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Ronald Lilleg-Staudenherz und Naveen Rajan SK aus Gerasdorf bei Wien stellen ihr Startup clearBee am Montag, 21. September 2026, in der dritten Folge der 20. Staffel von Die Höhle der Löwen vor. VOX zeigt die Folge ab 20:15 Uhr, bei RTL+ steht sie bereits seit dem 14. September. Die beiden bringen eine Drohne mit, die Fenster von allein anfliegt und putzt, und fordern dafür laut it-boltwise 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

Update vom 21. September 2026, 23:49 Uhr: clearBee hat keinen Deal bekommen. Die Demo im Studio scheiterte zweimal, und alle anwesenden Löwen stiegen aus; das berichten TV Movie und ad-hoc-news.de übereinstimmend. Gefordert waren 300.000 Euro für zehn Prozent. Alle Ergebnisse des Abends stehen in unserem Beitrag zu Folge 3 mit allen Deals.

Was ist clearBee?

clearBee ist kein fertiges Gerät im Karton. Das Startup baut einen Aufsatz für eine Drohne, die viele Haushalte ohnehin herumliegen haben. Kern des Systems ist ein Spezial-Adapter für die Kameradrohnen DJI Mini 3 und DJI Mini 4 Pro, dazu kommt eine Landestation. Zusammen sollen sie aus einem Fluggerät einen Fensterputzer machen, der seine Runden selbst dreht.

Den Anlass dafür beschreibt der Hersteller auf seiner Produktseite mit einem Seitenhieb auf die vorhandene Technik: Fensterputzroboter müsse man bislang wie ein Baby von Fenster zu Fenster tragen. Genau diesen Weg soll sich der Mensch sparen. Die Drohne fliegt zur Scheibe, nicht umgekehrt.

Wer steckt hinter clearBee?

Das Gespann ist ungewöhnlich weit auseinander: Ronald Lilleg-Staudenherz ist 59 Jahre alt und nach eigenen Angaben seit 1994 als Produktentwickler unterwegs, sein Mitgründer Naveen Rajan SK ist 21 und kümmert sich um die künstliche Intelligenz im System. Beide Altersangaben nennt die Programmvorschau zur Folge.

Firmenrechtlich ist clearBee bislang klein. Das Impressum weist Ronald Lilleg-Staudenherz als Inhaber aus, Sitz ist die Ernst Winkler Gasse 29 in 2201 Gerasdorf bei Wien, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer lautet ATU41539705. Zuständige Gewerbebehörde ist die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg. Eine Eintragung im Firmenbuch nennt das Impressum nicht, eine GmbH steht dort also nicht hinter dem Projekt. Die Sendung führt das Team schlicht unter Wien. Im eigenen FAQ spricht die Firma von einem fokussierten Fünf-Mann-Team.

Wie funktioniert die Fensterputzdrohne?

Der Adapter trägt Reinigungsrollen und arbeitet laut Hersteller mit seifenfreiem, osmotischem Spezialwasser. Die Reinigungsmethode ist nach Firmenangaben patentiert und beruht darauf, dass eine gezielte Änderung der Drehrichtung dem Werkzeug zwei verschiedene Funktionen gibt. Als Vorbild nennt das FAQ ein bekanntes Küchengerät. Zum Patentstand schreibt die Firma auf ihrer Website: erteilt in den USA, dazu eine internationale PCT-Anmeldung, die deutsche Anmeldung noch in Prüfung.

Autonom wird das Ganze erst mit der Landestation. Sie lädt die Drohne, schaltet sie ein und aus und versorgt die Rollen mit Reinigungsmittel. Ohne Station bleibt Handarbeit: Akkus wechseln, Rollen besprühen. Laut Hersteller liegt die Geräuschentwicklung bei rund 75 dB(A) aus einem Meter Entfernung, das sei nicht lauter als ein handelsüblicher Staubsauger. Der etwas hellere Ton werde von manchen Menschen aber als unangenehmer empfunden.

Eimer, Abzieher und Tuch auf einer Fensterbank neben einer halb geputzten Scheibe
Symbolbild, mit KI erzeugt

Was kostet clearBee, und wo kann man es kaufen?

Kaufen kann man das System derzeit nicht. Der Hersteller nennt auf seiner Website ausdrücklich geplante Zielpreise für die noch laufende Entwicklungsphase. Im Shop liegt stattdessen eine Reservierung für einen Euro, und wer den Newsletter abonniert, soll zum Marktstart 20 Prozent Rabatt bekommen. Stand September 2026 sieht die Preisliste so aus:

Baustein Geplanter Zielpreis Verfügbar
Spezial-Adapter für eine vorhandene DJI Mini 3 oder Mini 4 Pro 249 Euro nein, in Entwicklung
Komplettset aus Adapter und DJI-Drohne 849 Euro nein, in Entwicklung
Landestation für den vollautonomen Betrieb 299 Euro nein, in Entwicklung
Reservierung im Shop 1 Euro ja

Wer vor der Sendung recherchiert hat, stolpert womöglich über andere Zahlen. In einem Bericht von it-boltwise ist von 299 Euro für den Adapter, 249 Euro für die Station und 399 Euro für ein Starterpaket die Rede. Maßgeblich ist die Preisliste des Herstellers selbst, und die weist die drei Bausteine mit 249, 849 und 299 Euro aus. Tatsächlich bestellbar ist im Shop davon bislang nichts. Dort stehen neben der Reservierung nur einzelne Entwicklungsdrohnen zwischen 900 und 1.500 Euro sowie zwei Bücher der Gründerfamilie.

Wie groß ist der Markt für fliegende Fensterputzer?

Haushaltsrobotik ist ein Milliardenmarkt, fliegende Lösungen für Privathaushalte gibt es darin bislang kaum. Das ist die Lücke, in die clearBee zielt. Im gewerblichen Bereich existieren Reinigungsdrohnen längst, sie kosten laut it-boltwise aber rund 20.000 Euro und sind damit für den Hausgebrauch keine Alternative. In die eigene Entwicklung sind nach Angaben der Gründer bereits etwa 450.000 Euro geflossen.

Der eigentliche Kniff ist kaufmännisch, nicht technisch. Indem die Firma eine vorhandene DJI-Drohne als Träger nutzt, muss sie die teuerste Komponente nicht selbst bauen. Im FAQ begründet sie das offen mit dem Einwand von Investoren, eine komplette Hardware-Eigenentwicklung sei für ein Startup ein zu großes Risiko. Langfristig will das Team auf eine eigene Drohne umsteigen.

Reihe hoher Fenster an einer Altbaufassade, teils klar und teils staubig
Symbolbild, mit KI erzeugt

Unsere Einschätzung: Hat clearBee Potenzial?

Das Problem ist echt. Wer Fensterputzroboter kennt, kennt das Tragen, das Ansetzen und das Sichern am Fenster, und genau daran scheitert der Komfortgewinn. Eine Drohne, die selbst zur Scheibe fliegt, löst diesen Punkt sauber. Auch der Einstiegspreis ist klug gewählt: 249 Euro für einen Aufsatz sind eine andere Hausnummer als ein vierstelliger Spezialroboter.

Die offenen Punkte liegen woanders. Verkauft wird bislang eine Reservierung, kein Produkt, und ein Termin für den Marktstart steht auf der Website nicht. Das System hängt an fremder Hardware von DJI, was Lieferbarkeit und Modellpflege aus der Hand gibt. Rund 75 dB(A) sind in einer Wohnung hörbar. Und eine Forderung von 300.000 Euro für zehn Prozent bedeutet eine Bewertung von drei Millionen Euro für eine Firma, die noch keinen Umsatz mit dem Hauptprodukt macht. Über genau solche Zahlen diskutieren die Löwen erfahrungsgemäß am längsten.

Wir bleiben dran

Ob die Löwen einsteigen, entscheidet sich am Montagabend. Wir ergänzen diesen Beitrag direkt während und nach der Ausstrahlung um das Ergebnis aus der Sendung.

Mehr zur dritten Folge der 20. Staffel

Neben clearBee pitchen in dieser Folge fünf weitere Teams. Wir stellen sie einzeln vor: CompactGreens mit einem vollautomatischen Pflanzsystem, Penice mit einem Intim-Pflegegel, DEKADOME mit einem chemiefreien Abflussreiniger, monobag mit einer Handtasche samt Tragehilfe und Poppy’s Eis mit Eis ohne Industriezucker. Alle Sendetermine und das Rudel der Staffel stehen auf unserer Staffelseite, einen Überblick über die Sendung gibt unser Themenbereich zur Höhle der Löwen. Die Folgenübersicht der Staffel führt auch fernsehserien.de.

Häufige Fragen zu clearBee

Wo kann man clearBee kaufen?

Bislang gar nicht. Im eigenen Shop des Herstellers lässt sich nur eine Reservierung für einen Euro buchen. Adapter, Komplettset und Landestation sind Stand September 2026 in Entwicklung.

Wer hat clearBee gegründet?

Ronald Lilleg-Staudenherz, 59, und Naveen Rajan SK, 21. Das Impressum weist Lilleg-Staudenherz als Inhaber aus, der Sitz liegt in Gerasdorf bei Wien in Österreich.

Wann läuft clearBee bei Die Höhle der Löwen im Fernsehen?

Am Montag, 21. September 2026, ab 20:15 Uhr bei VOX, in der dritten Folge der 20. Staffel. Bei RTL+ ist die Folge seit dem 14. September abrufbar.

Was soll die Fensterputzdrohne kosten?

Der Hersteller nennt als geplante Zielpreise 249 Euro für den Adapter, 849 Euro für das Komplettset mit Drohne und 299 Euro für die Landestation, Stand September 2026.

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Dennis Weidner ist Gründer und Chefredakteur von Gruenderfreunde.de. Das Portal startete 2013 neben seiner eigenen Selbstständigkeit, gehört bis heute keinem Verlag und wird vom Gründer selbst geführt. Diese Unabhängigkeit entscheidet, worüber hier geschrieben wird und worüber nicht. Sein Weg begann in der Bankenbranche, es folgten rund zehn Jahre Krypto und Online-Marketing. Heute verantwortet er mehrere Gesellschaften in Medien, E-Commerce und KI und arbeitet im Tagesgeschäft mit KI-Agenten. Daher kommen die Themen, über die er schreibt: Finanzierung, Steuern und Bürokratie, Vertrieb und Automatisierung, Standortwahl und Auswandern. Er schreibt über das, was er selbst gemacht hat, Umwege eingeschlossen, und stützt sich auf amtliche Quellen und Kontakte vor Ort. Die Beiträge ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sie sollen die eigene Entscheidung vorbereiten. Kontakt und weitere Beiträge über LinkedIn oder dennis-weidner.com.