sprache
6Produkte anlegenFotos, Texte, Preise, Varianten
7Zahlungsarten einbindenCheckout mit den Bezahlmethoden deiner Kunden
8Versand und Retouren regelnVersandkosten, Verpackung, Lieferzeiten
9Rechtstexte und Pflichten erfüllenImpressum, AGB, Widerruf, Datenschutz, Verpackungsregister
10Testen, starten und vermarktenerster Umsatz
Grafik: Online-Shop erstellen in 8 Schritten, von Sortiment und Shopsystem über Rechtstexte bis zu Start und Marketing

Schritt 1: Geschäftsmodell, Sortiment und Zielgruppe

Bevor du einen Onlineshop erstellst, kläre, was du verkaufst und an wen. Davon hängt alles ab, was danach kommt, vom Shopsystem bis zu den Versandkosten.

  • Eigene Produkte oder Handelsware: Wer selbst herstellt, braucht vor allem gute Produktfotos und eine Marke. Wer Ware einkauft, konkurriert mit großen Online-Händlern über Preis, Auswahl und Service.
  • Dropshipping: Der Lieferant verschickt direkt an deine Kunden, du hältst kein Lager. Das senkt das Startkapital, aber auch die Marge und die Kontrolle über die Lieferzeit. Mehr dazu im Ratgeber Dropshipping.
  • Digitale Produkte und Dienstleistungen: Kurse, Vorlagen oder Software brauchen keinen Versand und lassen sich gut skalieren.
  • Abonnements: Wiederkehrende Lieferungen bringen planbaren Umsatz, verlangen aber ein Shopsystem, das Abos abbilden kann.

Prüfe außerdem, wer schon in deiner Nische verkauft und was deine Marke anders macht. Die Preise rechnest du von Anfang an vollständig durch, also mit Einkauf, Versand, Zahlungsgebühren, Retouren und Werbung. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Preiskalkulation.

Schritt 2: Das passende Shopsystem wählen: Onlineshop-Baukästen, Shopsoftware oder Plug-in

Für das Erstellen eines Onlineshops gibt es drei Wege. Welcher passt, hängt von deinem Budget, deinen technischen Kenntnissen und der Größe des Sortiments ab.

ShopsystemBeispieleKosten (Stand Oktober 2026)VorteileNachteile
Shop-Baukasten (Mietshop)Shopify, Wix, Jimdo, Shop-Pakete der HosterShopify Basic 36 Euro im Monat, 27 Euro bei jährlicher Zahlungschnell startklar, Hosting und Updates inklusive, keine Programmierkenntnisse nötiglaufende Gebühren, weniger Freiheit, Umzug später aufwendig
Shop-Plug-in für ein Content-Management-SystemWooCommerce für WordPressPlug-in kostenlos, dazu Hosting, Theme und ErweiterungenShop und Blog in einem, volle Kontrolledu kümmerst dich selbst um Updates, Sicherheit und Leistung
Open-Source-ShopsoftwareShopware Community EditionSoftware kostenlos, dazu Server und meist eine Agentursehr flexibel, für große Sortimenteohne Entwickler kaum zu betreiben

Die Preise von Shopify stehen auf der Preisseite von Shopify, dort auch die höheren Tarife Grow (79 Euro) und Advanced (289 Euro im Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung) und die Transaktionsgebühr von 2 Prozent im Tarif Basic, wenn du statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter nutzt. Die Shopware Community Edition ist laut Shopware kostenlos, die kostenpflichtigen Editionen beginnen bei 600 Euro im Monat zuzüglich Umsatzsteuer.

Unsere Empfehlung für Einsteiger: Starte mit einem Shop-Baukasten, wenn du schnell verkaufen willst und unter einigen hundert Produkten bleibst. Nimm WooCommerce, wenn du schon eine WordPress-Website hast oder viel Inhalt neben dem Shop planst, etwa einen Blog. Eine Shopsoftware wie Shopware lohnt sich, wenn das Sortiment groß ist und ein Budget für eine Agentur bereitsteht. Einen tieferen Vergleich der Plattformen liest du im Ratgeber die beste E-Commerce-Plattform.

Achte bei jedem Shopsystem auf diese Funktionen: deutsche Rechtstexte und Checkout nach deutschem Recht, die wichtigsten Zahlungsarten, Schnittstellen zu Buchhaltung und Versanddienstleistern, Mehrsprachigkeit für den Verkauf ins Ausland und eine Möglichkeit, den Shop später umzuziehen.

Schritt 3: Domain, Hosting und Markenname

Dein Onlineshop braucht eine eigene Domain, am besten mit der Endung .de, wenn du in Deutschland verkaufst. Wähle einen kurzen, gut merkbaren Namen und prüfe, bevor du ihn registrierst, ob er als Marke schon geschützt ist. Wie du das recherchierst und deinen Namen beim Deutschen Patent- und Markenamt anmeldest, erklärt der Ratgeber Marke anmelden.

Beim Baukasten ist das Hosting im Preis enthalten. Bei WooCommerce oder Shopware brauchst du einen Hoster mit ausreichend Leistung, einem SSL-Zertifikat und regelmäßigen Sicherungen. Lege gleich eine E-Mail-Adresse mit deiner Domain an, damit Bestellbestätigungen nicht im Spam landen.

Schritt 4: Gewerbe anmelden und Steuern klären

Wer regelmäßig Waren oder Dienstleistungen online verkauft, betreibt ein Gewerbe und muss es beim Gewerbeamt anzeigen, und zwar gleichzeitig mit dem Beginn (§ 14 GewO). Danach meldet sich das Finanzamt mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Den Ablauf beschreibt der Ratgeber Gewerbe anmelden, den ganzen Weg in die Selbstständigkeit unser Hauptratgeber Existenzgründung.

Drei Steuerfragen solltest du vor dem Start klären:

  • Kleinunternehmer oder nicht? Du kannst auf die Umsatzsteuer verzichten, wenn dein Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt (§ 19 UStG). Ob sich das lohnt, prüft der Ratgeber Kleinunternehmerregelung.
  • Verkauf ins EU-Ausland: Übersteigen deine Fernverkäufe an Privatkunden in anderen EU-Ländern 10.000 Euro im Jahr, gilt die Umsatzsteuer des Ziellands (§ 3c UStG). Gemeldet wird dann über das One-Stop-Shop-Verfahren.
  • Geschäftskonto: Trenne Shop-Einnahmen von Anfang an vom Privatkonto. Anbieter vergleicht der Geschäftskonto-Vergleich.

Schritt 5: Den eigenen Onlineshop erstellen: Einrichtung und Design

Wähle ein Theme oder eine Vorlage, die zu deiner Marke passt und auf dem Smartphone gut funktioniert, denn ein großer Teil der Käufe läuft über das Handy. Das Design soll vor allem eines: Vertrauen schaffen und den Weg zum Kauf kurz halten.

Diese Seiten braucht jeder Onlineshop:

  • Startseite mit klarer Botschaft, was du verkaufst und warum bei dir
  • Kategorieseiten mit Filtern und einer Suchfunktion
  • Produktseiten mit Fotos, Beschreibung, Preis und Lieferzeit
  • Warenkorb und Checkout
  • Über uns, Kontakt, Versand und Zahlung, Fragen und Antworten
  • Rechtstexte: Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung

Ein Live-Chat, Bewertungen und Gütesiegel erhöhen das Vertrauen neuer Kunden. Welche Siegel es gibt und was sie kosten, steht im Ratgeber Gütesiegel für Onlineshops.

Schritt 6: Produkte anlegen

Die Produktseite verkauft. Investiere hier die meiste Zeit:

  • Fotos: mehrere Ansichten, heller Hintergrund, Details und das Produkt im Einsatz.
  • Texte: eigene Beschreibungen statt der Herstellertexte, mit Nutzen, Maßen, Material und Pflegehinweisen. Doppelte Herstellertexte rankt Google selten.
  • Preise: Gegenüber Verbrauchern nennst du immer den Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer (§ 3 PAngV) und gibst an, ob Versandkosten hinzukommen.
  • Varianten und Bestand: Größen, Farben und Lagerbestand sauber pflegen, damit nichts verkauft wird, was nicht da ist.

Wer Eigenmarken oder importierte Ware verkauft, prüft zusätzlich Kennzeichnungspflichten, etwa die CE-Kennzeichnung, wie es der Ratgeber CE-Kennzeichnung für Startups zeigt.

Schritt 7: Zahlungsarten und Checkout

Deutsche Kunden erwarten eine Auswahl: PayPal, Kreditkarte, Kauf auf Rechnung, Lastschrift, Apple Pay und Google Pay. Fehlt die bevorzugte Bezahlmethode, brechen viele den Kauf ab. Ein Zahlungsdienstleister bündelt mehrere Verfahren über eine Schnittstelle. Anbieter und Gebühren vergleicht der Ratgeber Payment-Service-Provider.

Für den Checkout gilt eine feste Regel: Die Schaltfläche, mit der Kunden bestellen, muss mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung beschriftet sein (§ 312j BGB). Ein unklarer Knopf wie „Weiter“ kann dazu führen, dass kein wirksamer Vertrag zustande kommt.

Schritt 8: Versand, Verpackung und Retouren

Lege fest, mit welchen Versanddienstleistern du arbeitest, wie hoch die Versandkosten sind und ab welchem Bestellwert du sie übernimmst. Plane Retouren ein: Im Onlinehandel mit Verbrauchern gilt ein Widerrufsrecht von 14 Tagen (§ 355 BGB), und Rücksendungen gehören in jede Kalkulation.

Wer verpackte Ware an Privatkunden verschickt, muss sich vor dem ersten Versand im Verpackungsregister LUCID registrieren und die Verpackungen bei einem dualen System lizenzieren. Die Schritte stehen im Ratgeber Verpackungsregister LUCID, was die neue EU-Verpackungsverordnung für Eigenmarken ändert, im Ratgeber PPWR für Online-Shops.

Schritt 9: Rechtstexte und Pflichten im Online-Handel

Ein Onlineshop unterliegt mehr Pflichten als eine einfache Website. Fehler kosten Abmahnungen, deshalb lohnen sich geprüfte Rechtstexte von einem Anbieter, der sie bei Gesetzesänderungen aktualisiert.

PflichtWas giltRechtsgrundlage
ImpressumName, Anschrift, Kontakt, Register und Umsatzsteuer-ID, leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar§ 5 DDG
Widerrufsrecht14 Tage für Verbraucher, mit Widerrufsbelehrung§ 355 BGB
Widerrufsfunktioneine Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ im Shop§ 356a BGB
BestellknopfBeschriftung „zahlungspflichtig bestellen“§ 312j BGB
PreisangabenGesamtpreis inklusive Umsatzsteuer§ 3 PAngV
Cookies und TrackingEinwilligung vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies§ 25 TDDDG
BarrierefreiheitPflicht für Online-Shops, die Verbrauchern verkaufen; ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme§ 3 BFSG, § 2 BFSG
VerpackungenRegistrierung bei LUCID vor dem ersten VersandRatgeber Verpackungsregister

Wie du die neue Widerrufsfunktion technisch umsetzt, beschreibt der Ratgeber Widerrufsbutton im Online-Shop. Ob du einen Datenschutzbeauftragten brauchst, klärt der Ratgeber Datenschutzbeauftragter im Startup.

Schritt 10: Testen, starten und vermarkten

Teste vor dem Start jede Bestellung selbst: mit jeder Zahlungsart, auf dem Smartphone und am Computer, mit Gutschein, mit Rücksendung. Prüfe, ob Bestellbestätigung und Rechnung korrekt ankommen. Wie eine Rechnung mit allen Pflichtangaben aussieht, zeigt der Ratgeber Rechnung schreiben.

Nach dem Start entscheidet das Marketing über den Umsatz. Ein neuer Online-Shop wird nicht von selbst gefunden. Die wichtigsten Kanäle für Shopbetreiber:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): eigene Produkttexte, sprechende Adressen, schnelle Ladezeiten und ein Blog mit Ratgebern zu deinen Produkten.
  • Google Shopping und Online-Werbung: Mit einem gepflegten Produktfeed erscheinen deine Produkte mit Bild und Preis in der Google-Suche. Bezahlte Anzeigen bringen schnell Besucher, kosten aber laufend Geld.
  • Social Media: Instagram, TikTok und Pinterest eignen sich für Produkte, die man gern zeigt. Viele Plattformen bieten eigene Shop-Funktionen.
  • E-Mail-Marketing: Ein Newsletter holt Kunden zurück und ist einer der günstigsten Kanäle für wiederkehrenden Umsatz.
  • Marktplätze: Amazon, eBay oder Etsy bringen Reichweite, nehmen aber Provision. Viele Händler kombinieren den eigenen Shop mit einem Marktplatz.

Miss von Anfang an, woher deine Kunden kommen und wie viele Besucher kaufen. Passende Werkzeuge stellt der Ratgeber Online-Marketing-Tools vor.

Onlineshop selbst erstellen oder erstellen lassen?

Mit einem Shop-Baukasten oder WooCommerce kannst du deinen eigenen Onlineshop selbst erstellen, wenn du Zeit für die Einrichtung hast und dich in die Funktionen einarbeitest. Eine Agentur oder ein Freelancer lohnt sich, wenn du ein individuelles Design, viele Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Buchhaltung oder ein großes Sortiment brauchst. Holst du Angebote ein, vergleiche das Preis-Leistungs-Verhältnis: Was ist im Preis enthalten, wer pflegt Updates und Sicherheit, und kannst du Produkte und Inhalte danach selbst ändern? Ein Mittelweg ist, den Shop mit einem Baukasten selbst aufzubauen und nur Design oder Fotos an Profis zu geben.

Was kostet es, einen Onlineshop zu erstellen?

Die Kosten hängen vom Shopsystem und davon ab, wie viel du selbst machst. Diese Posten gehören in die Rechnung:

PostenBaukastenWooCommerceShopware mit Agentur
Softwaremonatliche Gebühr des TarifsPlug-in kostenlos, Erweiterungen kostenpflichtigCommunity Edition kostenlos
Hosting und Domainim Tarif enthalten, Domain extraeigener Hostingvertrageigener Server
DesignVorlage, oft kostenlosTheme, kostenlos oder kostenpflichtigGestaltung durch die Agentur
Einrichtungselbstselbst oder FreelancerAgentur
Zahlungsgebührenje Transaktionje Transaktionje Transaktion
Rechtstexte, Verpackung, Marketingbei allen Varianten zusätzlichbei allen Varianten zusätzlichbei allen Varianten zusätzlich

Mit einem Baukasten wie Shopify liegst du im kleinsten Tarif bei 27 bis 36 Euro im Monat, je nach Zahlweise, zuzüglich Zahlungsgebühren, Apps, Rechtstexten und Werbung. Das Startkapital für Ware, Fotos und die ersten Kampagnen ist meist der größere Posten. Wie du Kapitalbedarf und Finanzierung planst, zeigt der Hauptratgeber Existenzgründung.

Häufige Fehler beim Online-Shop erstellen

  • Shopsystem nach dem Preis gewählt: Ein Wechsel nach einem Jahr kostet mehr als der teurere Tarif von Anfang an.
  • Herstellertexte kopiert: Google zeigt lieber den Hersteller oder große Händler mit demselben Text.
  • Versandkosten und Retouren nicht kalkuliert: Gerade bei günstigen Produkten frisst der Versand die Marge.
  • Rechtstexte selbst zusammengesucht: Fehlende Widerrufsfunktion, falscher Bestellknopf oder Preise ohne Umsatzsteuer sind häufige Abmahngründe.
  • Kein Marketingbudget: Ein Shop ohne Besucher verkauft nichts, auch wenn er perfekt aussieht.

Checkliste vor dem Launch deines Webshops

  • Gewerbe angemeldet, Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgegeben
  • Domain, SSL-Zertifikat und geschäftliche E-Mail-Adresse eingerichtet
  • Produkte mit eigenen Texten, Fotos und Gesamtpreisen angelegt
  • Zahlungsarten getestet, Bestellknopf mit „zahlungspflichtig bestellen“ beschriftet
  • Versandkosten, Lieferzeiten und Retourenprozess festgelegt
  • Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Widerrufsfunktion und Datenschutzerklärung online
  • Cookie-Einwilligung eingerichtet
  • Registrierung im Verpackungsregister LUCID erledigt
  • Testbestellungen auf Smartphone und Computer abgeschlossen
  • Marketingplan für die ersten Wochen steht

Häufige Fragen zum eigenen Onlineshop

Wie kann ich selbst einen Onlineshop erstellen?

Wähle ein Shopsystem, etwa einen Shop-Baukasten wie Shopify oder WooCommerce für WordPress, sichere dir eine Domain, melde ein Gewerbe an, lege deine Produkte an, binde Zahlungsarten und Versand ein, hinterlege die Rechtstexte und teste jede Bestellung vor dem Start. Programmierkenntnisse brauchst du für einen Baukasten nicht.

Was kostet es, einen Onlineshop zu eröffnen?

Ein Baukasten kostet im kleinsten Tarif von Shopify 27 bis 36 Euro im Monat, je nach Zahlweise. Dazu kommen Zahlungsgebühren, Apps, Rechtstexte, Verpackungslizenz, Ware und Marketing. Das Startkapital für Ware und Werbung ist meist höher als die Kosten für die Technik.

Muss ich für einen Online-Shop ein Gewerbe anmelden?

Ja, wer regelmäßig und mit Gewinnabsicht online verkauft, betreibt ein Gewerbe und muss es beim Gewerbeamt anzeigen (§ 14 GewO). Ausgenommen sind nur Freiberufler, die ihre eigenen freiberuflichen Leistungen anbieten, und gelegentliche private Verkäufe.

Welches Shopsystem ist das beste für Einsteiger?

Für Einsteiger ist ein Shop-Baukasten am einfachsten, weil Hosting, Sicherheit und Updates inklusive sind. Wer schon eine WordPress-Website betreibt, fährt mit WooCommerce gut. Shopware eignet sich für große Sortimente mit Budget für eine Agentur.

Kann man einen Onlineshop kostenlos erstellen?

Die Software gibt es kostenlos, etwa WooCommerce oder die Shopware Community Edition. Kostenlos betreiben lässt sich ein Shop trotzdem nicht: Hosting, Domain, Zahlungsgebühren, Rechtstexte und Verpackungslizenz kosten immer Geld.

Wie lange dauert es, einen Onlineshop zu erstellen?

Mit einem Baukasten und wenigen Produkten ist ein Shop in wenigen Tagen startklar. Rechne die Anmeldung beim Gewerbeamt, die Registrierung im Verpackungsregister und die Rechtstexte mit ein. Ein individueller Shop mit Agentur braucht meist mehrere Monate.

Wie viel Startkapital braucht man für einen Onlineshop?

Das hängt vor allem von der Ware ab. Für digitale Produkte, Dienstleistungen oder Dropshipping reichen die Kosten für Shopsystem, Rechtstexte und erste Werbung. Wer Ware einkauft, braucht zusätzlich Geld für den Warenbestand, Verpackung und Produktfotos. Rechne den Bedarf im Businessplan durch und plane eine Reserve für die ersten Monate ein, bis der Shop genug Umsatz bringt.

Warum kauft niemand in meinem Onlineshop?

Meist fehlen Besucher, Vertrauen oder ein klares Angebot. Prüfe, woher deine Besucher kommen, ob Produktseiten Fragen offenlassen, ob die gewünschte Zahlungsart fehlt und ob Versandkosten erst spät im Checkout auftauchen.

Fazit: Erst das Konzept, dann die Technik

Einen Online-Shop zu erstellen ist technisch einfacher denn je. Den Unterschied machen das richtige Sortiment, ein Shopsystem, das zu deinem Budget passt, saubere Rechtstexte und ein Marketing, das die ersten Kunden bringt. Arbeite die zehn Schritte der Reihe nach ab, teste alles vor dem Start und miss danach jede Woche, was funktioniert. Wenn der Shop der Anfang deiner Selbstständigkeit ist, findest du den ganzen Weg von der Idee bis zur Anmeldung im Ratgeber Existenzgründung.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Jede Zahl wurde vor der Veröffentlichung nachgerechnet und jede Rechtsangabe gegen die im Text verlinkte Quelle geprüft.

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